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Ingo Lehmann soll das Rathaus zurückerobern

Die Kulmbacher SPD nominiert ihren Kandidaten für die OB-Wahl am 21. Oktober. Inge Aures ruft als OB a. D.: OB ade!
Die SPD feiert ihren OB-Kandidaten Ingo Lehmann, eingerahmt von "seinen" beiden Frauen, von seiner Lebensgefährtin Margit Eber und deren Tochter Laura (rechts). Fotos: Stephan Tiroch
 

Haben die Kulmbacher Genossen das Lager gewechselt? Oder haben sie die politische Farbenlehre außer Kraft gesetzt? Bei der Nominierung ihres OB-Kandidaten am Freitagabend teilt die SPD grüne Stimmzettel aus. Wenigstens die beiden Spitzen-Frauen, die SPD-Landtagsabgeordneten Inge Aures und Susann Biedefeld, wissen was sich gehört: Sie tragen rote Jäckchen.

Dann die Entwarnung: Die grünen Karten werden nur bei den Abstimmungen verwendet, wenn es darum geht, die Formalitäten einzuhalten - bei der Wahl der Versammlungsleitung zum Beispiel. Als man zur Tat schreitet und den SPD-Fraktionsvorsitzenden im Stadtrat, Ingo Lehmann, nominiert, stimmt die Farbenlehre wieder: Auf roten Zetteln dokumentieren die Genossen geschlossen, dass der 40-Jährige im Herbst Kulmbacher Oberbürgermeister werden und das Rathaus zurückerobern soll.

Mit Applaus und "Ingo, Ingo"-Rufen feiert die SPD im Gasthof Geuther ihren OB-Kandiaten, der von "seinen" beiden Frauen begleitet wird: von seiner Lebensgefährtin Margit Eber und deren Tochter Laura. "Ich werde alles geben, um die Wahl am 21. Oktober zu gewinnen", verspricht der Kandidat und bedankt sich für einen "unglaublichen Vertrauensvorschuss".

Sympathisch, fair, Kulmbacher


Für Inge Aures steht fest, dass der gebürtige Kulmbacher "das Zeug hat, diese Stadt zu führen". Als OB a. D. rufe sie: OB ade! Sie nennt Lehmann "einen erfahrenen Kommunalpolitiker, der wertvolle Arbeit leistet und hohes Vertrauen genießt". Der Slogan für die Wahl laute: sympathisch, fair und Kulmbacher. Die SPD werde einen sachlichen und fairen Wahlkampf führen, so Aures. Sie kündigt an, "dass ich aufzeigen werde, was in den vergangenen sechs Jahren alles nicht passiert ist".

Lehmanns Arbeitgeberin, die Lichtenfelser Landtagsabgeordnete Susann Biedefeld, für die der Diplom-Geograph seit zwölf Jahren als wissenschaftlicher Mitarbeiter tätig ist, hat ihm einen Abreißkalender für die Zeit bis zur Wahl mitgebracht. "Ich hoffe, dass ich in 150 Tagen keinen Mitarbeiter mehr habe."

Einen ausführlichen Bericht lesen Sie in der Wochenendausgabe der Bayerischen Rundschau.

Kommentare

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  • community  Oberfranken Diesen Post kommentierenkommentieren

    AussichtslosIm Moment sehe ich keine reelle Chance das ein SPD Mann eine Chance bekommt. Herr Schramm hält sich für seine Art bedächtig ruhig. Wohlwissend das er keine Angst um seine Wiederwahl haben muss. Mittlerweile ist es mir sogar egal wer welche Fehler macht, besser wird nichts und alles bleibt beim Alten.

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