Mainleus
Richtfest

Neubau: Seniorenstift liegt im Zeitplan

Die nächste Etappe ist geschafft, und der Neubau des Mainleuser Stifts nimmt Form an. Im Herbst sollen die Räume bezugsfertig sein.
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Schon im Oktober soll von Bauschutt und Staub nichts mehr zu sehen sein: Das Team rund um Diakonie-Geschäftsführer Karl-Heinz Kuch sieht sich gut im Zeitplan. Foto: Anna-Lena Deuerling
Schon im Oktober soll von Bauschutt und Staub nichts mehr zu sehen sein: Das Team rund um Diakonie-Geschäftsführer Karl-Heinz Kuch sieht sich gut im Zeitplan. Foto: Anna-Lena Deuerling
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Der Wettergott meint es gut mit Mainleus: Zum Richtfest des Neubaus im Lämmerweg versammeln sich die Gäste unter strahlend blauem Himmel, um sich selbst ein Bild vom Fortschritt des Bauvorhabens zu machen. "Hier entsteht ein modernes Pflegeheim der vierten Generation. In kleinen wohnlichen Gruppen können wir hier bis zu 60 Bewohner pflegen und versorgen", erläutert Jürgen Konrad, der das Seniorenstift in Zukunft leiten soll.
Gemeinsam mit Architekt Volker Peetz wurde das Raumkonzept ganz auf die Bedürfnisse der künftigen Bewohner abgestimmt. "Wir konnten hier alle Erfahrungswerte aus bestehenden Häusern einbringen, Wünsche und Vorschläge wurden optimal umgesetzt", lobt Konrad die Kooperation mit dem Architekten.

Architekt lobt mutige Bauherren

Dass die Zusammenarbeit bisher reibungslos verlief, findet auch Peetz selbst. Doch nicht nur der "mutige Bauherr", wie er das Team rund um geschäftsführenden Diakonie-Vorstand Karl-Heinz Kuch nennt, sondern vor allem auch die Gemeinde Mainleus sei maßgeblich dafür verantwortlich, dass das Projekt in dieser Form umgesetzt werden kann. Das Baugrundstück hinter dem Siedlerheim inmitten von Mainleus hat die Gemeinde der Diakonie kostenlos zur Verfügung gestellt. "Das Grundstück ist ideal, es ist mitten im Ort, die Bewohner können am Leben teilnehmen und haben kurze Wege - einen besseren Standort gibt es nicht", so der Architekt.
Zusätzlich bezuschusst die Gemeinde die Innenausstattung des Seniorenheims mit 300 000 Euro. Diese Förderung komme am Ende den zukünftigen Bewohnern zugute, erklärt Eva Weber von der Diakonie in Kulmbach. Die Pflegesätze könnten dank der Bezuschussung günstiger gehalten werden.

Gesamtinvestition von 6,2 Millionen Euro

Die Gesamtbaukosten für das Projekt betragen 6,2 Millionen Euro. Seit dem Spatenstich im Juni 2016 arbeitet das Team daran, den "ambitionierten Zeitplan", wie ihn Bürgermeister Robert Bosch (CSU) in seiner Ansprache nennt, auch einhalten zu können. Die wesentlichen Erfolgsfaktoren, darunter Fleiß und unermüdliches Engagement, seien nicht das Problem, so Bosch. Aber die externen Faktoren, wie die Witterung im Winter, machen auch vor diesem Bauprojekt keinen Halt.
"Das Wetter hat uns zwar ein bisschen zurückgeworfen", sagt Architekt Peetz, "aber das haben wir jetzt fast schon wieder reingeholt". Er ist sich sicher: Das gesetzte Ziel kann man erreichen.

Eröffnung noch 2017

Noch in diesem Jahr soll das Mainleuser Stift eröffnet werden. "Es wird nicht mehr lange dauern, vielleicht schon in einem knappen halben Jahr können wir hier einziehen", spekuliert Konrad mit Blick auf den Rohbau.
Geplant ist die Eröffnung im Oktober, spätestens aber im November soll alles fertig sein. Bei voller Auslastung sollen 60 ältere Mitbürger auf dem Gelände inmitten von Mainleus ihre Zimmer beziehen.

Was im jetzigen Zustand noch nicht ganz ersichtlich ist: Auf zwei Etagen verteilt entstehen 26 Einzel- und zwei Doppelzimmer. Letztere seien nicht nur erschwinglicher, sondern eine Möglichkeit für Ehepaare, auch in einer Pflegeeinrichtung nicht auf das gemeinsame Wohnen verzichten zu müssen. Dazu sei für Demenzpatienten die Unterbringung in einem Doppelzimmer oft die bessere Lösung, erklärt Konrad. Durch die weitere Person im Raum können Angsterscheinungen gemindert werden.

Lange Wege vermeiden

Lange Wege sollen im Neubau möglichst vermieden werden, das spiegelt sich neben der Wahl des Standorts auch in der Anordnung der Räume wider. Dank der H-Form des Gebäudes gibt es keine langen Gänge, die Bewohner müssen von ihren Zimmern zu den gemeinschaftlich genutzten Aufenthaltsräumen nur wenige Meter zurücklegen. Auch den Mitarbeitern komme das zugute: Sie behalten leichter die Übersicht.

Sowohl Wohnlichkeit als auch Funktionalität prägen die Raumplanung: Jedes Stockwerk verfügt über zwei Gruppenküchen, einen Essbereich und einen Wohnzimmerbereich, der sich durch Terrasse und Balkon nach außen erweitern lässt. Rückzugsmöglichkeiten sind gegeben, gleichzeitig sind die Wohnecken für die Mitarbeiter gut einsehbar. Alle Funktionsräume sind "fachlich und baulich auf dem neusten Stand", so Jürgen Konrad.


Unterstützung von allen Seiten


Volle Unterstützung von der Gemeinde, ein engagierter Architekt und die reibungslose Zusammenarbeit - Diakonie-Geschäftführer Karl-Heinz Kuch zeigt sich mehr als zufrieden mit dem Projekt. Schon zum Spatenstich im vergangenen Jahr äußerte er sich begeistert über die Unterstützung durch die Gemeinde Mainleus. Der damalige Bürgermeister Dieter Adam (FW) habe der Diakonie alle Türen geöffnet, so Kuch damals. Zum Richtfest war Mainleus mit Bürgermeister Bosch und viele Gemeinderäten wieder vertreten, um dem Richtspruch zu lauschen und den Verantwortlichen ihre Glückwünsche zu überbringen.

Kuch danke am Ende noch einmal allen Beteiligten und übergab das Wort abschließend an den Mainleuser Pfarrer Michael Schaefer, der ein Gebet sprach.
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