Kulmbach
Kunst

Eine Vielfalt, die staunen lässt

Zum fünften Mal hat der Kunstverein Kulmbach Laien und Profis zu einer großen Mitgliederausstellung eingeladen. 33 Künstler präsentieren eine enorme Vielfalt, Werke, die unterschiedlicher kaum sein können.
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Trotz gleichzeitiger Übertragung des Deutschland-Spiels bei der Fußball-WM kamen zahlreiche Kunstfreunde zur Vernissage in die Galerie Obere Stadt und staunten über die Vielfalt. Fotos: Sonja Adam
Trotz gleichzeitiger Übertragung des Deutschland-Spiels bei der Fußball-WM kamen zahlreiche Kunstfreunde zur Vernissage in die Galerie Obere Stadt und staunten über die Vielfalt. Fotos: Sonja Adam
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Ilse Pfitzner zeigt ein kleinformatiges Acrylbild mit dem Titel "St. Tropez". Elisabeth Pötzl widmet sich Borkum und St. Peter - allerdings nicht in Urlaubsimpressionen, sondern abstrakt. Ihre Bilder sind fast transparent und zart.
Gerhard Renner sorgt mit Porträts, die in Eitempera und Öl auf Leinwand gemalt sind, für Staunen bei den Besuchern. Und Stephan Klenner-Otto zeigt sich mit seinen Aquarellwerken "Am Fluss", "Blick auf den Teich", "Feld" und "Abendstimmung" von einer fast träumerischen Seite.
Konrad Ruff hat aberwitzige Terrakotta-Figuren geschaffen. Sein Zyklus "Königliche Familie beim Bade" spart nicht mit Ironie und Spott. Prinz Hideyoshi und Britta-Schwedisch hat Ruff erfunden - die Gäste bei der Vernissage waren begeistert.
Irene Mäder wiederum filzte - und zwar Sportstelen zum Thema Billard, Golf und Tennis.
Auch die Installation von Edina Thern sorgte für Aufmerksamkeit. Unter dem Titel "Bettgeschichte" hat sie ein Konglomerat aus Schrott und Metall zu einer Figur zusammengebaut - ein echter Hingucker.
Feinsinnige Kunst bringt Conny Morsch ins Spiel. So zeigt sie eine hauchzarte, aber doch präsente Quittenzeichnung aus Farbstift - so detailreich, dass die Früchte absolut echt wirken.
Wolfram Gittel präsentiert Fotografien, Klaus Rössner Foto-Kunst. Auch Christine Ströhlein und Sigrid Wolf-Feix bannen ihre Werke auf Fotopapier.
Doch nicht nur im vorderen Raum der Galerie in der Oberen Stadt ist Kunst der verschiedensten Art zu sehen. Ute Scharrer schafft mit ihrer im Schaukasten präsentierten kleinformatigen Serie "Nachts im Museum" eine Verbindung in den hinteren Gebäudetrakt, in dem auch das Atelier Schobert untergebracht ist. Dort zeigt Kunstlehrer Andreas Schobert "rostige Impressionen", und Harald Burger setzt "Natur-Zeichen".
Insgesamt 33 Künstler präsentieren bei der Mitgliederausstellung ihre Werke. Dass die Vernissage ausgerechnet auf das Deutschlandspiel bei der WM fiel, hielt die Kunstsinnigen nicht ab - im Gegenteil: Sie genossen die Vernissage. Der Vorsitzende des Kunstvereins, Karl-Heinz Greim, freute sich über die Vielfalt und die hohe Qualität der Arbeiten und stellte vor allem das Engagement von Conny Morsch heraus: "Sie ist wie ein Atomkraftwerk für die Kunst".
Dieter Hägele übermittelte die Grüße der Stadt und freute sich wie stellvertretende Landrätin Christina Flauder über die große Bandbreite. Für jeden Kunstgeschmack sei etwas dabei.
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