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Wiedersehen

Poldis Jungs feiern in Kulmbach großes Wiedersehen

Zum Ehemaligentreffen der einstigen Knabenkapelle Kulmbach kamen rund 50 Musikbegeisterte und schwelgten in Erinnerungen.
"Ich bin so glücklich", freute sich Revival-Initiator Willy Kastner über den Riesenandrang.  Foto: Sonny Adam
 
von SONNY ADAM
"Weißt du noch, damals in Paris. Der Poldi ist ins Wasser gefallen", erzählte Willy Kastner und hatte auch gleich das passende alte Foto dabei. Gelächter bei den Gleichaltrigen. Und noch so manche Anekdote wurde erzählt: von ausgebüxten Jugendlichen, von Bierseligkeit und anderen Streichen.


Auftritte in Lederhosen


"Ich bin ja schon fast 50 Jahre nicht mehr in Kulmbach, lebe in Nagold in Baden-Württemberg. Aber als ich erfahren habe, dass sich die ehemaligen Mitglieder der Knabenkapelle treffen, bin ich gerne gekommen", sagte Helmut Steeger. Er war ein Gründungsmitglied der Kulmbacher Knabenkapelle. "In der Zeit, als ich dabei war, sind wir in Lederhosen aufgetreten. Ich habe B-Klarinette gespielt", erzählt der 74-Jährige.

"Wir hatten eine rote Weste, eine blaue Jacke und einen Dreispitz", ergänzte Reiner Hofmann. Der Kulmbacher Stadtarchivar hatte schon damals eine Leidenschaft fürs Sammeln. Er hat zum Treffen der "alten" Knaben seine eigene Uniform mitgebracht. "Ach, die habe ich damals einfach nicht zurückgegeben", sagte er. Beim Revival ist er mit seinem Erinnerungsstück ein Held. "Ich bin inzwischen rausgewachsen", sagte Hofmann.

"Mit neun Jahren bin ich zur Knabenkapelle. Ich habe Tenorhorn gespielt, heute spiele ich beim Musikverein Burghaig Bariton", so Hofmann. Zur gleichen Zeit - von 1957 bis 1963 - war auch Didi Arlt (72) dabei . "Die Knabenkapelle war damals schon was. Wir sind in der Welt herumgekommen. Ich erinnere mich an Reisen nach Paris, zur Kieler Woche und zum Gäubodenfest", erzählte Arlt.


Viele Erinnerungsfotos


Viele Ehemalige haben Erinnerungsfotos mitgebracht. Adam Fleischer (67) steuerte zum Gelingen des Abends ganz andere alte Aufnahmen bei. Er besitzt noch ein Tonbandgerät aus den Sechzigern, voll funktionsfähig. "Ich weiß noch, wie wir den damaligen Verteidigungsminister Franz Josef Strauß in Bonn besucht haben, wie wir in der Villa Hammerschmidt bei Karl Heinrich Lübke waren", schwärmte Fleischer.

Siegfried Küfner (64) berichtete davon, dass er nach seiner Zeit beim Poldi Schott ins Polizeimusikcorps nach München gegangen ist. "Am schönsten war es für uns, wenn wir unsere Uniformen angezogen haben und uns gefühlt haben wie kleine Könige", so Küfner. Er war nicht alleine bei der Knabenkapelle, auch seine Brüder Helmut, Ferdinand und Dieter waren mit von der Partie.

Beim Treffen in der Kommunbräu feierten die ehemaligen Mitglieder der Knabenkapelle "ihren Poldi". Schott wäre im Mai 2017 hundert Jahre alt geworden. Stadtkapellen-Dirigent Thomas Besand möchte beim Neujahrskonzert 2018 ein Erinnerungsstück spielen. "Ich habe eine besondere Beziehung zum Poldi Schott. Denn er war mein erster Hornlehrer und ein väterlicher Freund. Ich habe viele Noten von ihm geerbt, auch einige Waldhörner", sagte Besand.

Dann wieder schallendes Gelächter am Nachbartisch. "Weißt du noch, damals in Paris. Wir haben ein Fußballspiel ausgetragen", lachten einige. Auch Erich Wöchele (65), heute noch aktiver Trompeter, Alfred Thurn (67) und Heinz Schaller (71) steckten die Köpfe zusammen, amüsierten sich über die Bilder. "Aber schöne Burschen waren wir schon", brachte Schaller das, was alle dachten, auf den Punkt.
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