Kulmbach
Praxistipp

Der Weg zum perfekten Gartenboden

Die wenigsten Gartenböden sind von Anfang an perfekt. Mit etwas Geduld und Wissen kann man überall deutliche Verbesserungen erreichen.
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Auf gutem Boden gedeihen gesunde Pflanzen. Foto: Dagmar Besand
Auf gutem Boden gedeihen gesunde Pflanzen. Foto: Dagmar Besand
Wer im Garten etwas ernten möchte, braucht zuerst einmal ein Beet. Im Grunde genommen reicht es, ein sonniges Stück Gartenland umzugraben, und schon kann's losgehen. Allerdings wachsen Gemüse und Blumen nicht auf jedem Gartenboden gleich gut.

In den Gärten im Landkreis Kulmbach finden wir die unterschiedlichsten Bodenarten, vom leichten Sandboden bis zum sehr fruchtbaren, humushaltigen Boden, vom undurchlässigen Tonboden bis hin zum Lehmboden in einer ausgewogenen Mischung aus Ton und Sand, der mit ein wenig Kompost zum perfekten Gartenboden wird.


Der PH-Wert entscheidet

Eine wichtige Rolle für das Wohlbefinden der Pflanzen spielt der pH-Wert. Es gibt Pflanzen, die sich in saurem Boden besonders wohl fühlen (wie Rhododendren und Blaubeeren). Die meisten Gartenblumen und Gemüse bevorzugen jedoch mittlere pH-Werte.

Mit ein wenig Beobachtung und Zuwendung lässt sich jeder Boden verbessern. Ein Hilfsmittel, um fruchtbare Erde zu bekommen, ist fein vermahlener Diabas. Diabas ist ein vulkanisches Gestein, das unter anderem in den Steinbrüchen des Frankenwaldes zu finden ist. In den Boden eingearbeitet, bewirkt er eine optimale Anreicherung mit Nährstoffen. In der Traumgarten AG haben wir dieses Rezept schon mit Erfolg erprobt.

Daneben sollte man seinen Boden mit dünnen Schichten organischer Substanzen, zum Beispiel leicht angetrocknetem Rasenschnitt, abdecken, rät unser infranken.de-Gartenexperte Jupp Schröder. "Damit wird gleichzeitig der Regenwurm - der beste Freund und Helfer im biologischen Garten - gefördert.


Die Fingerprobe hilft

Aber woher weiß der Gartenfreund, welchen Boden er hat? Zum einen, indem man etwas Erde in die Hand nimmt. Tonboden ist sehr feucht, schwer und bleibt auch nach dem Trocknen klumpig, Boden mit einem hohen Anteil von Sand und Humus lässt sich dagegen leicht zerkrümeln.

Sehr hilfreich ist es, das so genannte Unkraut näher unter die Lupe zu nehmen. Freuen können wir uns über die Vogelmiere. Sie zeigt einen humosen, nährstoffreichen, lockeren Boden an. Ein eher unerfreuliches Signal gibt dagegen der Schachtelhalm, der auf schwere Ton- oder Lehmböden mit Staunässe und Verdichtung im Untergrund hinweist. Hier sind Drainage, tiefgründige Bodenbearbeitung und Gründüngung erforderlich.
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