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Endlich Frühling: Ab ins Beet!

Die Melkendorfer Schulkinder gestalten gemeinsam mit der Traumgarten AG der Bayerischen Rundschau ihren Schulgarten neu.
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Die Kinder der Schulgarten AG haben ein Händchen für Pflanzen - und offensichtlich Spaß bei der Arbeit! Fotos: Dagmar Besand
Die Kinder der Schulgarten AG haben ein Händchen für Pflanzen - und offensichtlich Spaß bei der Arbeit! Fotos: Dagmar Besand
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Auch wenn es nachts noch recht kalt ist, am Tag zeigt die Frühlingssonne schon richtig Kraft. Jetzt gibt es für die Melkendorfer Kinder des Schulgarten-Teams kein Halten mehr: Raus geht's! Es ist nämlich eine Menge zu tun auf dem Gelände hinter dem Schulhaus, um das in den vergangenen Jahren etwas vernachlässigte Grundstück auf Vordermann zu bringen.

Die Grundschüler können dabei auf fleißige Helfer zählen: Die Initiative Traumgarten AG der Bayerischen Rundschau unterstützt die Kinder beim Planen und Umsetzen ihrer Ideen. Friedhelm Haun, Kreisfachberater für Gartenbau und Landschaftspflege, hilft beim Schneiden und Pflanzen der alten und neuen Obstbäume, und auch der Gartenbauverein Melkendorf hat zugesagt, die Kinder zu unterstützen.

Nach einigen Planungstreffen und erfolgreichen Aussaatversuchen auf der Fensterbank wird beim ersten Außen-Einsatz mit den Kindern das Kräuterbeet neu angelegt. Erfrorene und vertrocknete Pflanzen entfernen sie und versuchen, wildwuchernde Stauden zu zähmen.

Beispiel Estragon: Der hat den Winter prima überstanden und ist schon beim ersten Austrieb übermütig. Sophie Herold und Linda Langer staunen, als sie insgesamt mehrere Meter Wurzelausläufer aus dem Beet ziehen. Zuviel für die kleine Fläche, und so schneiden die Mädchen die Wurzeln kräftig zurück. Gestutzt werden auch Currykraut und Olivenkraut. Mehr ist von früheren Anplanzungen nicht übrig geblieben.

Macht nichts: Als Ersatz für eingegangene Pflanzen gibt es Geschenke von der Traumgarten AG: Kräftige Ableger von Zitronenmelisse, Salbei, Bergbohnenkraut, Pfefferminze und Blutampfer pflanzen die Kinder in ihr Beet.
Als nächstes sind die Gemüsebeete an der Reihe. Jason Wollner und Fabian Frisch tragen in einer großen Kufte Erde herbei und füllten die Hochbeete auf. Demnächst werden hier Salate, Möhren, Radieschen und vieles mehr wachsen.

Einige Pflanzen warten auf der sonnigen, warmen Fensterbank im Klassenzimmer schon darauf, ins Freie gepflanzt zu werden. Bohnen und Tomaten haben die Kinder dort unter Anleitung ihrer Lehrerin Ellen Domann vorgezogen. Sie dürfen allerdings erst nach den Eisheiligen ins Beet, wenn keine Nachtfröste mehr drohen.

Bis dahin werden die Grundschüler noch weitere Blumen und Gemüsesorten aussäen, lernen, wie man Pflanzen über Stecklinge oder durch Teilung vermehrt und mit Hilfe ihrer erwachsenen Unterstützer einige Stauden und Beerensträucher pflanzen.

Mit den Händen in der Erde zu buddeln und ihren Pflanzen ein schönes neues Zuhause vorzubereiten, das macht den Kindern viel Spaß. Je dreckiger die Hände, desto größer der Spaßfaktor bei der Arbeit? Für die Melkendorfer Kinder trifft das auf jeden Fall zu!
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