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Musik

Liedermacher trafen sich in Schwingen

"Songs am Lagerfeuer": In Schwingen gaben am Wochenende die Liedermacher den Ton an.
Liedermacher-Treffen in Schwingen Foto: Horst Wunner
 
von HORST WUNNER
Erst die untergehende Sonne hinter Winni's Musikscheune, die Staffage für einen wunderschönen Liedermacher-Abend ist: Mitten in der Streuobstwiese, nicht weit der Fischteich und weiter hinaus ein Stück Prärie. Ein Lagerfeuer lodert. Wie geschaffen für eine Musik, die nicht laut und schreiend daherkommt. Vielmehr zum Nachdenken anregt, in einer Phonzahl, die dem Ohr gut tut.

Es ist eine der seltenen Gelegenheiten, bei denen alles passt: Die oben auf der Bühne haben eine Symmetrie mit denen unten im Gras, ungeteilte Aufmerksamkeit, leises Mitsummen und kaum sichtbares Mitwippen, man wird in den Bann gezogen.


Ein echter Könner

Vor allem als Reiner Rumpf aus München, der Franken so mag, mit seiner Gitarre erscheint. Er ist ein echter Könner, ein Mann mit durchwegs anspruchsvollen Texten, die auch politisch angereichert sind.

Er greift Themen auf wie eine vergebliche Wohnungssuche, die im Wohnwagenkauf und autarkem Leben mündet. Vom Stau bei Irschenberg am ersten Urlaubstag, vom "Kopf auf der Schiene", was letztlich glimpflich endet, weil Petrus den Lebensmüden wieder auf die Erde schickt.

Die Zuneigung zu Franken ist sprichwörtlich und summiert sich dennoch zu "Bayern und Franken gehören zusammen". Und dann noch sein melancholisches Lied über die "Zerborstenen Blumen" am Felsen der irischen Küste, sehnsuchtsvolle Einsamkeit, Überlebenswille. Landschaftsmalerei in Bluesform. Der Text erinnert an die Novelle "Irisches Tagebuch" von Heinrich Böll.

Die zahlreichen Besucher, echte Folk-Fans, hören genau hin, alle Gespräche verstummen. Reiner Rumpf ist der Star, ohne die Leistungen der Kollegen zu schmälern.


Hohes Niveau

Denn auch sie halten das Niveau der "Songs am Lagerfeuer" hoch. Wie der Bayreuther Sandy Wolfrum, der Kostproben seines Könnens gibt aus der neuen CD "Fairness". Mit "Segeln ohne Wind", was heißt, aus eigener Kraft tätig zu werden, Initiativen zu ergreifen. Sandy hat das gewisse Etwas, das Publikum mitzunehmen.

Das Duo "LeNo" alias Lemmy (E-Gitarre) und Norbert Appel (Accustic-Gitarre) beschwört Nostalgie herauf, einfühlsam und echt. "Der Mond hat uns damals inspiriert" oder "Ich wünsch, Du wärst do" sind die Liebesbotschaften der zwei Bayreuther, die seit Jahrzehnten der fränkischen Folklore ein Gesicht geben. Songs von Eric Clapton werden mit eigenen Texten lokal geschmückt.

Zum Abschluss nochmals eine Gruppe aus der näheren Region: "The True Colors". Mit Agathe Wachter und Doris Holhut (beide Gitarre und Gesang), Thomas Heinl (Gitarre), Roland Ramming (Schlagzeug) und Winni Ramming (Bass). Sie bringen internationalen Folk so dezent und sauber rüber, dass man Lust auf mehr gehabt hätte.

So wird nächtliche Romantik noch emporgehoben. Es war ein klein bisschen wie "Sommer auf Schloss Banz".
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