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Kurskorrektur

Petition an Spaenle: MGF will Rückkehr zum G9

Elternbeirat und Schulleitung des MGF nutzten am Donnerstagabend den Besuch von Kultusminister Ludwig Spaenle in Thurnau und überreichten eine Petition.
Ein besonderes Präsent hatten die MFG-Elternbeiräte Uwe Helgert und Bernd Rosemann (von links) sowie Iris Freifrau von Künßberg-Schmidt und Schulleiter Horst Pfadenhauer (von rechts) für Kultusminister Ludwig Spaenle (Mitte) dabei: eine Petition, die den Elternwillen - und mit ihm die Rückkehr zum G9 - an der Schule bekundet. Foto: Jochen Nützel
 
von JOCHEN NÜTZEL
Der Elternwille ist unmissverständlich: Nahezu 78 Prozent der Mütter und Väter, die Kinder am Markgraf-Georg-Friedrich-Gymnasium haben, sprechen sich für eine Rückkehr zum neunjährigen Gymnasium (G9) aus. Einer davon ist Bernd Rosemann, Mitglied im MGF-Elternbeirat und Vertreter für die Landeselternvereinigung. Zusammen mit der Elternbeiratsvorsitzenden Iris Freifrau von Künßberg-Schmidt und MGF-Schulleiter Horst Pfadenhauer hat der 46-jährige Doktor der Ingenieurwissenschaften eine Petition verfasst, die gestern Kultusminister Ludwig Spaenle übergeben wurde.

Herr Rosemann, warum haben Sie gerade diesen Zeitpunkt für die Petition gewählt?
Das Thema G8 steht demnächst im bayerischen Landtag und auch in den Ausschüssen auf der Agenda. Es gibt ja mittlerweile viele Aktivitäten von verschiedensten Gruppen, um die Politik zur Änderung in der Bildungspolitik zu bewegen. Fest steht: Seit 2004 wird am G8 mehr oder weniger laboriert. Aber eine klare und zügige Kurskorrektur ist nach unserem Dafürhalten nicht erkennbar. Insofern versuchen wir auf diese Weise, dem dokumentierten Eltern- und auch Schülerwillen erneut Gehör zu verschaffen. Das Votum ist eindeutig: Von 235 abstimmenden Eltern am MGF haben sich 77,9 Prozent für das G9 ausgesprochen. Darüber hinaus stehen der Informationstag für die kommenden Fünftklasseltern an. Was sollen wir denen sagen? Die Antwort ist wie in den vergangenen Jahren unklar.

Wäre es die Rückkehr zum G9 jener Prägung von vor 13 Jahren?
Nein. Das G9 der Zukunft braucht einen veränderten Lehrplan. Es muss zukunftsfähig gemacht werden mit Blick auf die fortschreitende Digitalisierung - und es bedarf vor allem wesentlich mehr Lehrerstellen. Es knirscht an allen Ecken und Enden, aber letztlich auffangen muss alles die Schule vor Ort.

Welchen Zeitplan wünschen Sie sich für die Umsetzung?
Wir müssen da realistisch bleiben, so etwas lässt sich nicht aus dem Ärmel schütteln. Ein neues System soll ja auch nicht wieder ein solcher Schnellschuss werden wie damals das G8 mit all den absehbaren Folgen. In einem Jahr ein neues, verändertes, an die Bedürfnisse von Kindern und Schulen angepasstes G9 zu haben, das wäre ein Traum, aber wohl zu optimistisch.

War das G8 komplett falsch?
Das würde ich so nicht sagen. Es war in gewisser Weise ein mutiger Schritt, aber mit handwerklichen Fehlern. Sicherlich haben alle Neuerungen immer ihre Anlaufschwierigkeiten. Beim Abitur aber gilt es zu bedenken: Das ist ein Reifeprozess für einen jungen Menschen - und der braucht Zeit. Da darf nicht die reine Vermittlung von Lehrstoff im Vordergrund stehen, es muss auch der Persönlichkeitsentwicklung Raum gegeben werden.

Wäre die "Mittelstufe plus" wie am Caspar-Vischer-Gymnasium eine Alternative für Sie?
Es ist in gewisser Weise ein Schritt in die richtige Richtung, aber genau genommen nur eine halbherzige Variante, eine Art G8 mit neunjähriger Laufzeit. Uns gehrt es darum, die neunjährige Regelschulzeit für alle Schüler festzuschreiben.

Und die Schulleitung zieht mit?
Ja. Wir als Elternvertreter haben die Rückendeckung von Herrn Pfadenhauer, er hat die Petition mit unterschrieben. Hierbei ziehen alle an einem Strang.
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