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Region  // Kulmbach

Umweltausschuss

Die Biomüllabfuhr in Kulmbach kostet 142 Euro pro Tonne und Jahr

Die Sammlung des Biomülls musste der Landkreis europaweit ausschreiben. Den Zuschlag erhielt eine Kulmbacher Firma.
Rund 3000 Biotonnen müssen im Landkreis Kulmbach wöchentlich geleert werden.  Symbolfoto: Armin Weigel/dpa
 
von WERNER REIßAUS
Europaweit ausschreiben musste der Landkreis Kulmbach die Biomüllsammlung für die kommenden sechs Jahre. Wie der Leiter der Abfallwirtschaft, Günter Söllner, in der gestrigen Sitzung des Umweltaussschusses bekanntgab, war der Vertrag über die Abfuhr des Biomüll zum 30. Juni 2017 gekündigt worden.


Kosten summieren sich auf 426.000 Euro


Das wirtschaftlichste Angebot hatte die Firma Veolia Umweltservice Süd aus Kulmbach zum Preis von 141,92 Euro pro Tonne abgegeben. Ausgehend von etwa 3000 Biotonnen im Landkreis Kulmbach belaufen sich die jährlichen Kosten damit auf brutto 426.000 Euro.

Karl Heinz Opel (FW) sah die Kostensteigerung kritisch: "Das Einsammeln von Biomüll kostet rund 142 Euro pro Tonne. Der Verarbeiter bekommt dagegen nur 60 Euro. Die Braugerste kostet 160 Euro pro Tonne - und damit bin ich als Landwirt noch knapp drüber. Ich rege mich deshalb auf, weil wir für den Baugerstenanbau ständig mehr Auflagen bekommen und laufend kontrolliert werden. Ich überlege mir, ob ich mir in Zukunft ein Müllauto kaufe."


"Auf einem guten Weg"

Erfreulich war das Ergebnis der Jahresrechnung 2016 für die Abfallwirtschaft, die Kreiskämmerer Rainer Dippold präsentierte. "Es schaut gut aus. Wir sind auf einem guten Weg, weil wir positive Signale für den nächsten Kalkulationszeitraum haben", fasste Landrat Klaus Peter Söllner (FW) zusammen.

Der Umweltausschuss nahm die vorgelegten Abschlussergebnisse zur Kenntnis. Das Wichtigste: Die Sonderrücklagen betrugen Ende 2016 gut sechs Millionen Euro.

Die nachhaltige Umweltbildung an der Carl-von-Linde-Realschule war zu Beginn der Sitzung besonders herausgestellt worden. Dort gibt es seit 25 Jahren Umweltaktionstage (wir berichteten gestern). Landrat Klaus Peter Söllner sprach von einem unglaublichen Engagement und einer hohen Einsatzbereitschaft der Lehrkräfte und der beteiligten Behörden und Firmen: "Hier wurde etwas ganz Großartiges auf die Beine gestellt."


Grünes Klassenzimmer


Klimamanagerin Ingrid Flieger verwies auf die Anfänge vor 25 Jahren mit Waldführungen und Säuberungsaktionen. Mittlerweile sei man breiter aufgestellt und biete auch den Besuch von Betrieben an, die im Bereich Umweltschutz tätig sind.

Die Fachlehrer Günter Wirth und Jürgen Feulner betonten, dass an der Realschule die Naturbegegnung im Mittelpunkt stehe. Das "Grüne Klassenzimmer" trage entscheidend zum Erfolg bei. Realschulleiterin Monika Hild lobte vor allem die Arbeit von Ingrid Flieger: "Sie ist mit sehr viel Herzblut dabei und organisiert alles."
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