Kulmbach
Weihnachtsmarkt

Glocken, Filz und Honigmet bei der Blaicher Weihnacht

40 Fieranten boten den Besuchern in der Blaich ein breites Spektrum an bekannten und außergewöhnlichen Dingen. Wäre da nicht die nasskalte Witterung gewesen.
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Christkind Savina Foerster kam hoch zu Ross zu den Besuchern in der Blaicher Budenstadt. Fotos: Stephan Stöckel
Christkind Savina Foerster kam hoch zu Ross zu den Besuchern in der Blaicher Budenstadt. Fotos: Stephan Stöckel
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"Aller guten Dinge sind drei", sagte sich das Blaicher Christkind Savina Foerster und bestieg noch einmal ihren Schimmel "Rashid", mit dem sie über den Blaicher Weihnachtsmarkt ritt. Zum letzen Mal begrüßte sie die Besucher aus Nah und Fern. "Ich möchte mein Amt in jüngere Hände legen", verriet die Elfjährige, die auf eine schöne Zeit zurückblickte.
Nicht nur das Christkind war gekommen, sondern auch Hunderte von Besuchern - und das trotz strömenden Regens, der den Bummel durch die weihnachtliche Budenstadt nicht gerade zu einem Vergnügen machte. Auch der Weihnachtsbaumhändler haderte mit dem Regen: "Bei diesem Mistwetter will niemand einen nassen Baum in seinem Auto transportieren."
Mit diesem Problem hatten die Fieranten nicht zu kämpfen, die sich an rund 40 Ständen mit originelle Geschenkideen überboten. "Die Blaich hat einen schnuckeligen, kleinen Weihnachtsmarkt, wo man originelle Ideen findet. Aus diesem Grund kommen wir mit unserem Stand immer wieder gerne nach Kulmbach", sagte Laura Lorenz aus Helmbrechts. Mit ihrem eigenen Angebot trug sie dazu bei: Lustige Sprüche zierten ihren selbst beschrifteten Schiefertafeln.
Ein paar Buden weiter gab es ganz spezielle "Christbaamla" zu erwerben. Die Kulmbacher Künstlerin Stefanie Raps hatte sie aus Holz, Polsterstoff und Füllwatte kreiert. An den Bäumen für das starke Geschlecht hingen kein Lametta, sondern Kronkorken.
"Wollen Sie die eingefilzte Seife für die Oma in der gediegenen, flippigen oder lustigen Version?" Bei Seifenfrau Regine Bär aus Heubsch bei Thurnau hatte man die Qual der Wahl. Aber auch Bier- und Kaffeeseife fanden sich in ihrem Sortiment.
Auch die sechs Damen vom Bayern-1-Stammtisch aus Mainleus hatten ihre kunsthandwerkliche Ader ausgelebt: Biedere Tontöpfe hatten sie in weihnachtliche Glocken verwandelt, die die Blicke der Besucher auf sich zogen.
Boshi-Mützen, christliche Bücher, Holzkrippen, Vogelhäuser, Kerzen, Strick- und Töpferwaren - für jeden war etwas dabei. Auch kulinarisch: Neben der obligatorischen Kulmbacher Bratwurst und dem Glühwein, gab es auch exotischen Gaumengenüsse, wie Holunderkäse oder Honigmet, den die Kulmbacher Mittelaltergruppe "Augenglas" servierte.

Viel geboten im "Mupäz"

Im Bayerischen Brauerei- und Bäckereimuseum mit angegliederten Museumspädagogischen Zentrum, das zu einem Tag der offenen Tür geladen hatte, war viel geboten: Groß und Klein verzierten Lebkuchen, zogen Kerzen oder ließen sich Bierfilzla mit originellen Sprüchen drucken.
Das Christkind hatte gegen Ende des Marktes noch einmal seinen großen Auftritt. Es bescherte die kleinen Besucher mit Geschenken: "Wenn ich in glänzende Kinderaugen schaue, dann ist das das Größte für mich", freute sich Savina.
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