Nach dem wohl schwärzesten Tag ihrer Geschichte blickt die Weidmeser Feuerwehr wieder optimistisch in die Zukunft. Am Morgen des 1. Mai war der in Eigenregie errichtete Schulungsraum ein Raub der Flammen geworden, jetzt richtete die Zimmerei Wegmann aus Hohenberg an der Eger das neue Dachgebälk auf.

Zimmerer Philipp Steinsdörfer ließ in seinem zünftigen Richtspruch die Marktgemeinde Grafengehaig als Bauherrn, die am Wiederaufbau beteiligten Handwerker und die Weidmeser Wehr hochleben.


Feueralarm in den frühen Morgenstunden


Ein Blick zurück: Gegen 6 Uhr brach am 1. Mai ein Feuer in den Schulungsraum aus. Die Kräfte der umliegenden Feuerwehren konnten zügig eingreifen und die Flammen unter Kontrolle bringen. Doch trotz des schnellen Eingreifens der rund 50 Helfer entstand ein hoher Sachschaden von rund 150 000 Euro.

Bürgermeister Werner Burger berichtete dem Gemeinderat am 28. August, dass die Versicherung den Fall geprüft, begutachtet und abgeschlossen habe. Die Experten stellten fest, dass der Neubau des Schulungsraums auf den noch bestehenden Fundamenten kostengünstiger als eine Sanierung komme. Die Schadensumme am Gebäude - ohne Inneneinrichtung - wurde auf 120 525 Euro beziffert.


Fleißige Arbeiter


Das günstigste Angebot für den Wiederaufbau gab die Firma Lösch aus Thiersheim ab, der der Gemeinderat auch einstimmig den Auftrag erteilte. In den vergangenen Wochen wurde auf der Baustelle fleißig gearbeitet, und jetzt konnte Richtfest gefeiert werden.

Vorsitzender Christian Fittner erinnerte an das erste Richtfest vor 24 Jahren. Zeuge sei damals Bürgermeister Fritz Schramm, zugleich Kreisbrandrat, gewesen.


Ein "bewegender Akt"


Bürgermeister Werner Burger sprach von einem "bewegenden Akt". Er richtete einen großen Dank an Christian Fittner für seinen außerordentlichen Einsatz und lobte die bisher von der Firma Lösch geleisteten Arbeiten, die zügig weitergehen sollen. Im Beisein der Aktiven machte das Gemeindeoberhaupt deutlich, dass die kleinen Wehren in den Ortsteilen gebraucht werden, sind seien doch auch die Kulturträger der Dörfer.

Kreisbrandmeister Ywes Wächter schaute zurück auf den 1. Mai, als auch die Weidmeser Feuerwehrleute selbst mit löschten, doch gegen die Flammen nicht viel ausrichten konnten. Nun laufe alles in die richtige Richtung und es gelte, diese aktive Truppe weiter zu fördern und zu unterstützen.