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Kommentar

Der Mörder ist immer der Gärtner?

Sie sehen aus wie lange Rüssel und machen Krach wie ein Trecker: Laubsauger und Laubbläser haben jetzt Hochsaison in Gärten und Grünanlagen - leider.
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Laubbläser stören das ökologische Gleichgewicht.  Foto: Frank May/dpa
Laubbläser stören das ökologische Gleichgewicht. Foto: Frank May/dpa
Ein paar Blätter auf dem Rasen? Ein rotes Tuch für viele Grundbesitzer. Mit dem Bläser wird jedes Blättchen aus den Beeten und von den Wegen gepustet, die Sauger sammeln dann das ungeliebte Laub ein und häckseln alles kurz und klein.

Was die Sauberkeitsfanatiker nicht beachten - weil sie nicht daran denken oder weil es ihnen einfach egal ist: Im Laub verstecken sich viele kleine Tiere; Spinnen und Käfer sitzen zwischen den schützenden Blättern. Der Bläser pustet ihnen das Dach über dem Kopf weg und sie gleich mit, die Sauger töten viele Nützlinge. So wird der Gärtner zum Mörder.

Das heißt nun freilich nicht, dass man alles dort liegen lassen muss, wo es vom Baum purzelt. Wir Hobbygärtner können das Laub nicht überall gebrauchen: Den Rasen sollte man auf jeden Fall laubfrei halten. Die bedeckten Stellen werden sonst gelb und unansehnlich. Doch um die Blätter von A nach B zu transportieren, braucht es keine lärmende Technik - ein gewöhnlicher Laubrechen tut's auch. Das spart nicht nur Geld. Die Arbeit an der frischen Luft tut auch noch gut - wenn Krach und Abgase der Blas- und Saugmonster ausbleiben.
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