Neudrossenfeld
Fussball

TSV freut sich auf viele Derbys

Zum Saisonauftakt der Landesliga Nordost bekommt es Neudrossenfeld mit zwei hochkarätigen Mannschaften zu tun.
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Claudio Bargenda (r.) und der TSV Neudrossenfeld treffen in der kommenden Saison der Landesliga Nordost auf zahlreiche Klubs aus Oberfranken wie die SpVgg Bayreuth II, den FC Lichtenfels, den VfL Frohnlach, den SV Memmelsdorf und die SpVgg Selbitz. Foto: Alexander Muck
Claudio Bargenda (r.) und der TSV Neudrossenfeld treffen in der kommenden Saison der Landesliga Nordost auf zahlreiche Klubs aus Oberfranken wie die SpVgg Bayreuth II, den FC Lichtenfels, den VfL Frohnlach, den SV Memmelsdorf und die SpVgg Selbitz. Foto: Alexander Muck
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Der TSV Neudrossenfeld hat ein hammerhartes Auftaktprogramm in der Fußball-Landesliga Nordost vor sich: Die "Grün-Weißen" gastieren am Sonntag, 16. Juli, beim TSV Buch und empfangen danach unter der Woche den SC Quelle Fürth - zwei absolute Top-Teams der vergangenen Saison.


Rückblick

Der TSV wollte als Bayernligaabsteiger im Konzert der Großen dabei sein. TSV-Coach Werner Thomas: "Wir hatten uns in der Vorrunde beziehungsweise die ersten zehn Spiele vorgenommen, dass wir Kontakt nach oben halten. Doch dann mussten wir das Ziel revidieren. Zur Winterpause waren wir nicht mehr in der Schlagdistanz zu den führenden Mannschaften. Danach hat es besser funktioniert, und in der Rückrundentabelle standen wir auf Platz 3. Damit konnten wir zufrieden sein - aber mit der Vorrunde nicht."


Der Kader

Der TSV hat einige Abgänge zu verkraften: Florian Ascherl (Trainer ATS Kulmbach), Kevin Diwersi (Ziel unbekannt), Florian Hoffmann und Kevin König (gehen beide zum Studium ins Ausland), Philipp Lämmert (Doktorarbeit), Lorenz Hoffmann (SpVgg Goldkronach) und Frank Zapf (Karrierende).
Der größte Verlust ist aber ohne Zweifel Sebastian Lattermann: "Wenn der Torjäger wegfällt, der 26 Mal in der Serie getroffen hat, ist es natürlich ein schmerzlicher Verlust, aber wir versuchen, die Offensive in dieser Saison auf mehrere Schultern zu verteilen und den Weggang damit zu kompensieren", sagt Thomas.
Als Zugänge sind zu verzeichnen: Dorian Carl (ATS Kulmbach), Hannes Greef (BSC Saas Bayreuth), Alexander Günther (ATS Kulmbach), André Haack (TSV Stadtsteinach), Carsten Hahn (FC Coburg), Michael Hamacher (TSV Stadststeinach), Fabian Möckel (SpVgg Bayreuth/Junioren) und Levin Pauli (ATS Kulmbach).
Pauli gilt als Ausnahme-Fußballer in der Region und ist wohl der "Toptransfer" beim TSV. Thomas schränkt aber ein: "Wir haben uns bewusst für alle entschieden, weil wir der Überzeugung sind, dass sie uns alle weiterhelfen. André Haack und Michael Hamacher kommen aus der Kreisliga - wir wollen ihnen einfach die Möglichkeit geben, sich bei uns weiterzuentwickeln und höherklassig anzugreifen." Mit Pauli, der zum Studium bislang in Regensburg war und auch mit dem Zweitligisten Jahn Regensburg in Verbindung gebracht wurde, war der TSV schon länger in Kontakt. "Wir freuen uns, dass sich Levin für uns entschieden hat. Er will den nächsten Schritt in seiner Entwicklung machen. Er ist flexibel einsetzbar", sagt Thomas.


Die Liga

Bei der Frage nach den Meisterschaftskandidaten für die kommende Saison hat Thomas gleich mehrere Vereine auf dem Schirm: "Es werden die Mannschaften aus dem Nürnberger Raum vorne dabei sein, die auch kein Hehl daraus machen, dass sie aufsteigen wollen - wie der ATSV Erlangen oder der SC Feucht, der aus der Bayernliga abgestiegen ist. Es werden aber auch Mannschaften wie der TSV Buch und der SC Quelle Fürth vorne zu sehen sein. Das sind für mich die absoluten Favoriten."
Was die möglichen Kandidaten für den Abstieg angeht, will sich der TSV-Coach nicht festlegen: "Das ist ganz schwer zu sagen, und da will ich auch kein Statement abgeben."
Besonders freut sich der TSV-Coach auf die Derbys mit den beiden Neulingen TSV Sonnefeld und SV Friesen, gegen die beiden Bayreuther Vereine, den FSV und SpVgg II, sowie den VfL Frohnlach, den FC Lichtenfels, den SV Memmelsdorf, den SV Mitterteich und die SpVgg Selbitz.


Die Ziele

"Wir werden wie im letzten Jahr das Ziel ausgeben, dass wir am Anfang immer noch mit einer Schlagdistanz zu den Vereinen sind, die vorne mitspielen", sagt Thomas.
Mit Sebastian Brand als Co-Trainer arbeitet er jetzt im zweiten Jahr zusammen: "Wir harmonieren gut. Sebastian hat seinen Athletiktrainerschein gemacht und bringt da viele neue, moderne Sachen mit rein. Da kann ich auch noch viel lernen. Wir ergänzen uns da gut. Ich denke, das merkt die Mannschaft auch bei den Trainingseinheiten." Brand sieht es ähnlich: "Die Zusammenarbeit ist wirklich überragend. Ich habe einen Trainer vor mir, der über jahrelange, hochklassige Erfahrungen als Fußballer verfügt und von dem ich viel lernen kann."
Was die Wünsche für die neue Saison angeht, so hofft Thomas, dass die Mannschaft von Verletzungen verschont bleibt: "Wir haben Qualität in der Mannschaft, eine gute Mischung zwischen Alt und Jung. Unser Kader hat einen Altersdurchschnitt von 23 Jahren und ist damit einer der jüngsten. Wir haben Potenzial, und ich wünsche mir, dass wir die Ziele, die wir uns heuer gesteckt haben, auch erreichen. Wir möchten hier mittelfristig etwas aufbauen, das Team zusammenhalten und künftig nur punktuell verstärken."
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