Kulmbach
Ausstellung

Kunstverein Kulmbach bricht in neues Kunstjahr auf

Faszination und Irritation: Zum sechsten Mal präsentieren sich Künstler unterschiedlicher Stilrichtungen im Badhaus.
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Sibylle Burrer (links) diskutiert mit zwei Besucherinnen ihre Arbeiten. Foto: Uschi Prawitz
Sibylle Burrer (links) diskutiert mit zwei Besucherinnen ihre Arbeiten. Foto: Uschi Prawitz
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Sie sind aufgebrochen, um nach Kulmbach zu kommen, brechen vertraute Strukturen auf, dokumentieren den Aufbruch in einen neuen Lebensabschnitt oder begleiten den Aufbruch in fremde Welten. Auch der Kulmbacher Kunstverein bricht als Veranstalter in ein neues Kunstjahr auf, liefert mit dem Thema "Aufgebrochen" eine spannende Ausstellung im Badhaus (bis 3. April).

Zum sechsten Mal präsentieren sich "7 aus dem Verein", Künstler aus unterschiedlichen Stilrichtungen, von nah und fern. Nadine Seeger war aus der Schweiz angereist, um neben ihrer Installation das Vernissagepublikum mit ihrer Performance "Hand & Fuß" zu faszinieren oder vielleicht auch zu irritieren.

Ganz klare Linien präsentiert Sibylle Burrer aus Pforzheim mit ihrer Skulptur "Teilung". "Durch meine Arbeit möchte ich vermitteln, dass Teilung durchaus auch Sinn ergeben kann", erklärte die Bildhauerin und Architektin.
Mit ebenfalls klaren Linien nähert sich Phillip Janta aus Leipzig dem Thema, der mit grafischen Drucken sogar das Badhaus neu in Szene setzte. "Südsee-Badhaus" nennt er den Druck, der das Plakat der Ausstellung ziert und auch zu erwerben ist. Renate Hammond ist ein Kontrapunkt, denn mit ihren Ölgemälden zeigt sie in kräftigen Farben maskenhafte Gesichter, die den Betrachter aus der Menge zu beobachten scheinen.

Die Werkzeuge von Ingrid Meyerhöfer aus München sind der Pinsel und die Aquarellfarbe. Damit zaubert sie zarte und bisweilen verspielte Reiseerinnerungen auf die Leinwand. Gertrud Murr-Honikel erprobt mit ihren Arbeiten aus Ton die Grenzen des Materials immer wieder aufs Neue. Dabei entstehen tief berührende und dennoch skurrile Skulpturen und Reliefs.

Die Fotografin Christine Ströhlein begleitete fotografisch eine Freundin und dokumentierte ein Leben mit der Diagnose Brustkrebs - ganz ohne Effekthascherei. Ästhetische Bilder, aus denen Stolz, Kampf und Hoffnung sprechen. Ein Aufbruch in ein anderes Leben.

Weitere Informationen im Internet auf www.kunstverein-kulmbach.de.
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