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Entdeckertouren (32)

Die versteckte Jahreszahl

Das historische Anwesen Holzmarkt 10 wurde 1984 abgetragen und neu errichtet - mit den Balken des alten Fachwerks.
Man muss schon genau hinsehen, um auf dem untersten Querbalken des Gebäudes Holzmarkt 10 die Jahreszahl 1679 zu erkennen. Foto: Erich Olbrich
 
Ein wunderschöner dreieckiger Platz am Ende der Fußgängerzone lädt in der heutigen Tour zu einer Entdeckung ein, an der viele schon unzählige Male vorbei gelaufen sind. Aber nur wenige dürften ihren Blick dorthin verloren haben.

Befassen wir uns aber erst einmal mit dem Platz selbst. Seinen Namen hat er von dem schwunghaften Handel mit Holz aus den Wäldern um Kulmbach. Der städtische Holzlagerplatz befand sich auf der Draht (Hotel Ertl) und dem herrschaftlichen Lagerplatz im Bereich der heutigen Stadthalle. Von den Lagerplätzen wurde das Holz zum Verkauf auf den Holzmarkt gebracht.

Der frühere Namen war "äußerer Brunnenplatz". Dies lässt die Vermutung nahe, dass hier schon länger ein Brunnen gestanden hat. Der "innere Brunnenplatz" war der Marktplatz. Die Brunnen verloren nach dem Verlegen der Wasserleitung an Bedeutung. In der Zeit der Nationalsozialisten musste der Platz noch einmal seinen Namen ändern in "Adolf Hitler Platz".

An diesem geschichtsträchtigen Platz befindet sich ein zweigeschossiges Giebelhaus mit stattlichem Riegelfachwerk. Das Gebäude wurde 1984 komplett abgetragen und das alte Fachwerk in das neue Haus wieder eingebaut. In dieses Fachwerk fällt nun unser Entdeckerblick. Haben doch die Zimmerleute in den Ortsbalken die Jahreszahl 1679 eingeschnitzt. Sie ist kaum sichtbar und eigentlich nur "wenn mers waaß" zu erkennen.

Um die Jahreszahl zu deuten, ist es notwendig, einige Anmerkungen zur Baugeschichte zu machen. Das Haus wurde in der schwärzesten Stunde der Stadt Kulmbach, am Conraditag 1553, vernichtet. Bereits im Jahre 1560 hat der Bäcker Hans Söldner seine Hofstatt notdürftig wieder mit einem Dach versehen. Danach wird als Besitzer der aus der bei Thurnau gelegenen Hammermühle Hans Hammer genannt. Dieser war Bäcker wie der Vorbesitzer auch. 1678 kaufte der aus Neudrossenfeld zugezogene "Feuerbeck" Wolf Schmidt das "Hammersche" Haus. Nun bekommt die genannte Jahreszahl 1679 wieder unsere Aufmerksamkeit. Wolf Schmidt war anscheinend vermögend, da er schon ein Jahr später, also 1679, ein neues Haus errichten konnte.

Im Nachbaranwesen Holzmarkt 11, dem Meixnerischen Haus, befand sich ab 1895 das von den Geschwistern Gummi gestiftete Waisenhaus. Jedoch schon im Jahr 1907 wurde in der Mittelau ein Neubau errichtet und der Buchbindermeister Heinrich Meixner erwarb das Gebäude.

zum Thema "Entdecker-Touren"

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