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Ostbayernring: Neuensorger Petition erfolgreich

Die Petition der Neuensorger Bürgerinitiative, die im Bereich der Ortsschaft eine Erdverkabelung des Ostbayernrings gefordert hat, ist erfolgreich gewesen.
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Die Neuensorger Bürgerinitiative gegen die als Freileitung geplante Trasse des Ostbayernrings - hier Fritz Ruppert, Josef Pittroff und Axel Bochnia (von links) - kann sich freuen: Der Petitionsausschuss des Landtags unterstützt ihr Anliegen in vollem Umfang. Foto: Peter Müller
Die Neuensorger Bürgerinitiative gegen die als Freileitung geplante Trasse des Ostbayernrings - hier Fritz Ruppert, Josef Pittroff und Axel Bochnia (von links) - kann sich freuen: Der Petitionsausschuss des Landtags unterstützt ihr Anliegen in vollem Umfang. Foto: Peter Müller
MdL Thorsten Glauber (Freie Wähler) hat die für die Neuensorger Bürger erfreuliche Nachricht gestern als Erster überbracht. Wie der Abgeordnete aus Forchheim mittags mitteilte, hat der Wirtschaftsausschuss des Landtags die von Fritz Ruppert eingereichte Petition erneut behandelt und gewürdigt. Der Antrag, den geplanten Ostbayernring als Erdverkabelung auszuführen, werde in vollem Umfang für berechtigt gehalten - von der Staatsregierung wird laut Glauber erwartet, dass sie der Forderung des Petenten stattgibt und dieser in den zuständigen Bundesgremien Nachdruck verleiht.


Unter die Erde

Wie berichtet, hat Fritz Ruppert die Petition als Sprecher der Bürgerinitiative eingereicht. Die Neuensorger, die von der geplanten Trasse des Ostbayernrings betroffen sind, wehren sich gegen die vorgesehene Freileitung. Sie fordern, dass der Ersatzneubau der 380-kV-Leitung von Redwitz nach Schwandorf im Bereich Neuensorg unter der Erde verlegt wird.


Der Ortstermin

Vor zwei Wochen hatten sich die Abgeordneten Thorsten Glauber und Jürgen Baumgärtner (CSU) ein Bild vor Ort gemacht und versprochen, dass die Petition rasch auf die Tagesordnung des Wirtschaftsausschusses gesetzt wird. Gestern hat sich dieser nun bei zwei Enthaltungen für die Würdigung der Petition ausgesprochen.


Die Nähe zur Wohnbebauung

Die Nähe der Freileitung zur Wohnbebauung habe maßgeblich den Ausschlag gegeben, so Glauber: "Nun wird die Staatsregierung beauftragt, im Bundesrat und hinsichtlich der Bundesfachplanung mit Unterstützung der Bundestagsabgeordneten dafür zu sorgen, dass auch beim Ostbayernring Pilotprojekte zur 380-kV-Erdverkabelung zugelassen werden." Glauber spricht von einem Etappenziel. "Die Beratungen müssen jetzt einen neuen Anlauf nehmen. Wir haben die Chance für Verhandlungen."


Tourismus im Blick

"Wenn der Ausschuss die Eingabe mit der Beurteilung ,Würdigung' an die Staatsregierung überweist, haben die Petenten gute Chancen auf einen Erfolg. Die Abgeordneten drücken damit aus, dass das zuständige Ministerium den Fall weiter oder nochmals prüfen sollte und dass in ihren Augen einige Gründe für eine positive Entscheidung sprechen", erläutert MdL Baumgärtner (Stimmkreis Kronach/Lichtenfels), der ausführte: "Der Ausschuss war der Ansicht, dass der Ersatzneubau der Leitung der touristischen Weiterentwicklung des Ortes entgegenlaufen würde. Deshalb hat man sich dafür ausgesprochen, dass sich die Staatsregierung in Berlin erneut für eine Erdverkabelung stark machen solle. "


Aures: Kommt auf Staatsregierung an

Dass die Eingabe "nicht einfach abgeschmettert wurde", freute Landtagsvizepräsidentin Inge Aures (SPD). "Jetzt kommt es auf die bayerische Staatsregierung an, bei der Bundesregierung entsprechend Druck zu machen, damit die Bürger im genannten Streckenabschnitt auch von einer Erdverkabelung profitieren können", stellte Aures fest. Wirtschaftsstaatssekretär Franz-Josef Pschierer (CSU) habe erklärt, dass die Regierung das Planungsverfahren des Ostbayernrings weiter kritisch begleiten und sich dafür einsetzen werde, dass eine möglichst verträgliche Trassenführung zum Tragen kommt.


Zeulner ist zuversichtlich

"Ich bin sehr zuversichtlich, dass die bayerische Staatsregierung der Empfehlung des Ausschusses nachkommen wird", stellte Bundestagsabgeordnete Emmi Zeulner (CSU) fest.

Jubel gab es in Marktleugast. Nicht nur von einem kleinen Etappenziel, sondern von einem bedeutenden Schritt hin zur Erdverkabelung sprach Bürgermeister Franz Uome (CSU). "Die Staatsregierung steht hinter uns. Jetzt sind Andere in der Pflicht", betonte Uome, der hofft, dass die Neuensorger Forderung umgesetzt wird.
Dass diese völlig berechtigt ist, stellte Landrat Klaus Peter Söllner (Freie Wähler) fest. Söllner bezeichnete es als sehr erfreulich, dass das Thema Erdverkabelung noch einmal aufgegriffen wird. Die Erfolgsaussichten könne er nicht beurteilen, "weil es solche Verfahren ganz selten gibt".

Gerne hätten wir auch Fritz Ruppert gehört, der die Petition eingereicht hat. Der Sprecher der Bürgerinitiative war gestern Nachmittag nicht zu erreichen.
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