Mainleus
Ausstellung

"Mainleus Moto": Feuerwehr und blitzendes Chrom

Die Gefährte, die vom Oldtimer-Stammtisch Kulmbach in der alten Spinnerei in Mainleus gezeigt wurden, begeisterten Männer und Frauen, jung und alt.
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Der alte VW-Bus, ein T1 Samba-Bus, gehörte zu den Höhepunkten der Ausstellung. Liebhaber zahlen für solch ein Gefährt Preise bis zu 200000 Euro. Über dieses Prunkstück freuten sich auch der Vorsitzende des Oldtimer-Stammtisches Kulmbach, Walter Schaller (rechts) und Sebastian Türk.Sonny Adam
Der alte VW-Bus, ein T1 Samba-Bus, gehörte zu den Höhepunkten der Ausstellung. Liebhaber zahlen für solch ein Gefährt Preise bis zu 200000 Euro. Über dieses Prunkstück freuten sich auch der Vorsitzende des Oldtimer-Stammtisches Kulmbach, Walter Schaller (rechts) und Sebastian Türk.Sonny Adam
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Nur ein einziges Feuerwehrauto präsentierte sich bei der großen Ausstellung rund ums Mainleuser Feuerwehrzentrum nicht in Rot: "die Susi", wie das LF 15 aus dem Besitz der Freiwilligen Feuerwehr Mainleus liebevoll betitelt wird. Der Grund: Susi stammt aus dem Jahr 1942 - und damals war die Feuerwehr grün.

Ein Fahrzeug, das die Blicke auf sich zog, steuerte Ulf Fischer aus Alladorf zur Ausstellung bei. Denn er hatte sich zu seinem 50. Geburtstag ein Feuerwehrauto gewünscht. Ein Jahr lang hat Fischer an seinem seltenen Barkas, Baujahr 1983, geschraubt und gewerkelt. Jetzt ist es vorzeigefähig, aber fertig ist das Gefährt noch lange nicht. "Die Innenausstattung muss ich noch machen", erklärte der stolze Eigentümer. Nur 2500 Barkas dieser Art liefen im Laufe der DDR-Geschichte vom Band, im Jahr 1983 wurden gerade einmal 115 Stück gebaut. "Dieses Auto war für fünf Leute gedacht, es hatte drei Atemschutzausrüstungen an Bord", weiß Fischer.


Weite Anreise

Nicht nur Feuerwehren aus der Region kamen zum Hallenfest der Feuerwehr Mainleus und präsentierten die alten Gefährte, sondern die Oldi-Fans nahmen teilweise weite Anreisen in Kauf. Sehenswert waren die alten Autos allemal. Und beeindruckend. Aus Windischeschenbach reiste ein LF 16/TS aus dem Jahr 1960 an. Mit runden Kotflügeln, in Weiß lackiert. Noch älter war das Fahrzeug der Feuerwehr Maierhof von 1956. Normalerweise ist es im Dampflokmuseum zu sehen, nur ausnahmsweise wurde es ausgefahren.

Die Feuerwehrfahrzeugeausstellung ergänzte "Mainleus Moto" in der alten Spinnerei. Der Oldtimer-Stammtisch präsentierte in den alten Hallen mehr als 40 automobile Schätzchen. Der Vorsitzende des Stammtisches, Walter Schaller, steuerte beispielsweise einen Morris Minor Traveller aus dem Jahr 1963 bei. "Das Auto habe ich jetzt schon sieben Jahre im Besitz. Ich habe es in England komplett nach meinen Wünschen restaurieren lassen."


Prunkstück: ein VW-Bus T1

Eines der Prunkstücke: ein VW-Bus. Nicht irgendein Exemplar, sondern ein T1 Samba-Bus. Liebhaber zahlen zwischen 50 000 und 200 000 Euro dafür.

"Ich war gestern noch auf der IAA, aber diese alten Autos sind einfach faszinierend", zeigte sich Besucher Mathias Warwel begeistert. Und auch sein sieben Jahre alter Sohn war beeindruckt. "Die Ferraris sind toll." Beim Publikum kamen allerdings nicht nur die großen Schlitten an, auch die kleinen Fiats und natürlich die VW Käfer ernteten viel Sympathie.

Die Autos, die bei dieser Neuauflage von "Mainleus Moto" gezeigt wurden, stammten ausnahmslos von Mitgliedern des Kulmbacher Oldtimer-Stammtisches. "Das Gelände der alten Spinnerei ist ideal für Oldifans. Hier könnte sich eine Szene entfalten", freute sich Sebastian Türk von Mainleus Invest über die vielen Besucher.

Bei der Oldiausstellung wurde auch das Kesselhaus geöffnet und illuminiert. Das Kesselhaus und die Baumwollhallen bilden den ältesten Teil des Spinnereigeländes und stammen aus dem Jahr 1908. Erst 1959 wurde die gesamte Anlage in ein Kraftwerk umgebaut - seitdem wurde hier Strom erzeugt. Das Kesselhaus ist noch komplett erhalten, gewährt auch heute noch einen interessanten Einblick in ein Stück Mainleuser Industriegeschichte.

Übrigens steht schon am heutigen Montag das Schicksal des Spinnereigeländes auf der Tagesordnung des Gemeinderates.
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