Kulmbach
Jeder gegen jeden (11)

Sind Ihnen Ihre Wähler egal?

Vor der Bundestagswahl am 24. September haben wir die Kandidaten im Wahlkreis Kulmbach zum verbalen Schlagabtausch geladen.
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Heute: Georg Hock (AfD) fordert Thomas Bauske (SPD) heraus.

Die Regeln unserer Serie "Jeder gegen Jeden" zur Bundestagswahl sind denkbar einfach: Jeder Kandidat darf jedem anderen Kandidaten eine Frage stellen. Nach der Antwort des Befragten hat der Fragesteller noch die Möglichkeit, darauf zu reagieren. Heute möchte Georg Hock (AfD) von Thomas Bauske (SPD) mehr zur Energiepolitik wissen.


Georg Hock: Warum unterstützt die SPD eine einseitige Energiepolitik, welche zu einem andauernden Anstieg der Strompreise führt und damit besonders für Menschen mit kleinem Einkommen zu einer unerträglichen Belastung führt? Sind der SPD die Lebensverhältnisse Ihrer Wählerschaft egal?

Thomas Bauske: Mir sind die Lebensverhältnisse meiner Mitmenschen niemals egal, egal ob sie mich wählen oder nicht oder ob mir ihre Lebensart, ihre Herkunft oder ihre Religion passen oder nicht. Genau das unterscheidet uns ja von der AfD. Und wenn Sie ernsthaft glauben, ich würde wie die AfD immer noch der Atom- und Kohlelobby nach dem Mund reden, obwohl diese jahrzehntelang mit Subventionen aus dem Steuertopf gemästet wurden, dann irren Sie sich. Ich bekenne mich klar: Wir brauchen in Deutschland die ökologische Wende.
Der Klimawandel ist Tatsache und der Einsatz der Kernenergie fahrlässig. Aus diesem Grund haben wir in den letzten Jahren dafür gesorgt, dass der Ausstieg aus der Atomkraft nun Realität wird und trotzdem eine Energieversorgung für alle weiterhin gewährleistet ist. Dies kostet uns aber noch weitere Anstrengungen, und wir haben ganz genau die Bürgerinnen und Bürger im Blick. Deshalb investieren wir nicht nur in die Energiepolitik, sondern auch gezielt bei Familien und Alleinerziehenden.

Mit der Familienarbeitszeit unterstützen wir Familien dabei, mehr Zeit füreinander zu haben: mit dem Recht, weniger zu arbeiten. Ein Familiengeld von 300 Euro wird monatlich vom Staat gezahlt, denn Kinder und ihre Erziehung ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Und so bleibt auch für pflegebedürftige Angehörige Zeit. Eltern können sich Beruf, Kindererziehung und Hausarbeit besser aufteilen.

Wer möchte, sollte auch einen Platz in der Ganztagsschule bekommen: Auch nachmittags lernen alle zusammen, machen Musik oder spielen miteinander. Außerdem gibt es ein warmes Mittagessen. Eltern können ihren Beruf ausüben, wenn sie das wollen.

Eltern zahlen Miete, bestreiten den Lebensunterhalt und wollen auch mal in den Urlaub fahren. Dafür gehen sie arbeiten. Deshalb sind sie darauf angewiesen, dass ihre Kinder gut betreut sind. Aus diesem Grund machen wir die Kita kostenlos und schaffen die Gebühren schrittweise ab.

Und wir entlasten Familien bei Steuern und Abgaben, damit vom Lohn mehr übrigbleibt. Wir sorgen dafür, dass Kinder im Steuerrecht besser berücksichtigt und Familien mit kleinen Einkommen gezielter unterstützt werden.

Georg Hock: Tatsache ist, dass seit dem überhasteten Ausstieg aus der Atomenergie der Strompreis ständig weiter steigt. Nutznießer sind in erster Linie die Betreiber von Windkraft- und Solaranlagen, zulasten desjenigen Teils der Bevölkerung, der sich an solch spekulativen Investitionen nicht beteiligen kann. In Ihren weiteren Ausführungen zu Familienarbeitszeit und Ganztagsschulen antworten sie auf Fragen, die ich nicht gestellt habe.

Im Teil 12 unserer Serie fragt Georg Hock (AfD) die Kandidatin der CSU, Emmi Zeulner, morgen nach ihrer Zuzugspolitik.
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Hinweis der Redaktion: Argumente und Thesen stammen vom jeweiligen Kandidaten und sind redaktionell weder gegenrecherchiert noch in irgendeiner Weise bearbeitet.

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