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Bürgerversammlung

Gössenreuther Landwirt kritisiert enormen Flächenverbrauch

Landwirt Rainer Hartmann kritisiert den zunehmenden Landverbrauch in Himmelkron. Der werde durch die geplante Freiflächen-PV-Anlage noch einmal verschärft.
Rainer Hartmann, im Bild mit Ehefrau Elke, Tochter Michaela Hartmann und Enkelin Leonie, befürchtet, dass durch die Errichtung der Freiflächen-Photovoltaikanlage bei Gössenreuth weitere landwirtschaftsliche Fläche verloren geht. Foto: Werner Reißaus
 
von WERNER REIßAUS
Rainer Hartmann sprach in der Bürgerversammlung die Befürchtung aus, dass mit der beabsichtigten Freiflächen-Photovoltaikanlage zwischen Gössenreuth und Rosengarten eine weitere wertvolle landwirtschaftliche Nutzfläche verloren geht. Drei Generationen bewirtschaften auf seinem Hof etwa 135 Hektar, davon 25 Hektar Wald. Der Landwirtschaftsmeister ist auf Futterflächen für seine 250 Rinder dringend angewiesen.


Nur noch sechs Landwirte übrig


"Uns sind bereits mit dem Gewerbegebiet weit über 100 Hektar verloren gegangen. Von ehemals 13 Landwirten in Gössenreuth sind nur noch sechs übrig. Wenn wir mit dem Landverbrauch so weitermachen, fahren wir hier die Landwirtschaft gegen die Wand", fand Rainer Hartmann deutliche Worte. Parallel zur B 303 ist auf 14 Hektar die PV-Anlage geplant.

Rainer Hartmann forderte den Gemeinderat auf, für eine Planung mit Augenmaß zu sorgen. Die Entscheidung steht in Kürze an. Wie Bürgermeister Gerhard Schneider ankündigte, wird die Firma Südwerk ihre Pläne in der nächsten Sitzung des Gemeinderates vorstellen.

Edwin Hübner fragte, welche Vorteile denn die Einstufung der Gemeinde Himmelkron zum Mittelzentrum biete. Karin Zink erkundigte sich nach dem Stand des geplanten Radwegs von Himmelkron nach Schlömen und weiter nach Trebgast.


Erschließung vielleicht noch in diesem Jahr


Stefanie Hollweg wollte Auskunft über die Erschließung der Bauplätze in der Königsberger Straße. Bürgermeister Schneider sprach die Hoffnung aus, "dass die Erschließung noch in diesem Jahr möglich ist".

Rudi Wild kritisierte, dass in der Frankenwaldstraße viel zu schnell gefahren werde.

"2016 war ein sehr gutes Jahr für die Gemeinde Himmelkron." Diese Feststellung traf Bürgermeister Gerhard Schneider (CSU) am Beginn der Bürgerversammlung vor über 100 Besuchern. Gut 45 Minuten berichtete er von der Arbeit im Gemeinderat und listete die größten Investitionsmaßnahmen des laufenden Haushaltsjahres auf. Die größte Einzelmaßnahme bilde dabei die geplante Verlegung des Geiersbaches entlang der Bahntrasse mit rund 710 000 Euro.


Wasserversorgung und Breitband


Als herausragende Projekte des vergangenen Jahres bezeichnete Schneider die Dorferneuerung "Bauhofneugestaltung", die Optimierung der Wasserversorgung und den Ausbau der DSL-Versorgung. Als einen schönen Teilerfolg wertete der Bürgermeister die Aufstufung zum Mittelzentrum.

Besondere Erwähnung fand auch die Darstellung der Gemeinde bei der Landesgartenschau in Bayreuth. Hier lobte Schneider besonders die Arbeit des Förderkreises mit seiner rührigen Vorsitzenden Inge Tischer, die nicht müde werde, für Himmelkron zu werben.

Ein besonderes Lob ernteten auch die Seniorenbeauftragten Peter Aßmann und Hans Matussek. Mit ihrem Mobilitätsservice seien bei 50 Fahrten immerhin rund 350 Personen befördert worden.

Der Bürgermeister nahm auch kurz zur geplanten Gleichstomtrasse Süd-Ost-Link Stellung. Mit Vertretern der Bürgerinitiative habe er kürzlich an einer Veranstaltung der Firma Tennet in Speichersdorf teilgenommen. "Wir mussten feststellen, dass sich die offiziell favorisierte Trasse östlich des Fichtelgebirges mit der durch unsere Gemeinde in der Bewertung nur sehr gering unterscheiden. Damit werden wir uns in der Ende März startenden Bundesfachplanung wieder mit guten Argumenten für unsere Belange einsetzen müssen."


Dickes Lob vom Landrat


"Himmelkron ist eine der ganz wichtigen Gemeinden in unserem Landkreis", sagte Landrat Klaus Peter Söllner. Die Premiumlage biete sehr viele Chancen, aber in gleicher Weise auch Problemstellungen. Bürgermeister und Gemeinderat versuchten, diese Chancen zu nutzen. "Himmelkron ist auf einem hervorragenden Weg. Ihr steht nicht nur für wirtschaftliche Entwicklung, sondern auch für Kunst und Kultur." Der Anstieg der Zahl der Arbeitsplätze von 1500 im Jahr 2003 auf nunmehr 2 400 bezeichnete der Landrat als eine enorme Entwicklung, die es so im gesamten Kreis nicht gebe.
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