Schirradorf
Aktion

Im verwunschenen Rosen-Paradies

Beim Tag der offenen Gartentür im Landkreis Kulmbach präsentieren sich fünf Gärten aus Schirradorf . Einer davon gehört Bernard und Christine Michaelis,
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Rosenexperten unter sich: Bernard Michaelis (rechts) zeigt Kreisfachberater Friedhelm Haun seine üppiog blühenden Kletterrosen. Foto: Dagmar Besand
Rosenexperten unter sich: Bernard Michaelis (rechts) zeigt Kreisfachberater Friedhelm Haun seine üppiog blühenden Kletterrosen. Foto: Dagmar Besand
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Üppig blühen die Rosen im Vorgarten des Bauernhauses in der Hirtengasse 11. Sie ranken an Bögen und Pergolas empor, bezaubern mit ihrem Duft und ihrem Farbenspiel. Es ist nur ein Vorgeschmack darauf, was die Besucher hinter dem einladenden Anwesen erwartet: Ein schmaler Durchgang führt in die grüne Oase, die Bernard und Christine Michaelis sich dort geschaffen haben.

Ihr Garten ist eine von fünf Anlagen, die der Kreisverband für Gartenbau gemeinsam mit dem Gartenbauverein Schirradorf am Sonntag beim Tag der offenen Gartentür präsentiert.

Das Besondere: Es ist mit rund 400 Quadratmetern kein besonders großer Garten, aber einer, der auf engem Raum mit einer enormen Vielfalt an Pflanzen und Gestaltungselementen beeindruckt: Es gibt mehrere mit Wein und Rosen berankte Pavillons und Lauben, eine Wasserstelle mit Steg und viel Schilf, Rosenbögen, die das Grundstück in verschiedene kleine Zimmer aufteilen.


Immer wieder eine neue Liebe


Rosen sind Bernard Michaelis' große Leidenschaft. 105 Exemplare wachsen rund ums Haus und die Scheune: Kletterrosen, Strauchrosen und buschige Beetrosen in allen Farben und Formen. Vor allem historische Rosen haben es dem gebürtigen Engländer angetan: "Rosen sind etwas Wunderbares. Ich kann gar nicht genug davon bekommen", schwärmt der 57-Jährige, der immer noch irgendwo ein Plätzchen findet, um eine weitere Sorte zu pflanzen, in die er sich spontan verliebt.

Das Ehepaar Michaelis betreibt Arbeitsteilung: "Mein Mann gräbt und pflanzt, ich pflege", sagt Christine Michaelis. Der Lieblingsplatz der 47-Jährigen ist ein mit Wein berankter Pavillon. Der kleine Tisch mit zwei filigranen Stühlen lädt zum Entspannen ein.

Wenn es darum geht, den vorhandenen Platz optimal auszunutzen, sind die beiden Hobbygärtner sehr kreativ. "Wir haben keinen Nutzgarten, aber natürlich wollen wir auch ein bisschen was ernten", sagt Christine Michaelis. In Hochbeeten können neben noch mehr Blumen auch Kräuter, Salate und Gemüse gedeihen. Dafür haben die Gartenbesitzer eine ebenso schöne wie preiswerte Lösung gefunden: Schlichte Kompostbehälter aus Holz im Stecksystem bilden den äußeren Rahmen. Dieses Gerüst ist von innen nochmals mit Brettern ausgekleidet und verstärkt, damit die Erde nicht herausfällt. Fertig ist das schnelle und günstige Hochbeet Marke Eigenbau.

Außerdem wachsen im Garten reichlich Beerensträucher und kleine Obstbäume: Quitte, Kirsche, Pfirsich, Apfel... Es gibt also auch im Rosengarten immer leckere Früchte zu naschen.

Vor vier Jahren, als Bernard und Christine Michaelis das Anwesen gekauft haben, sah das Grundstück noch ganz anders aus: "Wir haben alles von Grund auf neu angelegt", erzählt der Besitzer. Einige großformatige Fotos zeigen, wie das Gelände 2013 aussah. So können sich die Besucher am Sonntag einen Vorher-Nachher-Eindruck verschaffen.


Gelungene Kombination


Friedhelm Haun, Kreisfachberater für Gartenkultur und Landespflege am Landratsamt Kulmbach, ist beeindruckt vom Einsatz und Ideenreichtum des Ehepaars Michaelis: "Mir gefallen besonders gut die Lauben mit Rosen und Wein, und dass es gelungen ist, auf kleinem Raum eine so ungeheure Vielfalt zu schaffen." Sehr positiv sieht der Gartenexperte auch die Kombination von Zier- und Nutzgarten.
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