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Gemüsebauern

Viele sind für das Mega-Gewächshaus

4000 Tonnen Tomaten wollen Nürnberger Gemüsebauern in Feulersdorf produzieren. Viele Anwohner stehen dem Projekt aufgeschlossen gegenüber.
Tomaten wollen die Gemüsebauern Scherzer und Boss bei Feulersdorf produzieren. Foto: privat
 
von ALEXANDER HARTMANN
Der Widerstand, der sich in Fesselsdorf (Stadt Weismain) gegen das Projekt der Nürnberger Gemüsebauern Scherzer und Boss geregt hatte, war groß. Scherzer und Boss wollten dort ein großes Gewächshaus errichten, haben ihre Pläne nach dem heftigem Bürgerprotest vor wenigen Wochen dann aber eingestampft (siehe dazu auch Seite 21).


Gemüsebauern informieren

Im Nachbarort Feulersdorf, gerade mal eineinhalb Kilometer von Fesselsdorf entfernt, scheinen die Gemüsebauern indes mit offenen Armen empfangen zu werden. Am Mittwoch haben die Familien Scherzer und Boss bei einer Veranstaltung des Marktes Wonsees, zu der nur die Bürger aus dem Ortsteil geladen waren, ihr Millionenprojekt vorgestellt.

Die Zustimmung der Bürger sei groß gewesen, sagten gestern im Nachgang zu der nicht öffentlichen Sitzung Bürgermeister Andreas Pöhner (CSU) und der aus Feulersdorf stammende Gemeinderat Matthias Schirmer. 27 der rund 45 erwachsenen Feulersdorfer hätten an der Veranstaltung teilgenommen. Es habe zwei Gegenstimmen gegeben, vier Personen, die zur Familie gehörten, die das Grundstück an die Gemüsebauern verkaufen wolle, hätte sich enthalten, teilte Schirmer mit.


Über 20 Millionen Euro

Wie die Familien Scherzer und Boss an dem Abend erläuterten, wollen sie auf einer zwölf Hektar großen Fläche, die direkt an die Photovoltaik-Freiflächenanlage an der A 70 angrenzt, pro Jahr bis zu 4000 Tonnen Tomaten produzieren. Über 50 Arbeitsplätze sollen geschaffen werden. Die Gewerbesteuereinnahmen verblieben durch die Gründung einer Produktions-GmbH in Wonsees, versicherten die Landwirte. Wie Stefan Scherzer gestern mitteilte, werden über 20 Millionen Euro investiert.

Dass es vor allem die Schaffung von Arbeitsplätzen sei, über die sich die Feulersdorfer gefreut hätten, stellten Bürgermeister Andreas Pöhner wie auch Gemeinderat Matthias Schirmer fest. Auch die Chance, durch die Firmenansiedlung Neubürger gewinnen zu können, sei positiv bewertet worden. Ein Ehepaar habe sich aufgrund der Dimension des Projektes dagegen ausgesprochen. Das Gewächshaus soll 400 Meter lang und 300 Meter breit werden und eine Firsthöhe von etwa 7,5 Metern erhalten. Den Wunsch der Feulersdorfer, durch die Pflanzung einer Hecke einen Sichtschutz zu schaffen, wollen die Investorenfamilien erfüllen.


"Klares Signal"

Dass die Bürger dem Gemeinderat ein klares Signal gegeben hätten, betonte Bürgermeister Andreas Pöhner. Sollten sich im weiteren Verfahren keine gravierenden Probleme herausstellen, sei er zuversichtlich, dass das Gremium einem Bauantrag zustimmen werde, sagte Matthias Schirmer. Er wünschte sich, "dass die Gegner das Votum der Feulersdorfer akzeptieren und nicht mit unwahren Behauptungen Stimmung machen".


Ernte schon im Herbst 2017?

"Es ist schön, wenn die direkt Betroffenen hinter dem Projekt stehen", zog Stefan Scherzer nach dem Abend in Feulersdorf ein positives Fazit. Man werde jetzt die Planungen vorantreiben und den Bauantrag vorbereiten. Anvisiert sei es, mit dem Bau des Gewächshauses im Frühjahr zu starten, um dann eventuell schon im Herbst in Wonsees Tomaten ernten zu können.
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