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Konzert

"The Cashbags" begeistern nicht nur Kulmbacher Countryfans

Er war und ist immer noch die Country-Legende schlechthin: Johnny Cash. Die Band "The Cashbags" lässt ihn bei ihren Konzerten lebendig werden.
Mit einem "Tribut to Johnny Cash" gastierte die Band "The Cashbags" um US-Sänger Robert Tyson in der Dr.-Stammberger-Halle. Am Mikrofon Valeska Kunath als June Carter. Foto: Stephan Herbert Fuchs
 
von STEPHAN-HERBERT FUCHS
Johnny Cash, der "Man in Black", war die Stimme der Entrechteten und hatte selbst einen mehrfach gebrochenen Lebenslauf. Das kam in seinen Liedern zu Ausdruck, die zugleich auch immer das Lebensgefühl in den Südstaaten der USA widerspiegelten.


Mitreißender "Boom-Chicka-Boom-Sound"


Mit der Coverband "The Cashbags" um US-Sänger Robert Tyson tourt eine Formation durch Europa, die sich die Erinnerung an Johnny Cash, der heuer 85 Jahre alt geworden wäre, auf die Fahnen geschrieben hat. Am Mittwochabend gastierten "The Cashbags" in der ganz gut gefüllten Dr.-Stammberger-Halle, und tatsächlich gelang es dem Quartett, den mitreißenden "Boom-Chicka-Boom-Sound" unglaublich gut auf die Bühne zu bringen.

"The Cashbags" sind im Klang und im Erscheinungsbild sehr nah dran an den berühmten Vorbildern. Mit markanter Bassbariton-Stimme, Westerngitarre, Telecaster, Kontrabass und Schlagzeug spielen Stephan Ckoehler, Benny Brenner und Tobias Fuchs detailgenau Klassiker wie "Ring of fire", "I walk the line", Orange blossom special" bis hin zu "Folsom prison blues", "St. Quentin" und als Zugaben "Ghostriders in the sky" und "Bonanza". Vieles ist angelehnt an die Originalkonzerte der späten 1960er Jahre mit der Band "Tennessee Three".


Nahe am Original


Mittelpunkt der Show ist US-Sänger Robert Tyson, der seit Jahren in Deutschland zuhause ist. Mit unglaublicher Bühnenpräsenz, atemberaubender Lässigkeit und dem unverwechselbaren Timbre seiner markanten Bassbaritonstimme gibt er den "Man in Black" sehr authentisch und nahe am Original.

Zwischen den Songs, die nur so Schlag auf Schlag kommen, manchmal sogar ineinander übergehen, gibt er Anekdoten aus dem bewegten Leben von Johnny Cash zum Besten und lässt hinter die Kulissen blicken. Auch von ihm selbst erfährt man etwas, dass er aus Miami stammt, 1969 geboren wurde und mit fünf Jahren seine ersten Cash-Songs hörte - aus der Plattensammlung des Vaters.


Mehr als 50 Millionen Tonträger verkauft


Über die großen Hits hinaus wird bei dem Tribute-Konzert aber auch das musikalische Spektrum deutlich, das Johnny Cash so legendär machte. Es reicht von den 1950er Jahren mit Country, Rockabilly, Blues, Folk und Pop bis hin zum Alternative Country Anfang des 21. Jahrhunderts. Über 500 Songs hat er geschrieben, mehr als 50 Millionen Tonträger verkauft und 13 Grammy Awards bekommen.

Auch einige Überraschungen haben "The Cashbags" im Gepäck. Musikalische Gäste beispielsweise: Valeska Kunath stilecht in Kleidung, Frisur und Bewegung als June Carter. Zusammen mit Robert Tyson interpretiert sie unter anderem das Duett "Jackson" oder den berühmten Song "If I were a carpenter".

Außerdem spielt sie perfekt wie einst June Carter die Autoharp, ein Instrument, das einer Steel-Guitar ähnelt, aber wie eine Gitarre gespielt wird. In "Wildwood flower" singt Valeska Kunath solo und begleitet sich dabei selbst. Wie sie das macht, hat echte Klasse.


Parodie auf Bob Dylan

Im Lauf der Show lassen "The Cashbags" noch zwei weitere Gäste auftauchen: Einmal gibt Stephan Ckoehler den Rockabilly-Pionier und Cash-Weggefährten Carl Perkins unter anderem mit "Blue suede shoes", ein anderes Mal den Folk-Sänger Bob Dylan mit "Like a rolling stone". Ckoehler, der die Band auch managt, beweist dabei komisches Talent, etwa wie er den etwas linkischen Perkins nachahmt oder den exzentrischen Dylan samt Mundharmonika fast schon ein wenig parodiert.

Dazu gibt es auch einige spätere Songs aus den berühmten "American Recordings" von Johnny Cash, die Frontman Robert Tyson solo nur mit Gitarre in einem speziellen Akustikteil zelebriert. Für einen Moment dachte man, da sitzt wirklich Johnny Cash.
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