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Graben und schaufeln fürs Schlaraffenland

Mit Riesenschritten geht es voran beim Traumgarten-Projekt mit der Melkendorfer Grundschule. Zum Start in die Osterferien wurden Obstbäume gepflanzt.
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Mit vollem Einsatz zum schönen neuen Garten: Die Melkendorfer Grundschüler pflanzen unter der Anleitung von Friedhelm Haun ihre ersten Obstbäume. Foto: Dagmar Besand
Mit vollem Einsatz zum schönen neuen Garten: Die Melkendorfer Grundschüler pflanzen unter der Anleitung von Friedhelm Haun ihre ersten Obstbäume. Foto: Dagmar Besand
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Wer ernten will, muss pflanzen. Das ist den gartenbegeisterten Grundschülern der Theodor-Heublein-Schule klar. Dass es aber so viel Arbeit ist, einen Baum zu pflanzen, das haben sie nicht gedacht. Jason Wollner und Fabian Frisch kommen ganz schön ins Schwitzen, während sie Komposterde in die Schubkarre und dann in die vorbereiteten Pflanzlöcher schaufeln. Leckeres Obst aus dem eigenen Garten wünschen sich die Kinder und pflanzen Apfel, Sauerkirsche und Mirabelle.

Viel Arbeit, denn die Bäume aus der Baumschule haben schon eine stattliche Größe und brauchen großzügige Pflanzlöcher. Gut, dass die Kinder tatkräftige Unterstützung bekommen: Mitarbeiter des städtischen Bauhofs haben für sie drei Pflanzlöcher ausgebaggert, die nun mit einem Gemisch aus Humus und Kompost gefüllt werden. Friedhelm Haun, Kreisfachberater für Gartenbau- und Landschaftspflege, zeigt den Kindern, wie sie es machen müssen.

Die Dritt- und Viertklässler sind mit großem Enthusiasmus bei der Sache, schaufeln Erde, stampfen sie fest, rechen den umgebenden Rasen schön sauber und wässern das Erdreich rund um die Wurzeln. Zum Abschluss zeigt ihnen Friedhelm Haun noch, wie man mit einem Kokosstrick und einer Achter-Schleife die Bäumchen an Stützpfählen festbindet.

"Wofür braucht man die denn?" möchte Sophie Herold wissen: "Baumstützen helfen jungen Bäumen, kräftige Wurzeln für ein gesundes Wachstum zu entwickeln und geben Halt an windigen Standorten", erklärt Haun den Kindern. "Das Wurzelsystem muss sich fest im Boden verankern, damit der Baum gleichmäßig Wasser und Nährstoffe aus dem Boden aufnehmen kann. Unser Kompost sorgt dafür, dass genug Nährstoffe da sind."

Nach mehrstündigem Arbeitseinsatz stehen die drei jungen Obstbäume. Die Kinder sind glücklich und stolz auf ihren neuen Garten. Vor ein paar Wochen noch war das Gelände ein Stück Wiese mit verwilderten ehemaligen Hecken und Beeten. Jetzt gibt es schon ein Blumen- und ein Beerenbeet, Kräuter und Obstbäume. Eltern, Lehrer und Gartenbauvereine haben fleißig mitgeholfen. Die Teamarbeit hat sich gelohnt: Das Ergebnis kann sich sehen lassen!
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