Bayreuth
Fussball

Bayreuth verschenkt zwei Punkte

Die "Altstadt" hätte drei Zähler gegen Unterföhring redlich verdient, kassierte aber in letzter Sekunde den Ausgleichstreffer.
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Neben Kristian Böhnlein drückte Dominik Schmitt (r.) dem Altstädter Spiel seinen Stempel auf. Foto: Andi Bär
Neben Kristian Böhnlein drückte Dominik Schmitt (r.) dem Altstädter Spiel seinen Stempel auf. Foto: Andi Bär
Einen bitteren Punktverlust musste der Fußball-Regionalligst SpVgg Bayreuth hinnehmen: In der Schlussminute kassierten die "Altstädter" den 2:2-Ausgleich nach einer bärenstarken zweiten Hälfte, aufgrund der sich die Reinhardt-Schützlingen den Dreier redlich verdient gehabt hätten.


Regionalliga Bayern

FC Unterföhring -
SpVgg Bayreuth 2:2 (1:0)

Die emsigen Unterföhringer bestätigten die vom Altstädter Trainer verteilten Vorschusslorbeeren und präsentierten sich agil und immer wieder einen Tick schneller und galliger als die "Gelb-Schwarzen". Ausgerechnet die beiden gebürtigen Bayreuther auf dem Feld waren die Protagonisten der Unterföhringer Führung: Im Mittelfeld vertändelte der in die Startelf gerutschte Chris Wolf das Leder, und nachdem Jonas Hempfling gegen Schmidt noch reaktionsschnell geklärt hatte, staubte der Nemmersdorfer Dominik Hofmann ab (17.). Die auch danach stärkeren Oberbayern konnten nicht entscheidend nachlegen, weshalb die Altstädter den Spieß nach der Pause umdrehten.
Schon in den letzten Minuten der ersten Halbzeit schnupperten die Gäste am Ausgleichstreffer, doch Keeper Sturm behielt gegen Dengler und Knezevic (30./31.) die Oberhand und klärte zur Ecke, Böhnlein verzog nach einem feinen Drehschuss.
Nach dem Seitenwechsel dominierten die Bayreuther das Spielgeschehen, kamen dem Torerfolg minütlich näher. Letztlich war es Kristian Böhnlein, der seine starke Leistung krönte. Chris Wolf, vor dem Gegentor noch Pechvogel, legte sauber quer auf den Kapitän, der verwandelte (70.). "Bayreuth war bärenstark", attestierte Unterföhrings Coach Thomas Seethaler, "auch wenn mich die zwei Tore schon ärgern."


Starke zweite Halbzeit

Nur eine Minute später fand die nächste Wolf-Flanke Tobias Weber, der per Kopf knapp drüber zielte. Zwei Zeigerumdrehungen später mussten sich die Altstädter ärgern: Ivan Knezevic setzte sich am Elfmeterpunkt gegen gleich drei Gegenspieler durch, nach einem klaren Schubser blieb der Pfiff von Schiedsrichter Gschwendtner aus. Der Ärger aber währte nur kurz, keine vier Minuten später galt es zu jubeln: Dominik Schmitt zog einen Freistoß aus dem Halbfeld zum Tor hin, der völlig alleingelassene Knezevic musste das Leder nur noch an Keeper Sturm vorbeischieben (77.). "Ein bisschen fühlt man sich als Verlierer", gestand Marc Reinhardt nach Spielende ein, "wenn du in der 93. Minute das Gegentor kassierst." Und sein Gegenüber pflichtete ihm bei: "Der Punkt ist natürlich glücklich, da Bayreuth ab der 30. Minute immer stärker wurde", so Seethaler. Dass er jubeln durfte, war Leonard Meyer zu verdanken. Der jagte das Leder aus 16 Metern sehenswert in den Winkel. Seethaler: "Hauptsache, er war drin. Auch wenn es vorher vielleicht Abseits war." Am Ende machten sich die fehlenden Kraftreserven nach einer intensiven Aufholjagd bemerkbar. Doch selbst das hätten die Altstädter fast noch repariert: Golla zielte mit dem Schlusspfiff knapp daneben.
FCU: Sturm - Hofmaier, Brandstetter, Morou (79. Söltl), Faber, Hofmann (78. Putta), Sabbagh, Mayer, Büchel, Arkadas A., Schmidt P. (58. Kubica). - SpVgg: Hempfling - Dengler, Kolbeck, Weber, Golla, Wolf, Schmitt, Held (78. Schneider), Böhnlein, Hobsch (68. Bruno), Knezevic (85. Renger). - SR: Gschwendtner (Wurmannsquick). - ZS: 230. - Tore: 1:0 Hofmann (17.), 1:1 Böhnlein K. (70.), 1:2 Knezevic (77.), 2:2 Mayer (90.)
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