In die Diskussion um die Schwimmbadsanierungen in Bayern hat sich jetzt auch die Landtagsabgeordnete Inge Aures (SPD) eingeschaltet. Den Ankündigungen der Staatsregierung müssten schnell Fakten folgen, schreibt sie.


"Lange genug tatenlos zugeschaut",


Eine Anfrage der SPD-Fraktion im Landrat habe die dramatische Entwicklung beim Schwimmbadsterben in Bayern aufgezeigt. "Die Staatsregierung hat lange genug tatenlos zugeschaut", kritisiert sie.

Im Landkreis Kulmbach seien derzeit vier Schwimmbäder sanierungsbedürftig oder sogar dringend sanierungsbedürftig, und zwar die Einrichtungen in Himmelkron, Stadtsteinach, Thurnau und Wirsberg. Bayernweit drohten 54 Bädern die Schließung, 299 seien zum Teil dringend sanierungsbedürftig. Das habe eine Anfrage der SPD-Landtagsfraktion ergeben.


Alarmierende Zahlen


Für die Landtagsvizepräsidentin sind das alarmierende Zahlen. "Die Staatsregierung steht hier in der Verantwortung, endlich zu handeln. Das Resultat der Schwimmbadschließungen ist allen bewusst: Immer weniger Kinder können schwimmen." Inge Aures verweist auf Studien der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft, wonach bereits jedes zweite zehnjährige Kind nicht schwimmen kann. Vergangenes Jahr gab es in Bayern mehr Badetote als in jedem anderen Bundesland - 91 an der Zahl.

Die SPD-Fraktion im Landtag fordert einen staatlichen Sonderfonds von 30 Millionen Euro zur Unterstützung der Kommunen, die häufig die Sanierung nicht aus eigener Finanzkraft leisten können.
"Den vollmundigen Ankündigungen der Staatsregierung, die Zuschüsse für Bäder zu erhöhen, müssen jetzt schnell konkrete Zahlen folgen. Wir werden da nicht locker lassen", kündigt die Kulmbacher Abgeordnete an.