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Region  // Kulmbach

Forschung

Unipräsidenten aus Bayreuth und Bamberg besiegeln Kooperation

Beim Jahresempfang am Donnerstag auf Schloss Thurnau wurde die Gründung des Instituts für fränkische Landesgeschichte gefeiert.
Noch befindet sich der Nordflügel des Thurnauer Schlosses im Winterschlaf. Doch schon bald wird die Sanierung beginnen. Dabei sollen auch Räume für das neue Forschungsinstitut entstehen. Foto: Günter Karritke/Archiv
 
von JOCHEN NÜTZEL
Schnell wurden am Donnerstagabend im Kutschenhaus des Thurnauer Schlosses ein Tisch und zwei Stühle herangeschafft. Dann nahmen die beiden Universitätspräsidenten Stefan Leible (Bayreuth) und Godehard Ruppert (Bamberg) vor den zahlreichen Gästen Platz, setzten ihre Unterschriften unter ein besonderes Druckwerk - und besiegelten damit den Kooperationsvertrag zur Gründung des Instituts für Fränkische Landesgeschichte. Eine gemeinsame wissenschaftliche Einrichtung außerhalb der beiden Hochschulen nahm so offiziell ihren Anfang.


"Keine Selbstverständlichkeit"


Zu den ersten Gratulanten zählte Bayerns Kultus- und Bildungsminister Ludwig Spaenle (CSU), der die beiden Präsidenten auch zu ihrem Mut beglückwünschte. "Dass zwei selbstbewusste und eigenständige Hochschulen eine solche Kooperation - und das auch noch außerhalb ihres jeweiligen Campus' - eingehen, ist wahrlich keine Selbstverständlichkeit", lobte der Minister. Er selbst hatte vor Jahren einen Runden Tisch initiiert, mit dessen Hilfe die Studien zur Landesgeschichte verstärkt und die wissenschaftliche Forschung dazu auch ins Umland der Hochschulen im Freistaat ausgeweitet werden sollen.

Spaenle nannte es vor allem in "Zeiten der Verunsicherung", wie wir sie heute erlebten, unabdingbar, den Menschen zu zeigen, wo sie stehen, wozu sie gehören, in welchen kulturellen und soziologischen Kontext sie hineingeboren wurden.


Heimat als persönlicher Ankerort


"Der Begriff ,Heimat' ist in keine andere Sprache übersetzbar. Heimat - das ist auch nichts Rückwärtsgewandtes. Das Wissen um die eigene Herkunft ermöglicht erst den Blick in die Zukunft. Es ist der Ort, wo jeder für sich persönlich den Anker setzt in einer globalisierten Welt", so der Minister.

Das Institut für fränkische Landesgeschichte leiste, so der Minister, einen wertvollen Beitrag, neue Erkenntnisse über die regionale Identität der Menschen zu gewinnen. Und es sei wichtig, die Angebote der akademischen Forschung zu den Menschen zu bringen. "Thurnau wird damit erneut zu einem Hotspot - das ist übrigens altfränkisch", scherzte der Gast aus München.


Viele zogen an einem Strang


"Es ist ein weiterer wichtiger Schritt für die Gemeinde und dahin, die Schlossanlage zukunftsfähig zu machen", sagte Bürgermeister Martin Bernreuther (CSU) erfreut über die Einrichtung der Forschungsstelle. Mit ihr werden weitere Ausbauschritte im Wahrzeichen Thurnaus möglich. Es hätten viele Hände zusammengelegt, um das Projekt zu realisieren.

Großen Anteil habe vor allem die Oberfrankenstiftung: Sie beteiligt sich mit einer Anschubfinanzierung von rund vier Millionen Euro bis zum Jahr 2022. Weitere 300 000 Euro an Zuwendungen stammen aus dem Topf des Wissenschaftsministeriums für den sogenannten Nordbayern-Plan. 2019 soll der Bau abgeschlossen sein.
Die Leiter der beiden Universitäten bekundeten, dass sie das Institut als wichtige Ergänzung zur wissenschaftlichen Geschichtsarbeit sehen. Die Einrichtung leiten wird Landeshistoriker Martin Ott. Er wird an beiden Hochschulen Lehrveranstaltungen zum Thema Regionalhistorie anbieten. Ferner sollen am Institut zwei wissenschaftliche Mitarbeiter und eine Verwaltungskraft arbeiten, Doktoranden sollen hier ihre Forschungen betreiben können. Zum Beirat gehören Vertreter der Oberfrankenstiftung, des Bezirks sowie der Gräflich Giech"schen Spitalstiftung.
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