Bayreuth
Eishockey

Bayreuth Tigers besiegen Bad Nauheim und verlieren in Frankfurt

Bayreuth Tigers bleiben nach dem verdienten 3:2 gegen den EC Bad Nauheim und der 2:6-Niederlage bei den Löwen Frankfurt ein Play-off-Anwärter.
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Jubel nach dem 1:0: Die Bayreuther (von links) Valentin Busch, Luca Gläser und Sebastian Busch freuen sich über ihre tolle Kombination, die zum Führungstreffer gegen den EC Bad Nauheim führte.  Foto: Peter Mularczyk
Jubel nach dem 1:0: Die Bayreuther (von links) Valentin Busch, Luca Gläser und Sebastian Busch freuen sich über ihre tolle Kombination, die zum Führungstreffer gegen den EC Bad Nauheim führte. Foto: Peter Mularczyk
Mit einem Sieg und einer Niederlage endete für die Bayreuth Tigers das Hessen-Wochenende in der DEL2. Der Eishockey-Zweitligist besiegte den EC Bad Nauheim mit 3:2 (2:1, 1:0, 0:1) und verlor beim amtierenden Zweitliga-Meister Löwen Frankfurt trotz guter Leistung mit 2:6 (0:1, 1:2, 1:3).


DEL2

Bayreuth Tigers - EC Bad Nauheim 3:2

Den Hausherren hat die spielfreie Verschnaufpause während des Deutschland-Cups sichtlich gut getan: Gegen Bad Nauheim hatten sie einen perfekten Start. Valentin Busch passte nach einem Scheibengewinn in der Ecke auf seinen Bruder Sebastian, der bewies ebenfalls Übersicht und bediente Luca Gläser - 1:0. Nur 97 Sekunden später stand es 2:0. Den Gästen war in Überzahl ein schwerer Abwehrfehler unterlaufen, den Verteidiger Jonas Gerstung in Torjägermanier nutzte. Zudem traf Sebastian Mayer (12.) noch den Pfosten des EC-Tores.

Erst jetzt fanden die Nauheimer ins Spiel. Ihre Angriffsbemühungen wurden in Überzahl mit dem Anschlusstreffer von Radek Krestan belohnt. Tigers-Torwart Tomas Vosvrda hielt die knappe Führung der Bayreuther bis zur ersten Drittelpause fest.

Bad Nauheim startete stürmisch in den zweiten Abschnitt, doch die Tigers befreiten sich von diesem Druck und zeigten mehrere gute Angriffe. So vergaben Ivan Kolozvary und Andreas Geigenmüller Großchancen. Der dritte Bayreuther Treffer gelang dann Jozef Potac. Der Routinier traf mit einem hartem Schuss von der blauen Linie.


Starke Abwehrleistung

Mit diesem Zweitorevorsprung ging es ins letzte Drittel. Hier traten die Bayreuther in der Rückwärtsbewegung souverän auf und unterbanden frühzeitig die Nauheimer Angriffe. Zudem sicherten sie sich die besseren Chancen. Kolozvary und Yannick Drews verpassten die Vorentscheidung. So glaubten die Gäste weiter an ihre Chance und kreierten in der Schlussphase einige gefährliche Situationen vor dem Bayreuther Tor. Erneut Krestan gelang der Anschlusstreffer, erneut in Überzahl.

Doch weitere Großchancen verhinderten die gut organisierten Gastgeber und sicherten sich den verdienten Heimsieg.

Bayreuth Tigers: Vosvrda - Gerstung, Pavlu, Heider, Neher, Müller, Potac, Mayer - S. Busch, Geigenmüller, Drews, Voronov, Kolozvary, Bartosch, Alanov, V. Busch, Stas, Gläser
Zuschauer: 1585. - Strafminuten: Bayreuth 10, Bad Nauheim 6. - Tore: 1:0 (5.) Gläser (S. Busch, V. Busch), 2:0 (6.) Gerstung (Bartosch, Kolozvary - 4 gegen 5), 2:1 (17.) Krestan (Sylvester, Meland - 5 gegen 4), 3:1 (40.) Potac (Kolozvary, Neher), 3:2 (56.) Krestan (Meland, Lange - 5 gegen 4).

Löwen Frankfurt - Bayreuth Tigers 6:2


Lange hielten die Tigers mit dem DEL2-Topteam mit und lieferten einen großen Kampf. Die Niederlage fiel etwas zu hoch aus. "Frankfurt war die überlegene Mannschaft und hat verdient gewonnen. Das muss man ganz klar anerkennen", sagte Tigers-Teammanager Dietmar Habnitt. "Aber wir hatten durchaus Chancen. Wenn wir nach dem 3:2-Anschlusstreffer nicht sehr schnell das nächste Tor kassieren, schaut es vielleicht ganz anders aus. Insgesamt bin ich nicht enttäuscht. Die Jungs haben alles gegeben."

Zu Beginn zeigten die Tigers zweimal starkes Unterzahlspiel und hielten das torlose Remis. Dabei blieb es auch als die Tigers zwei Überzahl-Chancen hatten. In der Folge war Frankfurt das aktivere Team, tat sich jedoch gegen die kompakt stehenden Bayreuther sehr schwer. Doch in der 18. Minute nutzte Vadislav Filin einen Abpraller von der Bande zum 1:0.

Im zweiten Abschnitt erhöhte Frankfurt den Druck. Nils Liesegang scheiterte am Pfosten. Zudem musste Tigers-Torwart Tomas Vosvrda mehrmals sein Können beweisen. Gerade als sich die Bayreuther etwas befreit hatten, gelang den Löwen bei einem schnellen Gegenzug das 2:0. Als Tim Schüle unbedrängt an die Scheibe kam, stand es 3:0. Die Tigers waren davon aber nicht geschockt und erarbeiteten sich einige Chancen. Michal Bartosch belohnte das Engagement der Tigers mit dem Treffer zum 3:1.

Zu Beginn des Schlussabschnitts neutralisierten sich die Teams. Erst in der 47. Minute gab es eine gefährliche Angriffsaktion - und die war erfolgreich. Andreas Geigenmüller nahm bei einem Konter genau Maß und erzielte das 3:2. Doch nur zwei Minuten später zerstörte Tyler Grons Treffer zum 4:2 die Hoffnungen der Gäste auf eine Überraschung. Mit zwei Überzahl-Treffern erhöhten die Frankfurter noch auf 6:2.

Bayreuth Tigers: Vosvrda - Gerstung, Pavlu, Heider, Neher, Müller, Potac, Mayer - S. Busch, Geigenmüller, Drews, Voronov, Kolozvary, Bartosch, Alanov, V. Busch, Gläser, Linden
Zuschauer: 5167. - Strafminuten: Frankfurt 8, Bayreuth 10 + 10 gegen Müller. - Tore: 1:0 (18.) Filin (Gläßl, Pistilli), 2:0 (28.) Gron (Pistilli, Liesegang) 3:0 Schüle (Strecht, Breitkreuz), 3:1 (37.) Bartosch (Müller, Heider), 3:2 (47.) Geigenmüller, 4:2 (49.) Gron (Liesegang, Pistilli), 5:2 (52.) Stretch (Liesegang, Schüle - 5 gegen 4), 6:2 (55.) Filin (Jarrett, Card - 5 gegen 4).
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