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Gemeinderatsbeschluss

Harsdorfer Festplatz erhält vier Winterlinden

Die Umgestaltungsmaßnahmen am Festplatz, die in der letzten Gemeinderatssitzung sehr emotional diskutiert worden waren, sind nunmehr beschlossene Sache.
Zur Umgestaltung des Festplatzes fiel bei der Sitzung am Dienstagabend eine Entscheidung: An den mit Holzpflöcken markierten Stellen werden großkronige Winterlinden gepflanzt.Werner Reißaus
 
von WERNER REIßAUS
Während die beabsichtigte Umgestaltung am Friedhof mit Blick für den Landesentscheid einstimmig durchgewunken wurde, setzte es beim Festplatz einen Kompromiss. Dieser wurde gegen die Stimmen von Zweitem Bürgermeister Manfred Zapf (CSU) und der Gemeinderäte Helmut Hofmann (CSU) und Thomas Böhner (FW) mit großer Mehrheit beschlossen: Es werden jetzt vier großkronige Bäume in einer Reihe, mit einem Pflanzabstand von sechs Metern, gepflanzt.
Außerdem beschäftigte sich der Gemeinderat am Dienstagabend mit Nachträgen bei den vergebenen Gewerken für die energetische Sanierung und den barrierefreien Zugang zum Gemeindezentrum "Zur Tanne". Dabei zeigte Bürgermeister Günther Hübner (CSU) auf, dass bislang rund 450 000 Euro verbaut wurden. Knapp 40 000 Euro stehen für weitere Gewerke noch zur Vergabe an. Mehrkosten entstehen bei den Gewerken Sanitär und Lüftung, Dachdecker- und Zimmererarbeiten sowie bei der Heizung.
Zugestimmt wurden folgenden Nachträgen: Sanitär/Lüftung: Firma Schwender Haustechnik, Thurnau, 9216 Euro; Dachdecker- und Zimmererarbeiten: Zimmerei Lauterbach, Sandreuth/Harsdorf, 10 252 Euro; Heizung: Hopf KG, Bayreuth, 202 Euro. Mit dem Verzicht auf ein zweites Brandschutzfenster bei den WC-Anlagen werden rund 7000 Euro eingespart.
Vergeben wurden die Schutzgeländer für den Balkon und die Rampe zum Aufzug. Hier waren zwar zehn Firmen zur Angebotsabgabe aufgefordert worden, aber nur die Firma Metallbau Schmidt, Harsdorf, gab ein Angebot ab. Die Kosten belaufen sich auf 6310 Euro und liegen nur geringfügig über der Kostenschätzung des Architekturbüros Just, Bindlach.


Kosten "förmlich explodiert"

Zurückgestellt wurden die beabsichtigten Vergaben für die Revitalisierung des früheren Bräuhauses. Wie Architekt Berthold Just berichtete, haben die Submission der Baumeister- und Dachdecker-/Zimmererarbeiten erhebliche Kostenmehrungen gegenüber der Kostenschätzung ergeben. Während die Kostenmehrung bei den Dachdecker- und Zimmererarbeiten nur bei rund 7000 Euro lag, sind die Kosten für die Baumeisterarbeiten förmlich explodiert: Sie liegen mit rund 123 000 Euro rund 80 Prozent über der ursprünglichen Kostenermittlung.
Bürgermeister Hübner kündigte hier ein Gespräch mit dem Amt für Ländliche Entwicklung in Bamberg an, das die Maßnahme aus Mitteln der Dorferneuerung fördert. Eine Vergabe dieser Arbeiten wurde für die Sitzung am 7. November angekündigt. Hübner: "Ich hoffe, dass es gut geht!"
Aus der jüngsten Sitzung der ILE "Fränkisches Markgrafen- und Bischofsland" berichtete der Bürgermeister, dass sich die neu eingestellte Allianz-Managerin in einer der nächsten Sitzungen des Gemeinderates vorstellen werde. Die Gemeinde Harsdorf hat für die Sanierung von Kern- und Freizeitwegen mehrere Maßnahmen bei der ILE angemeldet, daneben auch eine weitere Maßnahme zum Hochwasserschutz im "Altenreuther Tal". Doch hier will Harsdorf nicht vorausgehen, sondern - wie der Bürgermeister ankündigte - zurückstehen: "Hier sind die Gemeinden gefragt, die mit aktuellen Hochwasserschäden zu kämpfen haben."


Flächendeckendes Breitband

Weitere Berichte folgten aus der jüngsten Sitzung der Gemeinschaftsversammlung der VG Trebgast und von einem Ortstermin zum DSL-Ausbau. Verwaltungsleiterin Karin Winkler erklärte, dass von dem Ingenieur-Büro Reuther Net-Consulting, Bad Staffelstein, ein Masterplan für alle Gemeinden der VG Trebgast erstellt werde, der eine flächendeckende Breitbandversorgung mit mindestens 30 Mbit vorsieht.
Bürgermeister Günther Hübner ergänzte dazu: "Wir müssen schauen, dass wir über eine gute Infrastruktur verfügen. Was mich allerdings bei der bevorstehenden Digitalisierung ärgert, das ist die fehlende Sicherheit."
Bekanntgegeben wurde die Anordnung vom Amt für Ländliche Entwicklung Oberfranken zur einfachen Dorferneuerung Harsdorf. Wie Bürgermeister Hübner dazu mitteilte, betrifft das mitgeteilte Fördergebiet den alten Ortskern von Harsdorf, ohne die Neubaugebiete. Förderfähig ist hier die Beseitigung innerörtlicher Leerstände im nichtöffentlichen Bereich durch dorfgerechte Um-, An- und Ausbaumaßnahmen sowie die dorfgerechte Erhaltung, Umnutzung und Gestaltung von Wohn-, Wirtschafts- und Nebengebäuden; dies schließe Abbruch, Entsorgung und Entsiegelung sowie dorfgerechte Ersatzbauten zur gestalterischen Anpassung oder zur Innenentwicklung ein. Der Fördersatz betrage maximal 30 Prozent, höchstens jedoch 30 000 Euro je Anwesen. Bei ortsplanerisch, kulturhistorisch oder denkmalpflegerisch besonders wertvollen Bauwerken würden maximal 60 Prozent, höchstens jedoch 60 000 Euro je Anwesen gewährt.
Aus der nichtöffentlichen Sitzung vom 27. September berichtete Bürgermeister Hübner, dass hier die Wasserversorgung von Ramsenthal und Harsdorf das zentrale Thema gewesen sei. Eine klare Linie habe sich aber noch nicht herauskristallisiert: "Wir haben noch keine Patentlösung!"


Kosten für Wasserversorgung

Klar sei lediglich, dass die wasserrechtliche Erlaubnis für den Tiefbrunnen ausgelaufen ist und für eine gesicherte Wasserversorgung mit Kosten von rund einer halben Million Euro gerechnet werden müsse. In der Bürgerversammlung am 17. November will Hübner erste Informationen geben und vor allem die Problemstellungen darlegen.
Die Gemeinde Harsdorf wird die Herausgabe weiterer Heimatbücher von Dieter Eichner unterstützen, wie Bürgermeister Hübner mitteilte. Dabei geht es um die Fortführung der Ortschronik von 1998 bis heute und um das Buch "Geschichten einer fränkischen Gemeinde".
Gemeinderat Stefan Holzheu (SPD) regte an, sich Gedanken über die Willkommenskultur zu machen, um Neubürger in der Gemeinde Harsdorf zum Mitmachen anzusprechen.
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