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Bürgerantrag

Protest: Jetzt kämpfen die Fesselsdorfer um den Wald

Das große Gewächshaus haben sie verhindert. Nun wehren sich Fesselsdorfer Bürger gegen Rodungsarbeiten im Gewerbegebiet.
Die Rodung des Waldes im Gewerbegebiet will die Bürgerinitiative verhindern. Symbolbild: dpa
 
von ALEXANDER HARTMANN
Nach dem Kampf gegen die Windmühlen auf dem Fränkischen Jura und gegen das große Gewächshaus im angrenzenden Gewerbegebiet hat sich im Weismainer Ortsteil Fesselsdorf die nächste Protestbewegung formiert. Diesmal geht es um den Wald im Gewerbegebiet, dessen Rodung viele Einwohner befürchten. "Wir beantragen die Herausnahme beziehungsweise Streichung der bewaldeten Gebiete aus dem Flächennutzungsgplan für das Gewerbegebiet Fesselsdorf/Buckendorf", erklärt der Sprecher der Bürgerinitiative, Edwin Bergmann, der zusammen mit seinen Mitstreitern im Rathaus eine Unterschriftenliste abgeben wird, auf der seinen Worten zufolge schon über 200 Personen aus der Region unterzeichnet haben.


"Gegen den Autobahnlärm"

Wie Bergmann im Gespräch mit der BR deutlich macht, beinhaltet das rund 26 Hektar große Gewerbegebiet etwa 6,5 Hektar reine Waldfläche. "Dieser Wald dient den umliegenden Ortschaften als Schutzwald gegen den Autobahnlärm und muss deshalb unbedingt erhalten bleiben", so der Fesselsdorfer. Die Bürgerinitiative verlangt einen zeitnahen Stadtratsbeschluss, "der unsere Forderung umsetzt", sowie einen Stopp von Rodungsarbeiten, die in besagtem Gebiet bereits durchgeführt würden. Die verbleibende Gewerbefläche wäre laut den Initiatoren des Bürgerantrags "immer noch riesengroß".


Das sagt der Bürgermeister

Dass über den Antrag in der Stadtratssitzung am 23. Mai beraten wird, stellt Bürgermeister Udo Dauer (CSU) fest. "Über die Änderung des Flächennutzungsplans muss das Gremium entscheiden", so Dauer, der die Fraktionsvorsitzenden über die Forderung der Bürger informiert hat. Persönlich, so Dauer, lehne er die Herausnahme der bewaldeten Gebiete aus dem Flächennutzungsplan ab, da dies zu Einschränkungen bei den Bemühungen führen würde, Betriebe anzusiedeln. "Wir müssten dann eine Baumfallgrenze von 30 Metern einhalten." Auch die Erschließung würde sich schwieriger gestalten.


Dauer: Ich sehe keinen Grund

Es geben einen bestandkräftiger Bebauungsplan, bei dessen Aufstellungsverfahren die Öffentlichkeit ebenso wie die Behörden involviert gewesen seien. Ausgleichsmaßnahmen seien vorgenommen worden. "Ich sehe keinen Grund, den Flächennutzungsplan zu ändern." Bei der von der Bürgerbewegung angesprochenen Rodung handelt es sich laut Dauer um Arbeiten eines früheren Grundstückseigentümers, der sich beim Verkauf des Areals an die Stadt die Nutzung des Holzes habe zusichern lassen.

Was die Bemühungen der Kommune betrifft, Firmen zu gewinnen, so gibt es laut Dauer immer wieder Kontakte. So habe man sich um die Ansiedlung des Landmaschinenkonzerns Claaas beworben. "Das hat sich dann aber zerschlagen."


"Wäre großer Wurf gewesen"

Nach wie vor trauert der Bürgermeister der Tatsache nach, dass nach Bürgerprotesten die Ansiedlung der Gemüsebauern Scherzer und Boss gescheitert ist, die ihr 20-Millionen-Euro-Projekt nun im Wonseeser Ortsteil Feulersdorf realisieren. "Das wäre für uns der ganz große Wurf gewesen."
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