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Berufsfeuerwehrtag

Zwölf Stunden unter Strom

Bei einer Übung präsentierte sich die Jugendgruppe der Feuerwehr Stadtsteinach in sechs Einsätzen topfit.
"Wasser marsch", um die brennenden Paletten abzulöschen. Mit im Bild einige Feuerwehrleute, die das gekonnte Eingreifen der Jugendwehr beobachteten.
 
von KLAUS-PETER WULF
Dichte Rauchwolken stiegen im Ortskern von Stadtsteinach am vergangenen Samstag auf und Feuerwehrfahrzeuge bahnten sich ihren Weg entlang der schmalen Fahrbahn. Was auf den ersten Blick wie ein realer Feuerwehreinsatz erschien, war aber nur eine Übung während des Berufsfeuerwehrtages der Jugendfeuerwehr Stadtsteinach. Die junge Mannschaft war zu einem Scheunenbrand beim Anwesen Reuther an der Zaubach gerufen worden. Bei Reparaturarbeiten am Hühnerstall kam es zu einer Verpuffung. Der Hobby-Heimwerker konnte sich gerade noch in Sicherheit bringen und die Feuerwehr rufen. Die Jugendfeuerwehr Stadtsteinach nahm sofort mit zwei Trupps die Brandbekämpfung auf und verhinderte ein Übergreifen des Feuers auf die umliegenden Gebäude.


Theorie und Praxis

Der Stadtsteinacher Feuerwehrnachwuchs besetzte am vergangenen Wochenende für zwölf Stunden das Feuerwehrzentrum im Industriegebiet in Stadtsteinach, um bei gestellten Einsätzen, praktischer und theoretischer Ausbildung sowie viel Spiel und Spaß der Arbeit einer Berufsfeuerwehr realistisch nachzueifern. Zum Dienstbeginn standen zunächst die Fahrzeugübernahmen sowie eine Belehrung zu aktuellen Unfallverhütungsvorschriften im Vordergrund. Zu ihren Einsätzen wurden die Jugendlichen durch eine eigens eingerichtete Einsatzzentrale alarmiert.
Zum Alltag einer Berufsfeuerwehr gehören auch die Wartung von Fahrzeugen und Gerätschaften sowie verschiedene Unterrichtseinheiten. Diese wurden durch die Ausbilder der Jugendfeuerwehr erteilt. Dabei ging es beispielsweise um Themen wie Technische Hilfeleistung, Einsatztaktik sowie Fahrzeug- und Gerätekunde. "Das Personal einer Berufsfeuerwehr arbeitet die zwölf Stunden in der Regel nicht am Stück. So habt auch ihr Jugendlichen ein Sport- und Spieleangebot, das die Kameradschaft fördern soll", erklärte der Stadtsteinacher Kommandant Manuel Steinl.


Kind verschüttet

Der erste Einsatz führte den Nachwuchs in die Nähe der Stadtsteinacher Papierfabrik. Dort war auf dem Wanderparkplatz eine Papiertonne in Brand geraten. Schnell löschten die Jugendlichen das Feuer, bevor weitere Gegenstände in Brand gerieten. Auch der nächste Einsatz forderte die ganze Kraft der Nachwuchskräfte. Beim Spielen an einem Schotterberg auf dem Werksgelände war ein Kind verschüttet worden. Mit Schaufeln und den bloßen Händen suchten die Jugendlichen die Person. Nach kurzer Suche konnte der Verschüttete geborgen und gerettet werden.
Doch noch vor der wohlverdienten Mittagspause mussten die Jugendlichen erneut zu einem Einsatz ausrücken. Verkehrsunfall "Parkplatz Rewe: Person unter Pkw!" hieß es aus der Einsatzzentrale. Diese musste von den Einsatzkräften mittels Hebekissen befreit und zudem die Verkehrsregelung vorgenommen werden.
Auch als der Rewe-Einsatz abgearbeitet war, konnten die Jugendlichen nur kurz durchatmen, denn vor der Schneidmühle wurde ein verletzter Wanderer gefunden. Ein aufmerksamer Bürger meldete dies der Leitstelle, welche daraufhin die jungen Feuerwehrler alarmierte. Die Jugendfeuerwehr übernahm die Erstversorgung und rettete den Verletzten mittels Schleifkorbtrage. Der Patient wurde dann zur weiteren Behandlung dem Rettungsdienst übergeben und die Jugendfeuerwehr kehrte in die Wache zurück. Nach kurzer Zeit des Verschnaufens hieß es erneut "Einsatz für die Jugendfeuerwehr Stadtsteinach".
Eine unklare Rauchentwicklung im Steinbruch hatte die Aufmerksamkeit der Bevölkerung auf sich gezogen, die nicht zögerte und sofort richtig handelte. Sie wählte den Notruf 112 und schilderte das Gesehene. Doch da der Melder leider nicht wusste, was den Rauch verursachte, ging die Feuerwehr von etwas Großem aus. Als das HLF der Feuerwehr am Einsatzort ankam wurde eine erste Rückmeldung an die Leitstelle weitergegeben: Es stehen nur ein paar Paletten in Flammen, doch das Übergreifen auf andere Güter ist nicht ausgeschlossen. Die Jugendfeuerwehr arbeitete auf Hochtouren, um die Umgebung vor den Flammen zu schützen und die Paletten abzulöschen.
In der erlangten Routine war dieser Einsatz keine große Herausforderung für die eingespielte Gruppe. Nach dem Zwölf-Stunden-Dienst und sechs erfolgreich beendeten Einsätzen waren Jugendliche und Betreuer zwar sehr erschöpft, aber auch zufrieden. "Eine tolle Sache, wir freuen uns auf den nächsten Berufsfeuerwehrtag", war einstimmig die Meinung der Teilnehmer. Ein großes Dankeschön galt den Helfern, die diesen unvergesslichen Tag möglich gemacht hatten sowie den Firmen Werner Heiß und Hartsteinwerken Schicker für das Benutzen des Werksgeländes sowie an den Rewe Supermarkt in Stadtsteinach.
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