Feulersdorf
Grossbaustelle

Die Gewächshäuser bei Feulersdorf wachsen

Die Gemüsefarm bei Feulersdorf wächst. Die Stahlgerüste für die Gewächshäuser werden jetzt aufgestellt, im Dezember wird geerntet.
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Die Stahlgerüste für das erste Gewächshaus der Feulersdorfer Gemüsefarm stehen bereits. Fotos: Alexander Hartmann
Die Stahlgerüste für das erste Gewächshaus der Feulersdorfer Gemüsefarm stehen bereits. Fotos: Alexander Hartmann
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Es sind gewaltige Erdbewegungen, die seit März bei Feulersdorf stattfinden. Zuweilen bei Regen und Schlamm. Es ist aber auch ein Kampf gegen den hartnäckigen Jurafels. Der hat die Bauherren gefordert. "Dass es hier so viele große Steinbrocken gibt, das hätten wir nicht gedacht", sagt Landwirt Fritz Boss. Auch in dem erstellten Bodengutachten sei das nicht vermutet worden.

Doch der Fels hat das Vorhaben der Nürnberger Gemüsebauern Boss und Scherzer, die im Markt Wonsees für über 20 Millionen Euro eine riesige Gemüsefarm errichten, nicht ausgebremst. "Wir liegen voll im Zeitplan", betont Fritz Boss, der zuversichtlich ist, dass die beiden großen Gewächshäuser bald stehen werden. Die verglasten Stahlbauten werden direkt an die Photovoltaik-Freiflächenanlage an der A 70 angrenzen und eine gewaltige Dimension haben. Sie werden 130 beziehungsweise 300 Meter lang und 168 beziehungsweise 224 Meter breit sein.


100 000 Kubikmeter Erde

Auch an Samstagen und Sonntagen wird seit März gearbeitet, um den Zeitplan einhalten zu können. Rund 100 000 Kubikmeter Erde wurden für das landwirtschaftliche Großprojekt bewegt. Das Blockheizkraftwerk steht bereits, auch der Bau für die Wassertechnik.


Bald wird eingeglast

In dieser Woche wurden die Stahlgerüste für das erste Gewächshaus aufgerichtet. "In wenigen Tagen wird es dann auch eingeglast", sagt Fritz Boss. Für das zweite, sieben Hektar große Gewächshaus ist der Untergrund schon eingeebnet.
"Bald werden wir aber auch dort die notwendigen Fundamente setzen können." Der Landwirt aus Nürnberg hat ein festes Ziel vor Augen: "Wir wollen vor Weihnachten Gurken ernten."


Wird großflächig versiegelt?

Immer wieder wird Kritik laut, dass durch das Großprojekt eine riesige Fläche versiegelt werde. Das sei nicht der Fall, sagt Boss. "Nur die Wege werden versiegelt. Beim 2,2 Hektar großen Gewächshaus sind es etwa 1000 Quadratmeter."

Der Gemüsebauer beruhigt auch all diejenigen, die befürchten, dass die Beleuchtung in den Gebäuden nach außen dringen und in der Umgebung dann die Nacht zum Tage machen wird. "An die Seiten kommt Rollfolie, in der Fläche sorgen Verdunklungsfolien dafür, dass die Gewächshäuser zu 99 Prozent dicht sind und kein Licht nach außen dringt", stellt Boss fest.

Die gewaltigen Steinbrocken, die die Bauarbeiten zutage fördern, wurden im übrigen nicht abtransportiert. Boss: "Die Steine wurden alle gebrochen und auf der Fläche als Schotter wieder eingebaut."


Zweiter Bauabschnitt

Die Gewächshäuser wachsen bereits, doch werden die Erdarbeiten auch in den nächsten Wochen fortgeführt. Denn die Familien Scherzer und Boss bereiten bereits den zweiten Bauabschnitt vor. Schon 2018 soll eines der Gewächshäuser um sechs Hektar erweitert werden.
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