Der frühere Weltklasseschwimmer, der 1980 auf den Bruststrecken für die Olympischen Spiele in Moskau nominiert war, aber wegen des Boykotts der westlichen Länder nicht starten konnte, wurde nur 54 Jahre alt. Er hinterlässt einen 21-jährigen Sohn.

Todesursache wird untersucht

Die Kriminalpolizei Bayreuth hat die Ermittlungen aufgenommen. "Wie es in solchen Fällen üblich ist, wird die Todesursache untersucht", erklärte ein Polizeisprecher. Laut Kripo gibt es zum jetzigen Zeitpunkt keine Hinweise auf ein Fremdverschulden. "Es deutet alles darauf hin, dass es sich um einen Unglücksfall handelt."
Die Polizei wurde am Donnerstag gegen 12 Uhr verständigt. Darauf fuhr ein Streifenwagen nach Leuchau, und die Beamten fanden den 54-Jährigen auf der Terrasse liegend. Über den Todeszeitpunkt machte die Polizei keine Angaben.
Wolfgang Pirl war Gründungsmitglied des Ausdauersportvereins (ASV) Kulmbach sowie des Bayerischen Triathlon-Verbandes, dessen Sportwart er bis zu seinem Tode war. Einen Namen machte er sich auch als Organisator von zahlreichen Triathlon-Veranstaltungen in Kulmbach. So lockte er zu Deutschen Meisterschaften etliche Top-Stars der Szene in die Bierstadt, unter anderem die Hawaii-Sieger Thomas Hellriegel, Faris Al-Sultan und Norman Stadler.
Als Seniorenschwimmer gewann er zwölf Deutsche Meisterschaften, drei Mal EM-Silber und als Höhepunkt seiner Karriere zwei Mal Gold bei der Weltmeisterschaft 2008 in Perth (Australien) in der Altersklasse 50.