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Basilika soll aus Dornröschenschlaf erwachen

Die Wallfahrtsbasilika Marienweiher soll in Zukunft stärker ins Licht der Öffentlichkeit rücken.
Die Patres Adrian Manderla und Wallfahrtsseelsorger Witalis Stania freuen sich über die großangelegte Sanierung. Die Bilder, die dunkel geworden sind, sollen aufgehellt werden. Außerdem bekommt die Kirche eine neue Belüftungsanlage. Noch in diesem Jahr sollen die Kosten ermittelt werden.Sonny Adam
 
von SONNY ADAM
Wenn sich die Freunde der Wallfahrtsbasilika Marienweiher mit Monsignore Rüdiger Feulner an der Spitze treffen, dann geht es vor allem um ein Ziel: "Wir wollen das Lob Mariens fördern", erklärte der Geistliche.
Der Verein "Freunde der Wallfahrtsbasilika Marienweiher" zählt aktuell 224 Mitglieder, konnte die Mitgliederzahlen noch einmal im Vergleich zum Vorjahr steigern. "Mehr als die Hälfte der Mitglieder kommt nicht aus den Landkreisen Kulmbach und Hof. Wir haben Mitglieder aus Rom, aus Wien, aus München, Berlin, Brüssel, Köln und Frankfurt, aus den Landkreisen Bamberg und Lichtenfels, Forchheim und Bayreuth", freute sich der Vorsitzende Monsignore Feulner bei der Mitgliederversammlung.
Die Basilika allerdings fristet noch immer ein Dasein im Dornröschenschlaf. Viele Auswärtige wissen nicht, wo Marienweiher liegt. Max Pingart, seit vielen Jahren Mitglied bei den Freunden der Wallfahrtsbasilika, wünschte sich, dass die päpstliche Basilika eigene Autobahnschilder bekommen solle. "Man findet Marienweiher nicht von allein. Das würde helfen", so Pingart.


Zwischen 8000 und 12 000 Euro

Die Mitglieder fackelten nicht lange und genehmigten die Anschaffung einstimmig. Künftig sollen Autobahnschilder an der A 9 auf die Basilika hinweisen. Der Vorstand wurde ermächtigt, die Investition, die bei 8000 bis 12 000 Euro liegt, zu tätigen.
Das vergangene Jahr war geprägt von einer Suche nach einem neuen Pilgerbüroleiter. Jörg Schmidt hatte aus persönlichen Gründen die Aufgabe niedergelegt. Landrat Klaus Peter Söllner (FW) gab offen zu, dass zwei geeignete Kandidaten abgesprungen seien. Inzwischen konnte das Pilgerbüro neu besetzt werden. Die Wahl fiel auf Joseph Daum, dem früheren Bürgermeister aus Nordhalben. "Joseph Daum setzt als neuer Leiter des Pilgerbüros eigene Akzente. Wir haben wieder interessante Veranstaltungen", sagte Söllner. Allerdings wurde die Stelle, die früher als Vollzeitstelle ausgewiesen war, auf eine Teilzeitstelle reduziert.


"Froh, dass alles läuft"

"Das aktuelle Programm in diesem Jahr, steht dem Programm, das der frühere Pilgerbüroleiter Jörg Schmidt zusammengestellt hat, in nichts nach. Wir sind froh, dass alles läuft", bestätigte auch der Marktleugaster.Bürgermeister Franz Uome.
Der absolute Höhepunkt folgt am kommenden Freitag. Nach der heiligen Messe um 18.30 Uhr kommt Sternekoch Alfons Schuhbeck nach Marienweiher. In der Päpstlichen Basilika wird er einen Vortrag zum Thema "Würze dein Leben - die Kräuter der Klöster" halten. "Alfons Schuhbeck hat auf sein Honorar verzichtet. Der Eintritt - ich halte fünf bis zehn Euro für angemessen für diese Veranstaltung - kommt den Freunden der Wallfahrtsbasilika zugute", freute sich Monsignore Feulner.
Momentan sieht die finanzielle Situation nicht rosig aus, legte Kassierer Michael Laaber offen. Das Vermögen sei um rund 10 000 Euro geschmolzen. Auch das Spendenaufkommen sei merklich zurückgegangen. Erst 750 Euro na Zuwendungen konnten die Freunde der Wallfahrtsbasilika für sich verbuchen. "Aber es kommt sicherlich noch Geld", hoffte der Vorsitzende.


Innensanierung dringend geboten

Im Mittelpunkt der Mitgliederversammlung stand die geplante Innensanierung der Basilika. Pater Adrian Manderla und Wallfahrtsseelsorger Witalis Stania waren bei der Versammlung zugegen. "Die letzte Innensanierung liegt schon viele Jahre zurück, fand im Jahr 1983 statt", erklärte Manderla. Inzwischen sind die Bilder im Innenraum nachgedunkelt. Eine wichtige und große Investition wird eine neue Belüftungsanlage sein. Denn nach der Außendämmung der Basilika sammelt sich im Inneren Feuchtigkeit und setzt den Stuckarbeiten zu.
An den Decken und Wänden sind bereits deutliche Feuchtigkeitsschäden zu sehen. "Wir werden die Innensanierung in zwei Etappen durchführen, werden dafür auch im Winter arbeiten", erklärte Manderla. Der Wallfahrtsbetrieb soll so wenig wie möglich beeinträchtigt werden.
Die Höhe der Kosten sei bislang noch nicht bekannt. Doch 60 Prozent werden von der Erzdiözese übernommen, der Rest wird von der Kirchenstiftung, anderen Gremien und durch Spenden finanziert. Aus diesem Grund bereiten die Patres wieder eine Baustein-Aktion vor. Gläubige und Freunde der Basilika können Bausteine erwerben und so ihren Teil zur Sanierung beitragen. Bis 2020 soll die päpstliche Basilika komplett saniert sein. Denn 2020 feiert Marienweiher sein 300-ähriges Bestehen.
Kritikpunkt bei der Mitgliederversammlung war, dass die Egerer Wallfahrt in diesem Jahr ausgefallen ist. Landrat Klaus Peter Söllner und Monsignore Feulner versprachen, dass die Wallfahrt wieder stattfinden solle. Nur wegen der Neubesetzung des Pilgerbüros wurde 2017 darauf verzichtet.


Volker Heißmann kommt

Josef Daum, der neue Pilgerbüroleiter, hat für das nächste Jahr schon einige Veranstaltungen geplant: Volker Heißmann (von Waltraud und Mariechen) kommt im Januar mit einem Kirchen-Kabarett-Programm. Die Don Kosaken haben sich für Frühling 2018 angesagt. Und im Herbst wollen Viva Voce nach Marienweiher kommen.
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