Das Ende der alten Ausstellungsräume im im Bayerischen Brauerei- und Bäckereimuseum im Mönchshof ist schon beschlossene Sache: Mit den modernen Kunstwerken und ihrer Ausstellung "Handschriften" verleiht die Schwabinger Künstlerin Eva Kunstmann dem Ausstellungsraum aber vor dem Umbau zum Gewürzmuseum noch einmal Glanz.
Die Münchner Künstlerin, die sich die Techniken autodidaktisch beigebracht hat, aber seit 27 Jahren ausschließlich "in Kunst macht" Eva Kunstmann zeigt abstrakte Bilder, die Raum für immer neue Entdeckungen lassen.

Schriftzeichen und Noten.


Chinesische und indische Schriftzeichen oder Zeichen aus ferneren Kulturen sind in die Bilder ein-collagiert, Notenschriften und Partituren treten bei genauem Hinschauen zu Tage und manchmal auch florale Elemente. Details dazu erläuterte als Laudatorin Karla Müller.
Während sich Eva Kunstmann (62) normalerweise sehr stark an en Vertikal- und Querachsen orientiert, kreist sie neuerdings ums Zentrum. "Die Künstlerin verweist auf etwas und sie lässt sich nicht festlegen. Wir sind es selbst, die den Sinn konstruieren", so Müller. Tatsächlich sind die Bilder abstrakt, grafisch schlicht oder wild. Oft tragen die Bilder musikalische Titel wie "Ferne Klänge", "Dreiklang", "Intermezzo" oder "Etüde". Und das hat wohl etwas mit dem Werdegang der Künstlerin zu tun. Denn Eva Kunstmann ist studierte Musikerin. "Aber ich habe diesen Beruf nie ausgeübt. Mir fehlte bei der Musik das handwerkliche Element", erzählt die Künstlerin
Ein neues Element im Schaffen von Eva Kunstmann sei zudem die Verwendung der Farbe Gold. Doch eine Farbe kommt bei Eva Kunstmann nie vor: Grün. "Grün kommt ja in der Natur so oft vor, wenn ich etwas Forales in die Bilder einfließen lasse, dann muss es ein Kontrast sein, dann muss ich im abstrakten Bereich bleiben", erklärt Eva Kunstmann.