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Fest

Stimmungsvoller Auftakt der 8. Neudrossenfelder Europatage

Mir einem stimmungsvollen Ladiner-Abend haben am Donnerstag die 8. Neudrossenfelder Europatage begonnen.
Die beiden Marketenderinnen boten Hochprozentiges aus dem kleinen Fass an. Foto: Horst Wunner
 
von HORST WUNNER
Die zwei Marketenderinnen gehen durch die Reihen, schenken Hochprozentiges ein: Treber "Mujiga". Vorne spielt wie aus einem Guss die Ladinisch-Böhmische Blaskapelle, darunter Skirennläufer, Extrembergsteiger, Holzschnitzer und sogar ein Doktor der ladinischen Sprache.


Weltoffene Tiroler


Der Stimmungspegel steigt rasch wie eine Fieberkurve, nicht zuletzt dank der Weltoffenheit der ladinischen Tiroler, die eigentlich in fünf Tälern durch mächtige Gipfel eingegrenzt sind. Ein ladinisches "Prost" schallt durch den gut gefüllten Bräuwerck-Saal. Franken und die Dolomiten-Region waren sich noch nie so nah.

Nun kennen wir es, das Land, das es eigentlich politisch gar nicht gibt, aber mit einer eigenen Sprache, die dort etwa 35 000 Menschen beherrschen, der ganz eigenen Kultur und den Stolz auf eine gewisse Selbstständigkeit. Und da war David Lardschneider aus dem Grödnertal der richtige Mann, dies alles näherzubringen in seiner unnachahmlichen Berg-Mentalität. Die Besucher des ladinischen Abends wissen jetzt aus erster Hand fast alles: über die Trachten, den Schmuck, die Wirtschaft, die Lebensart, die rätoromanische Sprache und die Entbehrungen in langen Wintern. Begleitet wurde das von einer Dia-Präsentation, die so richtig Lust auf einen Trip in den Süden machte.


Lukullisches von der Spitzenköchin


Und dann gab es ja noch die Spitzenköchin Rita Schenk, angereist ins Rotmaintal aus einer Entfernung von mehr als 500 Kilometern, sonst wohnhaft im Almhotel "Col Raiser" auf 2106 Metern Höhe. Sie kredenzte Knödeltris aus Spinat, frischen Kräutern und Graukäse, danach Herrengeröstel und Apfelküchel mit Vanillesauce und Holundermousse. "Was die Franken heute gegessen haben, war alles aus biologischen Grundstoffen: die Kräuter direkt aus dem Garten und der Graukäse direkt vom Bauern", sagte die Gastronomin. "Lascëve savëi bon", lasst's Euch schmecken", hieß der ladinische Wunsch.

Als der Treber zum x-ten Male durch die Gurgel floss und mit dem extra eingebrauten Bräuwerckbier "Gherdëina" nachgespült wurde, die Musiker aufstanden, im Chor die Freiheit besangen, stimmten die Franken kräftig mit ein. Wenige Stunden genügten für eine erste Freundschaft.

Bürgermeister Harald Hübner freute sich sichtlich über den gelungenen Auftakt der 8. Neudrossenfelder Europatage. Und Landrat Klaus Peter Söllner outete sich in einer engagierten Rede als überzeugter Europäer und nannte die Ladiner "Brüder im Geiste" titulierte.


Nationalhymne aus hundert Kehlen


Dann, zu späterer Stunde, ladinische Lautmalerei mit David, schließlich fränkisch angehaucht aus über 100 Kehlen gesungen: "Gherdëina", ähnlich einer Nationalhymne. Zwei der Gründungsväter der Europatage, der frühere Neudrossenfelder Bürgermeister Dieter Schaar und Hans Kolb von der JHK Bayreuth, machten da lautstark mit und unterstrichen mit dem V-Zeichen die Erfolgsgeschichte dieser Veranstaltungsreihe.

Gestärkt durch die ladinische Küche und den ladinischen Geist hätten manche Drossenfelder, wie man hörte, sogar noch den 2600 Meter hohen Sasongher bestiegen, den Hausberg von Corvara. Wäre er nur in der Nähe gewesen ....
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