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"Devilizer" spielen Coversongs und Eigenes

Die Rocker von "Devilizer" haben sich am Kulmbacher Caspar-Vischer-Gymnasium gesucht und gefunden. Die Gruppe setzt sowohl auf Cover-Songs als auch auf selbst geschriebene Werke.
Die Rockgruppe "Devilizer" in voller Aktion.  Foto: Stephan Stöckel
 

"Zuhause schwärmt mein Vater immer von den guten, alten ,Vampires'-Zeiten, als er in den 70-er Jahren mit Rockstar Gary Moore wochenlang durch Deutschland tourte." Während Philipp Rösch aus dem berühmten Nähkästchen plaudert, glänzen die Augen seines Vaters Norbert voller Wehmut. In der Familie Rösch aus Stadtsteinach fällt der Apfel nicht weit vom Stamm.

Der Vater ist ein gestandener Rockmusiker, der es heute im reifen Alter von 61 Jahren beim Folkensemble "Saitenwynd" etwas gemächlicher angehen lässt. Dafür kracht sein Filius bei der Metal-Band "Devilizer" aus dem Kulmbacher Raum gehörig auf.

Erwartungsfroh sitzen Philipp Rösch (Bass und Gesang), Niklas Müller, Markus Michel (beide Gitarre) und Philipp Sesselmann (Schlagzeug) im Backstagebereich der Altenkunstadter Kleinkunstkneipe "Nepomuk". Vor ihnen liegt der bislang wichtigste und größte Auftritt ihrer fünfjährigen Karriere. Die Folkband "Saitenwynd" feiert an diesem Abend ihr 30-jähriges Bestehen, und den jungen Künstlern wird die Ehre zuteil, die Musiklegende zu begleiten.


Eigene Songs sind härter als Metallica



"Das ist eine prima Gelegenheit, sich auf anderen musikalischen Pfaden kreativ auszutoben, aber doch rockig zu spielen", meint Philipp Rösch. Irish Folk, heißt das Zauberwort an diesem Tag. Welchen Sound spielen die Musikanten für gewöhnlich? Philipp Rösch bringt die bekannte Band "Justice" ins Gespräch, die ebenso wie "Devilizer" zweigleisig fährt: "Einerseits covern wir Metallica, Volbeat oder Slipknot, andererseits spielen wir Thrash-Metal aus eigener Feder, ein bisschen härter wie Metallica."

Was hat es mit dem Namen "Devilizer" auf sich, der in keinem Englisch-Lexikon zu finden ist? "Aber in meiner Musikliste", bringt Philipp Licht ins Dunkel: "Es handelt sich um einen Song der polnischen Metalband ,Vader' und zugleich um eine Wortschöpfung, die mit Verteufler übersetzt werden könnte." Als Satanisten sehen sich die Musiker nicht. Man folge nur bestimmten Metal-Klischees, stellt Müller klar.


Erster Auftritt im CVG



Seinen Anfang genommen hatte alles vor fünf Jahren am Kulmbacher Caspar-Vischer-Gymnasium (CVG), wo die bekennenden Metallica-Fans Rösch, Michel und Sesselmann beschlossen, eine Band zu gründen und ihren ersten Auftritt hatten. Später gesellte sich Niklas Müller hinzu.

Im Kulmbacher Jugendzentrum "Alte Spinnerei" und auf Geburtstagsfeiern im katholischen Pfarrheim von Mainroth sammelten die jungen Musiker erste Live-Erfahrungen. Inzwischen haben sie hochtrabende Pläne: "Wir beabsichtigen, ein dreistündiges Programm aus eigenen Liedern und Coversongs zusammenzustellen. Damit wollen wir einen Fuß in die Tanzsäle bekommen, beispielsweise in Schwingen oder Trockau", erzählt Sesselmann.

In den vergangenen Monaten probte man fleißig für das Kulmbacher Altstadtfest. Am 29. Juni können die Metalfans auf dem Behördenparkplatz ihre Köpfe im Takt der "Devilizer"-Songs ekstatisch bewegen.
Mehr über die Band finden Sie im Internet, Kontakt aufnehmen können Sie per E-Mail.

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