Feuer

Mitarbeiter von Kulmbacher Firma verhindern Großbrand

CoMI-Belegschaft schafft es durch beherztes Eingreifen, die Stichflamme zu löschen. Ein Mann kommt mit Verbrennungen ins Krankenhaus.
Schwerer Atemschutz: Feuerwehrleute mit Spezialausrüstung kontrollieren in der CoMI-Produktionshalle, ob immer noch Explosionsgefahr besteht. Links das Tintenfass und die Abfüllmaschine, wo es gebrannt hat. Foto: Stephan Tiroch
 
von STEPHAN TIROCH
Alles richtig gemacht! Die Mitarbeiter der Firma CoMI in der E.-C.-Baumann-Straße, wo es am Dienstag gebrannt hat, bekommen für ihr beherztes Eingreifen ein großes Lob von der Feuerwehr.

Es muss ein dramatischer Moment gewesen sein, was um 15 Uhr in der Produktionshalle - wo Kodierungs- und Markierungstinten für die Industrie hergestellt werden - passiert ist. Eine Mitarbeiterin beschreibt es so: "Auf einmal schlug eine Stichflamme aus dem Fass. Wir haben selber gelöscht und dann die Feuerwehr alarmiert."


Leitstelle setzt Großaufgebot in Marsch

Bei der Leitstelle kommt die Botschaft an, dass das Gebäude in Vollbrand steht. Deshalb werden die Feuerwehren aus Kulmbach, Mainleus und Melkendorf mit 13 Fahrzeugen und 53 Mann in Marsch gesetzt. Dazu Notarzt, Rotes Kreuz, THW-Berater und Notfallseelsorger.

Polizei und Einsatzkräfte sperren die E.-C.-Baumann-Straße zwischen Fachschule für Lebensmitteltechnik und Unterführung. Die Belegschaft hat sich bereits in Sicherheit gebracht. Um den Mann, der die Abfüllmaschine bedient und durch die Verpuffung Verbrennungen am Arm erlitten hat, kümmern sich Sanitäter. Er wird ins Krankenhaus gebracht. Der zweite Mitarbeiter, der mit dem Pulverlöscher die Flammen erstickt hat, steht unter Schock und wird ebenfalls betreut.


"Hat nur noch gekokelt"

Den Großteil der Rettungskräfte schickt Einsatzleiter Michael Weich gleich nach Hause, als klar ist, dass kein Großbrand bekämpft werden muss. "Als wir kamen, hatte die Belegschaft die offenen Flammen schon gelöscht. Es hat nur noch gekokelt. Wir haben mit Schaum gelöscht, dass nichts mehr passieren kann", so Weich.

Zum Schluss belüftet die Feuerwehr die verqualmten Räume und kontrolliert die Explosionsgefahr. Nach einer Stunde rücken die letzten Helfer ab.


Glück im Unglück

Firmeninhaber Lothar Zeitler, der auf seinem Gelände noch die Noris-Color GmbH und den alpha Stempelfarbenvertrieb betreibt, ist erleichtert: Glück im Unglück. Er gibt Entwarnung und informiert seine Mitarbeiter, dass keine Explosionsgefahr mehr besteht. "Wir arbeiten mit alkoholhaltigen Stoffen. Da war es richtig, dass wir Übungen mit der Feuerwehr gemacht haben", sagt er.

Die Brandursache ist ungeklärt. "Ein Mitarbeiter hat die Flüssigkeit wie immer in einen Bottich umgefüllt", sagt Zeitler.

Laut Polizei geht der Schaden in die Tausende. Eine genaue Summe könne aber noch nicht genannt werden. Es seien aufwendige Reinigungsarbeiten notwendig. Außerdem müsse der Produktionsausfall berücksichtigt werden.
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