Der Sieger vom Sparda Team Rechberg benötigte für die zwei Kilometer Schwimmen, 85 Kilometer Radfahren und 20 Kilometer Laufen 3:58:40 Stunden und kam damit 1:27 Minuten vor seinem Namensvetter vom Tri Team Schongau ins Ziel. Bei den Frauen gewann Dana Wagner vom WSV Wolfenbüttel in 4:33:19 Stunden, sie verbesserte ihre Zeit aus dem Vorjahr um fast 14 Minuten.
Stefanie Kuhnert (VfL Pfullingen) war als Erste aus dem Trebgaster Badesee gekommen. Sie hatte sich nach der ersten Runde bereits um etwa eine halbe Minute von Mitfavoritin Heike Funk abgesetzt. Diesen Vorsprung konnte sie auf der zweiten Runde verdoppeln. Am Ende waren es dann fast zwei Minuten, die sie mit auf die Radstrecke nahm. Bei den fünf Minuten später gestarteten Männern sah zunächst alles nach einem Start-Ziel-Sieg des Kölners Niclas Bock aus. Er hatte fast von Beginn an geführt und stieg etwa 25 Sekunden vor seinem Vereinskollegen Alexander Schilling aus dem Wasser. Auf den Radrunden baute er seinen Vorsprung kontinuierlich auf sechs Minuten aus, verlor dann auf dem Schlussstück nach Kulmbach aber schon etwas Zeit.
Bei den Frauen blieb zunächst Kuhnert in Front, die Konkurrentinnen kamen aber immer näher. In der zweiten Runde hatte dann schon die Vorjahresachte Dana Wagner die Führung übernommen, und Heike Funk war fast an Kuhnert dran. Beim Wechsel in Kulmbach lag Wagner etwa eineinhalb Minuten vor Katrin Esefeld und knapp vier Minuten vor Funk.
Was dann auf der Laufstrecke geschah, war höchstinteressant. Esefeld überholte Wagner und sah schon wie die sichere Siegerin aus. Doch die Frau aus Wolfenbüttel kam noch einmal zurück - und schließlich mit über einer Minute Vorsprung ins Ziel. Bei den Männern büßte Niclas Bock auf der ersten Laufrunde etwa zwei Minuten ein. Auf der zweiten waren es dann sechs, so dass sich der 21-Jährige mit Rang drei begnügen musste: "Beim Schwimmen bin ich volles Rohr gegangen. Auf dem Rad ist es mir gut gelungen, mein Rennen zu machen und die anderen zum Arbeiten zu zwingen. Als mir mein Trainer den Riesenvorsprung zugerufen hat, dachte ich aber kurz, er hätte sich verzählt. Beim Laufen sind die beiden dann wie zwei Irre an mir vorbei, und es kam mir so vor, als ob ich stehen würde."
"Die zwei Schmids haben ihre Klasse auch schon international unter Beweis gestellt. Ich bin rundum zufrieden", sagte Organisator Wolfgang Pirl. Als beste Kulmbacher landeten Nadja Lindner (5:10:15) auf Platz 28 und Markus Weihermüller (4:54:31) auf Rang 146. Christof Schmidt (4:05:04) vom SV Bayreuth wurde sogar Fünfter.
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