Trebgast
Gemeinderat

Lange Schließzeiten nerven Trebgaster

Immer wieder beschweren sich Bürger darüber, dass in Trebgast die Schranken an den zwei Bahnübergängen bis zu fast drei Minuten geschlossen sind.
Artikel einbetten
Bis zu drei Minuten bleiben die Schranken an den Bahnübergängen in Trebgast zum Teil geschlossen. Symbolbild: Patrick Pleul/dpa
Bis zu drei Minuten bleiben die Schranken an den Bahnübergängen in Trebgast zum Teil geschlossen. Symbolbild: Patrick Pleul/dpa
Vor allem im Kreuzungsbereich in der Ortsmitte kommt es dabei sehr häufig zu Behinderungen durch Autos, die sich in der Kulmbacher Straße teilweise bis zur Sparkasse und weiter zurückstauen. Zweiter Bürgermeister Albert Kolb verlas in der Sitzung die Antwort der DB auf seine Anfrage, ob hier keine Besserung herbeigeführt werden kann: "Ursächlicher Grund dafür sind die bei Zugkreuzung wirkenden sogenannten Durchrutschwege (das sind die Abschnitte hinter den Signalen), die aus Sicherheitsgründen frei von Fahrzeugen gehalten werden müssen, um den Bremsweg des Zuges selbst bei irrtümlichem Überfahren des Signals sicherzustellen. Im Bahnhof Trebgast ist aufgrund der örtlich vorhandenen Durchrutschwege die Geschwindigkeit von 40 km/h bei aus beiden Richtungen zeitgleich einfahrenden Zügen vorgegeben. Da die regelmäßigen Zugkreuzungen in Trebgast einen Fixpunkt für den SPNV-Taktverkehr im Raum Bayreuth bilden, lässt sich an diesem Verfahrensablauf derzeit nichts ändern."
Mit dieser Antwort waren nicht alle Räte zufrieden. Werner Köstner (SPD/WG) wand ein: "Das ist nur die halbe Wahrheit, denn nicht immer kommt es zu einem Kreuzungsverkehr. Es gibt immer wieder einzelne Züge, die in den Bahnhof einfahren." Martin Sesselmann (SPD/WG) war dafür, nicht auf Konfrontation mit der Bahn zu gehen und eine kooperative Lösung zu suchen.
Bürgermeister Werner Diersch will auch keine Konfrontation mit der Bahn. "Wir haben eine schöne Bahnhofsanlage mit einem barrierefreien Mittelbahnsteig und eine Zugfrequenz, von der viele träumen." Er plädierte dafür, von der Bahn eine Analyse des Zugverkehrs in Trebgast anzufordern, aus der der Anteil der nichtkreuzenden Züge ersichtlich ist. Vielleicht gelinge es, zumindest dafür eine Entlastung zu erreichen.


Abwasser wird wohl teurer

Der vierjährige Kalkulationszeitraum für die Schmutz- und
Niederschlagswasser-Gebühren läuft am 31.12.2017 aus. Nach der jetzigen Sachlage ergibt sich daraus eine Kostenunterdeckung, die wahrscheinlich zu einer Gebührenerhöhung ab 1. Januar 2018 führen wird. Da der rechtzeitige Abschluss der Gebührenkalkulation bis zum 31. Dezember nicht möglich ist, verabschiedete das Gremium folgenden Bevorratungsbeschluss: Der Gemeinderat wird im ersten Halbjahr 2018, spätestens bis 30. Juni die Beitrags- und Gebührensatzung ändern. Die Gebühren werden rückwirkend zum 1. Januar 2018 neu festgesetzt.
Im Juni 2015 hat die Gemeinde den Bahnhof gekauft. Der Awo-Kreisverband Kulmbach hat im Januar 2017 den Zuschlag bekommen, im Gebäude eine Senioren-Begegnungsstätte mit Tagespflegeplätzen zu betreiben. Im Rahmen der Förderoffensive Nordostbayern hat jetzt die Regierung von Oberfranken dem vorzeitigen Baubeginn zugestimmt. Die Gemeinde rechnet mit Baukosten von 1,9 Millionen Euro. Noch nicht ermittelt wurden die nichtrentierlichen Leistungen, das heißt die laufenden Mieteinnahmen, die von einer Förderung ausgenommen sind. "Obwohl wir den förderfähigen Betrag noch nicht kennen, sollten wir jetzt die ersten Aufträge vergeben, etwa für den Rückbau des Gebäudes", appellierte der Bürgermeister an das Gremium. Zweiter Bürgermeister Albert Kolb (SPD/WG) stimmte ihm zu: "Wir waren die ersten, die eine Förderung beantragt haben. Jetzt sollten wir auch anfangen."
Im Trebgaster Gemeinderat setzte die neue Allianz-Managerin Annabelle Ohla ihre Vorstellungsbesuche bei den 14 ILE-Gemeinden fort. Ihre Aufgabe ist es in erster Linie, das bei der ILE-Gründung 2008 festgezurrte "Integrierte Ländliche Entwicklungskonzept (ILEK)" zu koordinieren und umzusetzen. Dabei kommt es darauf an, über die jeweiligen Gemeindegrenzen hinauszuschauen und die Stärken der angeschlossenen Gemeinden zu bündeln. Als aktuelle Projekte nannte sie die Entwicklung eines Fernwegenetzes und das Niederschlags-Abflussmodell im Einzugsbereich des Weißen Main. "Aber die ILE will auch präsenter werden, ein eigenes Logo und eine Internetseite entwickeln, sowie ihre Informationen auch über die Gemeindeblätter streuen", nannte sie weitere Ziele ihrer Arbeit.
Gemäß eines Beschlusses der Kommandantenversammlung werden bei der Firma Ludwig Feuerschutz in Bindlach für die drei gemeindlichen Feuerwehren 13 Überjacken für die Atemschutzträger bestellt. Die erforderlichen 4428,59 Euro sind im Budget vorhanden. Für Mittel aus der Städtebauförderung wird für 2018 Bedarf für folgende Maßnahmen angemeldet: Sanierungsgebiete Bahnhofs-, Raiffeisengebäude und Rathaus (Fenster), Weiherweg-Brücke bis Turnhalle, Beleuchtung Bahnhof bis Turnhalle, kommunales Förderprogramm. Durch die geplante Umgestaltung der Bahnhofstraße werden dort unter anderem die Parkplätze für die Benutzer der Bahn wegfallen. Für diese Pendler sollen Parkmöglichkeiten am Steinhauerplatz geschaffen werden.
Verwandte Artikel
Verwandte Fotoserien
Noch keine Kommentare
Sie sind nicht angemeldet.
Sie müssen angemeldet sein, um Kommentieren zu können!
registrieren