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Jeder gegen jeden (41)

Grundeinkommen - wie geht das?

Vor der Bundestagswahl am 24. September haben wir die Kandidaten im Wahlkreis Kulmbach zum verbalen Schlagabtausch geladen.
 
Heute: Emmi Zeulner (CSU) fordert Oswald Greim (Die Linke)heraus.

Die Regeln unserer Serie "Jeder gegen jeden" zur Bundestagswahl sind denkbar einfach: Jeder Kandidat darf jedem anderen Kandidaten eine Frage stellen. Nach der Antwort des Befragten hat der Fragesteller noch die Möglichkeit, darauf zu reagieren. Heute will Emmi Zeulner (CSU) von Oswald Greim (Die Linke) wissen, wie das bedingungslose Grundeinkommen funktionieren soll.

Emmi Zeulner: Die Linke fordert ein bedingungsloses Grundeinkommen. Der Grundsatz "Arbeit muss sich lohnen" würde dadurch ad absurdum geführt. Wie sollen die Menschen dann noch zum Arbeiten motiviert werden und wie soll das finanziert werden?

Oswald Greim: Die Linke fordert kein bedingungsloses Grundeinkommen. Die Linke fordert eine sanktionsfreie Mindestsicherung von 1050 Euro, sowohl bei Arbeitslosen als auch bei Rentnern - da heißt es solidarische Mindestrente.
In unserer Partei wird wohl über ein bedingungsloses Grundeinkommen diskutiert, wie in anderen gesellschaftlichen Gruppen auch. Herr Althaus, CDU, ehemaliger Ministerpräsident von Thüringen, ist einer der Befürworter eines solchen Grundeinkommens.

Ich selber befürchte durch solch ein Grundeinkommen weniger massenhafte Arbeitsverweigerung, sondern ein weiteres Aufweichen und Zusammenbrechen des Tarifsystems, wie wir es schon durch Hartz IV hatten. Dies wurde auf Druck von uns und den Gewerkschaften mit dem Mindestlohn, der immer noch nicht hoch genug ist, etwas abgebremst.
Es könnten dann immer mehr Arbeitnehmer als Bezahlung den zu niedrigen Mindestlohn akzeptieren, der dann zu ihrem bedingungslosen Grundeinkommen dazu kommt, statt sich gewerkschaftlich zu organisieren, um gute Tariflöhne zu erkämpfen.

In diesem Sinne teile ich ihre Meinung "Arbeit muss sich lohnen", weil Arbeitslöhne durch ein bedingungsloses Grundeinkommen sinken würden und Arbeit sich dann immer weniger lohnt.

Emmi Zeulner:
Vielen Dank für Ihre ehrliche Antwort. Aber sie vernebelt die Realität.

Bei der Debatte um ein bedingungsloses Grundeinkommen geht es um eine grundsätzliche Haltung. Um eine nachhaltige Veränderung der Gesellschaft. Darum, die Grundzüge der sozialen Marktwirtschaft wie "Leistung muss sich lohnen" und "Hilfe zur Selbsthilfe" abzuschaffen.

Dafür stehen die Linke und all diejenigen, die sich für diese Partei engagieren.

Im Teil 42 unserer Serie fragt Emmi Zeulner (CSU) Thomas Bauske danach, wie er seine Verwurzelung in Bayreuth mit einem Mandat in Kulmbach verbinden will.

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Hinweis der Redaktion: Argumente und Thesen stammen vom jeweiligen Kandidaten und sind redaktionell weder gegenrecherchiert noch in irgendeiner Weise bearbeitet.

zum Thema "Jeder gegen jeden"

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