Heinersreuth
Fußball-Relegation

VfB Kulmbach steigt nach fünf Jahren aus der Bezirksliga ab

Der VfB Kulmbach muss nach fünf Jahren zurück in die Kreisliga. In der Bezirksliga-Relegation unterlagen die Metzdorfer dem TSV St. Johannis Bayreuth 1:2.
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Pech für Christopher Wohlfart: Der VfB-Stürmer trifft hier nur die Latte. Foto: Peter Mularczyk
Pech für Christopher Wohlfart: Der VfB-Stürmer trifft hier nur die Latte. Foto: Peter Mularczyk
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Der VfB Kulmbach muss nach fünf Jahren den bitteren Gang zurück in die Fußball-Bezirksliga Ost antreten. Die Metzdorfer verloren am Samstagabend gleich das erste Relegationsspiel gegen den Kreisliga-Vizemeister TSV St. Johannis Bayreuth vor 500 Zuschauern in Heinersreuth mit 1:2. Die "Kanzer" brauchen aber noch zwei Siege zum Aufstieg.

Schon nach sechs Minuten traf Christopher Wohlfart nur die Latte des Bayreuther Tores. Drei Minuten später brachte Semih Sener den VfB in Führung. Es schien alles für den Kulmbacher Bezirksligisten zu laufen, zumal die "Kanzer" zunächst gehörigen Respekt vor den Bierstädtern hatten. Der war aber eher unbegründet, wie sich später herausstellen sollte, denn der VfB beschränkte sich darauf, den knappen Vorsprung zu verwalten, als diesen auszubauen.

Es dauerte bis zur 25. Minute, ehe Bayreuth etwas druckvoller agierte. Niklas Launay bot sich die Chance zum Ausgleich, doch er zögerte zu lange.

Der VfB hatte aber dennoch in der 28. und 29. Minute zwei Riesenmöglichkeiten zum 2:0, als Wohlfart allein vor TSV-Keeper Yanick Kellner scheiterte und Seners Schuss in letzter Sekunde von Dominik Hofmann zur Ecke abgeblockt wurde.

Nur drei Minuten später kam der TSV St. Johannis zum Ausgleich. Allerdings eher zufällig, denn im Anschluss an einen Freistoß kam Constantin Keil frei zum Kopfball. Sowohl VfB-Keeper Claudio Dresel als auch Abwehrspieler Mario Brauernsreuther machten dabei alles andere als eine glückliche Figur.

VfB-Spieler Reuther versuchte es nochmals mit einem strammen Distanzschuss, den TSV-Keeper Kellner aber sicher parierte. Noch einmal verriet Metzdorfs Keeper Dresel Unsicherheiten, ehe nahezu mit dem Halbzeitpfiff das 2:1 für Bayreuth fiel. Dem Treffer ging ein gelungener Spielzug der "Kanzer" voraus. Der ungdeckte Benedict Keil verwertete eine Flanke aus zwölf Metern direkt - unhaltbar für Dresel.

Nach dem Wechsel hatte Bayreuth mehr vom Spiel. Der VfB hatte im Spielaufbau große Probleme. Der Kreisliga-Vizemeister ließ nun reihenweise beste Chancen liegen (Benedict Keil, Niklas Launay, Niklas Niebe und Michael Kögler). So war der VfB mit der 1:2-Niederlage noch gut bedient.


"Haben uns selbst geschlagen"

VfB-Trainer Klaus Eichhorn war natürlich enttäuscht, denn seine Mannschaft zeigte nur in der Anfangsphase, was in ihr steckt. "Wir haben uns selber geschlagen, denn Bayreuth hat aus Nichts zwei Tore gemacht. Es waren zwei Standards, die Kanzer wussten offensichtlich, dass wir da verwundbar sind. Unser Gegner hat verdient gewonnen. Wir wollten nicht mit langen Bällen spielen, aber genau das hat die Mannschaft gemacht. Meine Spieler waren vom Kopf her leer. Sie sind zwei Jahre an ihre Grenzen gegangen und es fehlte die körperliche Frische. Wir sind nicht in diesem Spiel abgestiegen, sondern schon in den letzten Saisonspielen. Am Samstag war lediglich der absolute Tiefpunkt."


VfB Kulmbach - TSV St. Johannis Bayreuth 1:2 (1:2)
VfB Kulmbach: Dresel - Kodisch, Braunersreuther, Wachter, Krauß, Reuther, Wagner, Müller, Sener (68. Sesselmann), Höfner (58. Ittner), Wohlfart.
TSV St. Johannis Bayreuth:
Kellner - Hofmann, Meier, Heim, Strobel, Kögler, Launay, B. Keil, Fleissner (86. Linss), C. Keil (80. L. Fleischmann) , Schwartje (65. Niebel).
Tore: 1:0 Sener (9.); 1:1 C. Keil (29.); 1:2 B. Keil (45.). - Schiedsrichter: Denzlein (Hochstadt). - Zuschauer: 467 (in Heinersreuth).
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