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Triathlon

Triathlon in Trebgast: Zwei Kulmbacher auf dem Treppchen

Nadja Lindner und Carsten Friedmann vom ASV werden beim Triathlon in Trebgast Dritte. Unter den Startern waren auch Europameister Andreas Dreitz.
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Erstmals war beim Kulmbacher Triathlon die Radstrecke komplett für den öffentlichen Verkehr gesperrt. So hatten die Sportler und Sportlerinnen die ganze Straße für sich. Foto: Karl Heinz Weber
Erstmals war beim Kulmbacher Triathlon die Radstrecke komplett für den öffentlichen Verkehr gesperrt. So hatten die Sportler und Sportlerinnen die ganze Straße für sich. Foto: Karl Heinz Weber
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Fast 300 Ausdauersportler und sieben Staffeln starteten beim Kapuziner Alkoholfrei Triathlon in Trebgast. Im Volkstriathlon, der mäßig besetzt war, glänzten Nadja Lindner und Carsten Friedmann vom ASV Kulmbach mit Top-Zeiten und belegten jeweils Rang 3.

Ausrichter ATS Kulmbach hatte die Distanzen die Sprintstrecke (750 m Schwimmen/20 km Radfahren/5 km Laufen) verkürzt, um erstmals die Radstrecke komplett für den Verkehr sperren zu können und somit mehr Sicherheit für die Sportler zu erreichen.

Dass der Wettkampf rund um den Trebgaster Badesee stattfand, hatte die Vorteile einer zentralen Organisation, Übersichtlichkeit für die Zuschauer und kurze Wege für die Athleten (Dusche, Wechselzonen usw.).
Zunächst kämpften die Mannschaften der 2. Bundesliga und Regionalliga um Punkte. Das Rennen war sehr ausgeglichen, zumal für die Ligateams Windschattenfahren erlaubt war. Bei der Rehleithen oberhalb von Lindau war der Wendepunkt. Zurück in Lindau ging es dann nach rechts Richtung Waldau und dort bei Fohlenhof nach links zum Bahnübergang, ehe die Strecke nach links auf den Radweg zum Badesee zurück einbog. Es waren zwei Runden zu absolvieren.

Zum Abschluss standen drei Runden Laufen um den See auf dem Programm. Vier Athleten pro Team kamen in die Wertung. Der bekannteste einheimische Triathlet, Europameister Andreas Dreitz (Gesamtzeit 52:49 Minuten) aus Michelau, startete für den SSV Forchheim und belegte hinter dem Erlanger Fabian Kraft (52:36) den 2. Platz in der Ligawertung. Dritter wurde David Brenner vom Team Nikar Heidelberg (52:57). In der Mannschaftswertung siegte das Team Nikar Heidelberg vor dem DSW Darmstadt und dem Triathlon Team Tus Griesheim.

Bei den Damen zog sich das Starterfeld nach dem Schwimmen schon etwas weiter auseinander. Auf der Radstrecke wurde dann in der stärksten Gruppe schon das eine oder andere taktische "Pläuschen" gehalten. Doch auf der Laufstrecke schenkten sich die Damen dann nichts mehr. Es siegte Janina Lorenz vor Johanna Ahrens (beide MRRC München Triathlon Team) vor Karoline Degenhardt vom Post-SV Tübingen.

In der Teamwertung gewann der MRRC München überlegen vor Tristar Regensburg und dem ASC Darmstadt. Für den SV Bayreuth, der Rang 3 belegte, startete die Kulmbacherin Inka Schäfer, die in 1:03,41 Stunden Zweite in der Jugend A wurde.
In der Regionalliga der Herren waren die besten Herren noch schneller als die der 2. Bundesliga. Niklas Hirmke (Freilassing (51:50), Frederic Funk (Grassau/51:58) und Felix Weiss (Team Arndt/52:31) unterboten die Zeiten der besten Bundesligastarter. Hier siegte das Team Grassau II vor dem RSV Freilassing und dem Team Arndt Roth.

Bei den Damen der Regionalliga waren Tamara Hitz (Immenstadt) vor Hanna Krauß und Lena Gottwald (beide SSV Forchheim) die Schnellsten in ihren Teams. Die Mannschaftswertung entschied der SSV Forchheim vor Immenstadt und Regensburg II für sich.

Da zu den Ligawettbewerben auch die bayerischen Meisterschaften der Elite (Einzelstart/Bayerische Startlizenz) ausgetragen wurden, gab es auch noch die bayerischen Meister zu ehren. Hier siegte bei den Damen Delphine Halberstadt (Münster) vor Tamara Hitz (Kult 1983) und Michelle Braun (TSV Altenfurt). Bei den Herren holte sich den Titel Niklas Hirmke (Freilassing) vor Frederic Funk (Grassau) und Felix Weiss (Team Arndt).


Volkstriathlon

Der Volkstriathlon wurde dann auf der gleichen Distanz ausgetragen. Hier durfte mit Neoprenanzug geschwommen werden, allerdings war Windschattenfahren verboten. Fast 100 nervöse und motivierte Sportler aller Altersklassen kämpften sich mehr oder weniger elegant durch die Fluten des Badesees. Mit ihnen starteten auch einige Staffeln. Ganz vorne gingen Franz Prell und Lucas Dittwar vom ATS zeitgleich für ihre Staffeln aus dem Wasser.

Auf der Radstrecke wurde sehr diszipliniert gefahren, die wellige Strecke war anspruchsvoller als gedacht, der Wind kam als Störfaktor dazu. Bei nahezu 30 Grad Celcius ging es dann auf die fast schattenfreie Laufstrecke drei Runden um den See.

Bei den Staffeln siegte Team Spontan (Katharina Lang/Christian Gründel/Martin Militzke/55:00) vor dem Team BMW Herrnleben Icehouse (Arndt Neubauer/Andras Hacke/Holger Wintzer/55:34) und dem Team Oberpfalz (Jürgen Leipold/Roland Ziegaus/Markus Legat/57:94).

In der Herreneinzelwertung gewann Peter Kredel /Tria Team Michelstadt (58:22) vor Jan Hewndrik Nothbar (Tri Michels Hamburg (58:58) und Carsten Friedmann (ASV Triathlon Kulmbach/1:00).

Schnellste Dame war Ann-Lena Pohl (Team Erdinger Greisheim/1:00:35) vor Kristina Sendel (SV Bayreuth/1:04:38), die tags zuvor den Steinachtallauf über 16,6 Kilometer gewonnen hatte, und Nadja Lindner (ASV Triathlon Kulmbach (1:04:55). Nicole Allstadt vom ASV Kulmbach (1:14:40) siegte in der AK Senioren 1 ganz knapp vor Petra Steger vom ASC Kronach.

Bei den Herren gewann Dieter Nußgräber die Seniorenklasse 6 in beachtlichen 1:17:16.
Die Organisatoren um Helmut Dorsch und Ulrich Deichsel waren mit der Premiere auf der Sprintstrecke sehr zufrieden. Wie sich der "Kapuziner Alkoholfrei Triathlon" in und um Kulmbach entwickelt, wird sich zeigen.


Interview mit Andreas Dreitz

Nachfolgend ein Kurzinterview mit Triathlon-Profi Andreas Dreitz, der in der 2. Bundesliga für den SSV Forchheim startete und dessen Vater beim Volkstriathlon am Start war und in 1:14:03 Stunden finishte.

Andreas, wie war Dein Wettkampf?
Es ist gut gelaufen. Wir hatten im Team eine gute Gruppe auf dem Rad.

Was ist Dein nächster Wettkampf?
In nächster Zeit steht viel auf dem Plan, zunächst aber die Challenge in der Tschechischen Republik

Kannst Du noch selbst entscheiden, welche Wettkämpfe Du absolvierst?
Ja, eigentlich schon, aber man muss schon auf Sponsorenwünsche Rücksicht nehmen.
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