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Energie

E-Mobilität wird den Markt komplett verändern

Elektro statt Benzin und Diesel - die E-Mobilität wird den Markt komplett verändern. Das wurde beim Zukunftsforum eMobility Oberfranken deutlich.
Unternehmer Mario MünchFoto: Stephan Herbert Fuchs
 
von STEPHAN-HERBERT FUCHS
Die Preise sinken, die Reichweiten steigen: "Elektrofahrzeuge werden in zehn Jahren Mobilitätsstandard sein." Das sagt Michael Möschel, Chef der Kulmbacher Verkehrsakademie und Vizepräsident der IHK für Oberfranken.

Beim 2. Zukunftsforum "eMobility Oberfranken" auf dem Gelände des Energiewerks Franken der Firma Münch Energie in Rugendorf ging Möschel fest davon aus, dass sich die Preise für Elektrofahrzeuge innerhalb kürzester Zeit den Preisen von benzin- und dieselgetriebenen Fahrzeugen angleichen werden.


Bald doppelte Reichweite


Außerdem könne man schon jetzt sicher vorhersagen, dass sich die Reichweiten binnen der kommenden drei Jahre verdoppeln werden.

Scharfe Kritik übte Möschel an den derzeitigen Rahmenbedingungen. "Im Moment wird die Elektromobilität von der Politik totgespielt", sagte er. So ziehe sich die ohnehin umstrittene Förderung noch hin, obwohl sie bereits beschlossen sei. Unverständlich sei es auch, dass Elektrofahrzeuge über 4,25 Tonnen von der Förderung ausgenommen wurden. "Man sollte Nutzfahrzeuge nicht ausschließen", so Möschel, der gerade in Firmenfuhrparks ein riesiges Potential sieht.

Ebenso kritisierte er die Anschaffungsgrenze für ein E-Fahrzeuge von 60.000 Euro, über der es keine Förderung mehr gibt. Gerade für Menschen, die bereits seien, so viel Geld für ein Elektrofahrzeug auszugeben, könnte die Förderung ein zusätzlicher Anreiz sein.


Vor einer kleinen Revolution


Trotz allem geht Möschel fest davon aus, dass sowohl dem Handel als auch dem Service mit den Elektrofahrzeugen eine kleine Revolution bevorsteht. Auch wenn die Nachfragesituation derzeit noch verhalten ist und nicht einmal 100.000 E-Fahrzeuge auf deutschen Straßen unterwegs sind, werde sich die E-Mobilität nicht mehr aufhalten lassen. "Private Verbraucher sind begeisterungsfähig, aber nicht kaufwillig, Firmen sind kaufwillig aber nicht begeistert, Kommunen sind beides, haben aber kein Geld", sagte Möschel.

Tatsächlich spielen Elektrofahrzeuge derzeit eine völlig untergeordnete Rolle. Laut Rainer Kleedörfer vom Stromanbieter N-Ergie mit Sitz in Nürnberg ist die Zahl der Neuzulassungen von Elektrofahrzeugen von 2013 bis 2015 von rund 6000 auf knapp 12500 angestiegen, doch seien das gerade mal 0,4 Prozent aller Neuzulassungen in Deutschland. Die Neuzulassungen nicht-elektrisch betriebener Fahrzeuge bezifferte Kleedörfer auf 3,2 Millionen. Trotzdem sieht auch er in der Elektromobilität eine Riesenchance.

"E-Mobilität ist die Schlüsseltechnologie", sagte er. Das Ziel der Bundesregierung, bis 2020 eine Million und bis 2030 sechs Millionen Elektrofahrzeuge auf deutsche Straßen zu bringen, sah Kleedörfer als durchaus realistisch. Als ein Problem bezeichnete es der Sprecher, dass die Zahl der Ladepunkte zu langsam zunimmt.


Riesenchance für den Automobilmarkt


"Die Elektromobilität ist eine Riesenchance für den Automobilmarkt und damit auch für Oberfranken", sagte Wolfram Brehm, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der IHK für Oberfranken. 30000 Menschen seien im Regierungsbezirk direkt oder indirekt in der Automobilzuliefererindustrie tätig. Hier gelte es, dass bisherige Marktteilnehmer neue Kompetenzen aufbauen müssen und neue Anbieter dazukommen werden.

"E-Mobilität wird den Markt komplett verändern", sagte Brehm. Für die Innovationsregion könne dies eine Riesenchance sein. Allerdings stellte auch Brehm die Forderung auf, dass Ladestationen flächendeckend geschaffen werden müssen. Außerdem sollte die Dienstwagenbesteuerung geändert werden, um Elektrofahrzeuge für Mitarbeiter attraktiv zu machen.

Der Landkreis Kulmbach sei derzeit dabei, ein solches Ladenetz flächendeckend zu schaffen, sagte Landrat Klaus Peter Söllner zu. Ziel sei es, mindestens eine Station pro Gemeinde. "E-Mobilität ist ein absolutes Zukunftsthema, da dürfen die Kommunen nicht abseits stehen", so Söllner.



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