Interview

Huebnotix und Kulmbach: eine tolle Kombination!

Huebnotix haben sich mit der Interpretation legendärer Pop- und Rock-Songs auch in Kulmbach eine große Fangemeinde erspielt. Am Samstag sind sie wieder da.
Huebnotix & Strings kommen am Samstag um 20 Uhr in die Dr.-Stammberger-Halle Kulmbach (Einlass ab 19 Uhr) Es gibt noch Karten für den Auftritt, unter anderem in der Geschäftsstelle der Bayerischen Rundschau im Kressenstein 2. Foto: privat
 
von JOCHEN NÜTZEL
Seit 15 Jahren steht die vierköpfige Band Huebnotix für kreative Eigeninterpretationen von Meisterwerken der Rock- und Popgeschichte. Am Samstag kehrt das Quartett mit neuen Songs und Unterstützung durch zehn Streicher nach Kulmbach zurück. Bassist Markus Burucker berichtet im Interview, was die Unplugged-Versionen auszeichnet und wie schwer es Nachwuchsmusiker bisweilen haben, Auftrittsmöglichkeiten zu bekommen.

Rock/Pop trifft Klassik - das haben auch schon andere versucht. Herr Burucker: Was ist bei Huebnotix das Besondere an dieser Art von Stil-Mix?
Markus Burucker: Das Besondere ist bei uns der Unplugged-Style: Piano, Akustik-Gitarre, Drums und Kontrabass treffen auf ein zehnköpfiges Streicher-Ensemble, für das jede einzelne Note aus eigener Feder stammt. Es wird also nichts reproduziert, sondern ist völlig eigenständig!

Ihre musikalische Reise führt durch fünf Jahrzehnte, macht bei Frank Zappa, Led Zeppelin und Pink Floyd Halt. Wie nähert man sich solchen Heroen an?
Definitiv mit Ehrfurcht! Aber genau das ist das Konzept von Huebnotix & Strings, Songs auszuwählen von Ikonen der Rockgeschichte, an die sich niemand heranwagen würde.

Wie gestalten sich die Probenarbeiten mit den zehn Streichern?
Tatsächlich ist die Crew mittlerweile so eingespielt, dass kaum Proben stattfinden. Die Häufigkeit der Auftritte, die wir haben, lässt das auch gar nicht mehr zu. Aber wenn wenn wir proben, dann ist das ein Heidenspaß.

Huebnotix gibt es seit 15 Jahren, Sie sind Gründungsmitglied. Wie schwer ist es, in der heutigen Zeit als Live-Musiker die Möglichkeit zum Auftritt zu bekommen?
Das kommt immer darauf an, wie lange man schon im Geschäft ist und welche Fanbase man hat. Bei uns klappt das ganz gut. Ganz anders sieht es für junge Musiker und Nachwuchsbands aus, da es kaum mehr eine Clubszene gibt. Musik ist Massenware geworden, immer zugänglich. Den Leuten ist es dabei egal, ob Konserve oder Live. Das ist eine Entwicklung, die ich sehr schade finde. Richtige Bands sind leider eine aussterbende Spezies.

Ihr Upright-Bass sieht nicht nur außergewöhnlich aus, er funktioniert auch elektronisch. Würde es ein "analoges" Modell auch tun? Wie kamen Sie zum Bass?
Ich spiele seit meinem zwölften Lebensjahr Bass - das ist meine große Liebe. Durch das Unplugged-Konzept bei uns ist der Upright-Kontrabass für dieses Projekt die erste Wahl. Ein E-Bass tut es hier nicht.

Wenn es um die Songauswahl geht: Wer hat das letzte Wort in der Band?
Wir sind eine demokratische Band - es kommt also nur der Song durch, dem alle zustimmen. Das klappt schon seit 15 Jahren so.

Gibt es einen Titel, an den Sie sich noch nicht herangewagt haben? Oder den Sie persönlich gerne ins Programm nehmen würden, die Kollegen aber nicht so mitziehen?
Nicht herangewagt? Nein. Zweiteres kommt schon mal vor, ist aber kein Problem in einem kreativen Prozess. Jede Meinung zählt, um das Beste für uns zu erreichen. Das ist und bleibt unser Anspruch.

Huebnotix und Kulmbach: Welche Verbindungen gibt es da?
Natürlich gute! Das ist nicht das erste und sicher nicht das letzte Konzert hier. Wir hatten hier schon wunderschöne Abende und Erlebnisse, für die es sich lohnt, immer wieder zu kommen! Außerdem ist das Bier gut!
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