Marienweiher
Weihnachtskonzert

Musikverein und Alphornbläser versprühen weihnachtlichen Glanz

Dirigent Peter Weiß spornte den Musikverein Marktleugast in der Basilika Marienweiher zu Höchstleistungen an.
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Die Patersberger Alphornbläser bereicherten das Konzert in der Basilika. Foto: Werner Reißaus
Die Patersberger Alphornbläser bereicherten das Konzert in der Basilika. Foto: Werner Reißaus
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In der Weihnachtszeit strahlt die Päpstliche Basilika einen besonderen Glanz aus, der am zweiten Weihnachtsfeiertag mit dem Konzert des Musikvereins 1895 Marktleugast jedes Jahr aufs Neue noch übertroffen wird. Seit Tagen fieberten die Besucher dem Abend entgegen. Und sie wurden nicht enttäuscht: Dirigent Peter Weiß spornte sein Orchester vor ausverkauftem Haus zu Höchstleistungen an.


Alphörner und Orgelklang


Einen Hauch alpenländischer Volksmusik zauberten die Patersberger Alphornbläser in die Basilika, und der Kulmbacher Dekanatskantor Wolfgang Trottmann leitete eine großartige Veranstaltung passend mit einem Weihnachts-Präludium an der Orgel ein. Harald Kratkai sorgte mit seinen besinnlichen Kurzgeschichten für willkommene Kurzpausen des Orchesters.

Pfarrer Adrian hatte den Besuchern ein reiches und buntes Programm angekündigt - und dabei nicht zu viel versprochen. Was aber anders war als sonst: Es gab keine Solisten.

Der Musikverein Marktleugast eröffnete das Konzert mit "Fanfare for the Common Man", dem bekanntesten Stück des amerikanischen Komponisten Aaron Copland. Eindrucksvoller und mächtiger konnten die Aktiven das Konzert nicht beginnen. Es folgte die spannende Ouvertüre zu "Titus" von Wolfgang Amadeus Mozart, der diese Oper unter großem Zeitdruck und in depressiver Verfassung geschrieben hatte. Einen ersten, fulminanten Schlusspunkt setzte Peter Weiß mit seinem Orchester mit dem "Exodus Song" von Ernest Gold, einem amerikanischen Komponisten österreichischer Herkunft, der als Fünfjähriger zu komponieren begann und damals als Wunderkind galt.


Willkommene Bereicherung


Die Patersberger Alphornbläser bildeten mit ihrem Leiter Siegbert Unger ohne Zweifel eine willkommene Bereicherung. Sie waren mit den Titeln "Uf der Rossweid", "Am Dorfrand" und "Bim Wägchrüz" sowie im zweiten Beitrag mit "Allgäuer Hirtenruf Nr.2" und "Der Berg ruft" zu hören.
Das "Halleluja" von Georg Friedrich Händel gehört wohl zu den bekanntesten Musikstücken überhaupt. Es beginnt "leichtfüßig", aber im Verlauf bringen Pauken und Trompeten eine wirkungsvolle Steigerung hinzu. Mit dem Klavierzyklus "Bilder einer Ausstellung" von Modest Mussorgski ließ der Musikverein geniales Werk mit einem großen Finale folgen. Wolfgang Trottmann zog an der Orgel alle Register.

Mit "A Christmas Festival", einem festlichen Weihnachts-Medley von Leroy Anderson, leitete das Orchester die Schlussphase des Konzerts ein. Das bekannte "Jingle Bells" durfte ebenso nicht fehlen wie "Stille Naxht, heilige Nacht". Es folgten "Nessum Dorma", ein Arrangement von Takashi Hoshide aus Puccinis Oper "Turandot", und Peter Maffays "Nessaja".

Auch der Schlusspunkt mit dem Orchestermarsch "Pomp and Circumstance No. 1" des englischen Komponisten Edward Elgar war treffend gewählt.


Nachwuchs am Dirigentenpult


Mit Theresa Motschmann und Julian Will erhielten zwei junge Musiker die Möglichkeit, bei zwei Stücken die Orchesterleitung zu übernehmen. "Nervös war ich nicht, aber man ist halt ein wenig angespannt und das ist ja auch wichtig", sagte die 22-jährige Theresa Motschmann. Für Julian Will war es das erste Mal, dass er als Dirigent vor seinen Kollegen stand. Die Musik wurde ihm schon in die Wiege gelegt: "Ich bin aber der Einzige in unserer Familie, der in die klassische Richtung gegangen ist. Für uns beide war es eine super Sache, sich einmal als Dirigent auszuprobieren, das Gelernte auch einmal praktisch anzuwenden. Es ist super, dass uns unsere Kollegen akzeptieren. Das ist nicht selbstverständlich."

Dirigent Peter Weiß war nach dem Konzert zu Recht stolz auf seine Aktiven: "Das Weihnachtskonzert in der Basilika schafft eine besondere Atmosphäre. Auch ,Stille Nacht' am Schluss ist Gänsehaut-Feelingpur. Die meditative Ruhe und Stimmung in der Basilika haben einen besonderen Reiz, es macht jedes Jahr wieder Spaß, ist aber auch anstrengend. Wir haben eine super Harmonie im Orchester und wenn es zur Sache geht, arbeitet jeder mit."

Vorsitzender Georg Purucker dankte am Schluss nicht nur den Kirchenpflegern der Wallfahrtskirche sondern auch dem Bauhof der Marktgemeinde Marktleugast für die Unterstützung. Traditionell wurde das Konzert mit dem gemeinsam gesungenen Lied "Stille Nacht, heilige Nacht" abgeschlossen.
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