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Eröffnung

Revival für ein Industriedenkmal

Aus dem ehemaligen Pförtnerhaus der Alten Spinnerei ist ein schmucker Stadtteiltreff geworden. Jetzt wurde das neue Kleinod feierlich eröffnet.
Neues Leben kehrt ins ehemalige Pförtnerhaus der Spinnerei ein. Es wird zum Stadtteiltreff umfunktioniert. Fotos: Jochen Nützel
 
von JOCHEN NÜTZEL
OB Henry Schramm ist hier noch als "Stiftla" ein- und ausgegangen. Mit 15 startete der gebürtige Hohenberger eine Ausbildung in der Alten Spinnerei. Er hat dafür allmorgendlich odyseeartige Busreisen auf sich genommen. "Wir waren dankbar für die Möglichkeit, überhaupt eine Lehre absolvieren zu können. Damals gab es noch Leute, die haben hier den Hof gekehrt. Und hier drin im Pförtnerhaus saßen drei Mann. Heute ist das unvorstellbar."

Unvorstellbar ist auch, wie in den vergangenen Monaten mit großen Anstrengungen das Pförtnerhaus aus seinem Dornröschenschlaf erweckt wurde. "Es ist heute schon wie Weihnachten für mich, wenn ich sehe, dass sich die Anstrengungen und manche schlaflose Nacht gelohnt haben", sagte Schramm gestern bei der Einweihung. Das Pförtnerhaus erfährt ein Revival - allerdings in ganz anderer Funktion, nämlich als Stadtteiltreff. Hier, wo sich früher Generationen zum Arbeiten trafen, sollen sich heute wieder Generationen versammeln, um miteinander eine gute Zeit zu verbringen. Das Pförtnerhaus als geschichtsträchtiges Empfangsgebäude soll nun wieder Menschen begrüßen. Dazu dient auch das Areal vor den Gebäuden des ehemals größten Kulmbacher Arbeitgebers. Spielplatz und Soccer-Court sollen auch Kinder und Jugendliche hierher führen.

Schramm erinnerte an ein Treffen mit Horst Seehofer. "Damals habe ich ihn zur Seite genommen, ihm das brachliegende Ensemble gezeigt und gefragt: ,Da müssmer doch was machen, oder?' Und tatsächlich kamen wir in das Industriebrachen-Förderprogramm rein." Viele Millionen seien in die Substanz geflossen. "Mit dem Pförtnerhaus haben wir erstmals einen echten Mehrwert, weil die Kulmbacher sehen können, was aus diesem geschichtsträchtigen Gebäude geworden ist."

Im Inneren empfangen den Besucher nun viel Holz, unter anderem Tische mit rustikalen Holzplatten. Im Eingangsbereich gibt es einen Tresen, über den Getränke und kleine Speisen gereicht werden. Die Bewirtung übernimmt Maurizo Malandrino. Im ersten Stock finden sich unter anderem Beratungsbüros.

Lobende Worte fand Oberfrankens Regierungspräsidentin Heidrun Piwernetz für den Umbau. Der Treff sei ein wahres Kleinod geworden, das stellvertretend für die dynamische Entwicklung Kulmbachs stehe.

Im Anschluss führte Martin Pöhner die Gäste durch die Ausstellung, die der Gymnasiallehrer zur Historie der Spinnerei zusammengestellt hat. In seinen Ausführungen ging Pöhner auch auf die Geschichte des Pförtnerhauses ein. Der Neubau aus dem Jahr 1921 besteche durch den Säulenportikus und das stark überhöhte Mansard-Dach. Umgebaut wurde das Haus 1953, 1966 kam ein Anbau dazu. Ab 1999 hatte es als Café-Bistro gedient, dann stand es lange leer. Bis zur Wiedererweckung...
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