Kulmbach
Benefiz

Eine Kulmbacher Stiftung will Kindern Hoffnung schenken

Eine Kulmbacher Stiftung möchte armen Kindern in Indien und Afrika helfen.
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Die Spendenbox der Stiftung "Hoffnungsstrahl" bei der "Drossenfelder Weihnacht" füllte sich mit 724,50 Euro. Diese Summe übergab Ute Caspar-Gundel, Vorsitzende des katholischen Pfarrgemeinderats an Pater Thomas Muttan. Foto: Horst Wunner
Die Spendenbox der Stiftung "Hoffnungsstrahl" bei der "Drossenfelder Weihnacht" füllte sich mit 724,50 Euro. Diese Summe übergab Ute Caspar-Gundel, Vorsitzende des katholischen Pfarrgemeinderats an Pater Thomas Muttan. Foto: Horst Wunner
Seit Mai 2016 gibt es die Stiftung "Hoffnungsstrahl" mit Sitz in Kulmbach. Sie hilft Kindern in Indien und Afrika, die auf der Straße leben, Lumpen sammeln müssen oder behindert sind. Die Mitglieder wollen ihnen einen Schulbesuch und eine Ausbildung ermöglichen.


Ein "Haus der Liebe"


Erste Erfolge kann die Stiftung bereits verbuchen: Mitfinanziert durch Spendengelder wurde im indischen Kerbala ein Heim für Mädchen und Jungen gebaut. Es heißt "Snehalaya", was "Haus der Liebe" bedeutet. Und es ist diese Liebe, die Pater Thomas Muttam und seine Helfer in Besitz genommen hat, sie wollen dem Elend etwas entgegensetzen. "Denn auf staatliche Hilfe können sich die Armen nicht verlassen", sagt der Geistliche mit den dunklen, freundlich blickenden Augen, der oft lächelt. Er wirkt in Kulmbach, ist zugleich Pfarrvikar für die katholische Kirchengemeinde Neudrossenfeld. "Kinder liegen mir schon immer am Herzen, weil ich in meiner indischen Heimat viele habe leiden sehen. Da ist es Pflicht, etwas dagegen zu tun", sagt er.

Bettina Ambrosius und Frank Juraschek, die bei der Drossenfelder Weihnacht den Stand betreut der Stiftung betreut haben, fügen an: "Wir vom Stiftungsbeirat wissen, wie gut es den meisten Kindern in Deutschland geht, daher wollen wir, dass benachteiligte Kids in der Fremde an einem lebenswerten Leben teilnehmen können."


Neues Projekt entsteht


Sie freuten sich auch über die Offenherzigkeit der Weihnachtsmarkt-Besucher. "Die Plätzchen, Stollen, Marmeladen und von den Kindern gestaltete Postkarten waren schnell verkauft." Bisher, so Pater Muttam, habe man schon beim Kulmbacher Altstadtfest, in der Fußgängerzone und in katholischen Kirchengemeinden Geld für den guten Zweck gesammelt.

Ein Projekt sei gerade im Entstehen: in Sambia in Afrika. Eines wollte der Geistliche noch loswerden: "Alle in der Stiftung arbeiten ehrenamtlich, die Spenden fließen eins zu eins direkt in die Projekte."
Die Stiftungshelfer Franz Steinlein und Mike Kaim aus Neudrossenfeld haben das "Haus der Liebe" schon mit einer Kulmbacher Delegation besucht. Der gemeinsame Grillabend mit den Kindern sei berührend gewesen.

"Wir blickten in dankbare Augen", erinnern sich beide. "Wenn man das einmal erlebt hat, arbeitet man gern für eine bessere Zukunft dieser Mädchen und Jungen."
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