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Petrikirche

Jürgen Harder wird in Kulmbach Pfarrer auf Zeit

Traugott Burmann verlässt Ende Januar die Petri-Kirchengemeinde und verabschiedet sich in den Ruhestand. Seine Vertretung steht in den Startlöchern.
Jürgen Harder betreut ab Februar die zweite Pfarrstelle der Petrikirche. Foto: Christian Bauriedel
 
von LISA KIESLINGER
Pfarrer Traugott Burmann verlässt Ende Januar die Petri-Kirchengemeinde. Der 65-Jährige geht in den Ruhestand. Doch was passiert mit der zweiten Pfarrstelle, die Burmann 21 Jahre betreut hat? Normalerweise bleiben solche Stellen erst einmal unbesetzt. Nicht so in Kulmbach. "Ich achte darauf, dass in Orten, wo ein Dekan sitzt, keine Vakanz entsteht", erklärt Dorothea Greiner, Regionalbischöfin der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde. Sie ist für den Kirchenkreis Bayreuth zuständig. Die Stelle ist aktuell ausgeschrieben, doch es sei nicht abzusehen, wann sie wieder besetzt werden kann.

Deswegen müsse eine Vertretung her. "Für Oberfranken habe ich das Glück, dass ich einen Pfarrer habe, der für solche besonderen Situationen eingesetzt werden kann", erklärt die Regionalbischöfin. Jürgen Harder aus der Nähe von Hersbruck übernimmt vorerst die zweite Pfarrstelle.

"Augenzwinkernd bezeichne ich mich immer als Wanderprediger. Da weiß jeder, was gemeint ist", sagt Harder und lacht. Und die Bezeichnung beschreibt seine Arbeit wirklich treffend.


Stationen von Jürgen Harder

Nach seinem Vikariat verschlägt es den geborenen Münchner mit seiner Frau nach Franken, um genau zu sein nach Fürth-Poppenreuth. Danach ging es für Harder nach Velden an der Pegnitz, wo er 14 Jahre als Gemeindepfarrer tätig war. Ein paar Jahre arbeitete er für eine Stiftung und ging dann für ein Jahr nach Berlin, wo er eine Nachhaltigkeitskampagne betreute. "In der Zeit war ich viel unterwegs. In einer Gemeinde wieder viele Jahre zu verbringen, das konnte ich mir nicht mehr vorstellen", erzählt der 56-Jährige. Doch er wollte wieder in den kirchlichen Dienst. Aus der Not heraus übernahm er erst einmal eine Vertretung im Raum Ingolstadt. Daraus habe sich dann für ihn eine Art Profil entwickelt.

"Seit 2012 war ich in neun Kirchengemeinden eingesetzt, wo schwerste Konflikte die Gemeinde zerrüttet haben oder besondere Probleme aufgetaucht sind", erzählt Harder. In solchen Situationen sei es wichtig, dass jemand von außen kommt. Für den Pfarrer ist das immer wieder eine Herausforderung. In solchen Situationen müsse sehr schnell sehr viel passieren. Genau das reizt ihn. "Bis jetzt ist der Abschied in den verschiedenen Gemeinden nie leicht gefallen. Und das ist doch ein gutes Zeichen für einen Vertretungspfarrer, oder?"


Welche Aufgaben warten auf ihn?

In Kulmbach werde er vorerst die Pflichtaufgaben übernehmen. Spezielle Projekte oder Aufgaben werden dann mit den Tagen im Dienst kommen, da ist sich Harder sicher. Jetzt freut er sich erst einmal darauf, die Gemeinde und die Stadt kennenzulernen. "Kulmbach war leider noch nicht in meinem Blickwinkel, aber ich war angenehm überrascht." Von seinem letzten Einsatzort in Ebersdorf bei Coburg sei er im November zum ersten Mal nach Kulmbach gekommen.

Wohnen wird der evangelische Pfarrer jedoch nicht in Kulmbach. "Meine Basis ist in Reichenschwand bei Hersbruck, wo ich mit meiner Frau lebe. Von dort aus starte ich zu meinen jeweiligen Einsatzorten." Und obwohl er von dort 90 Kilometer nach Kulmbach fährt, will er in der Gemeinde so viel Präsenz zeigen wie nur möglich. Das ist ihm wichtig.


Gottesdienst für Harder
Jürgen Harder wird am Sonntag, 15. Januar, in den Gottesdiensten um 9.30 Uhr (Spitalkirche) und um 11 Uhr (Nikolaikirche) vorgestellt. Wie Dekan Thomas Kretschmar mitteilt, besteht nach dem Gottesdienst in der Nikolaikirche die Möglichkeit, ihn persönlich kennenzulernen.
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