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Region  // Kulmbach

Gebäude

Das Till-Eulenspiegel-Museum ist Geschichte

Doris Richter und Gerhard Marek haben einen Käufer für den Waffenhammer gefunden. Das bedeutet auch das Aus für die Till-Eulenspiegel-Sammlung.
Der Waffenhammer ist verkauft - die neuen Besitzer kommen dem Vernehmen nach aus dem Landkreis Kulmbach. Foto: Sonny Adam
 
von SONNY ADAM
Im Waffenhammer war bislang ein Till-Eulenspiegel-Museum untergebracht. Schon seit geraumer Zeit haben die Eigentümer Gerhard Marek (75) und Doris Richter (65) einen Käufer für das wildromantische Haus mitten im Steinachtal gesucht. Jetzt sind sie fündig geworden - und das Museum ist bald Geschichte.


Ein Anwesen für Liebhaber


Der Waffenhammer liegt sehr einsam. Das Haus hat keine Heizung, sondern muss mit Holzöfen gewärmt werden. "Es war klar, dass wir einen Liebhaber suchen. Der Waffenhammer ist eine Immobilie, die man auf Anhieb lieben muss. Das ist keine Immobilie für jedermann", erklärte Doris Richter. Und genau so jemand hat sich gefunden.

Am Mittwoch ist der Kauf beim Notar besiegelt worden. Wer die neuen Eigentümer sind, darüber soll Stillschweigen bewahrt werden. Allerdings ist bereits durch andere Quellen an die Öffentlichkeit gedrungen, dass sie wohl ebenfalls aus dem Landkreis Kulmbach stammen und mit der kompletten Familie und Pferden ins Steinachtal übersiedeln werden. Der Waffenhammer soll Wohnstätte werden.


Neue Besitzer bringen Pferde mit


Das Till-Eulenspiegel-Museum allerdings möchten die Käufer nicht fortführen. "Wir wussten, dass es einen Interessenten gibt. Wir wussten auch, dass dieser wohl als Bedingung gestellt hatte, dass das Museum aufgegeben wird. Das ist natürlich schade", sagte der Pressecker Bürgermeister Siegfried Beyer. "Wir als Kommune können das Museum leider nicht übernehmen, denn wir befinden uns in der Konsolidierungsphase und können keine freiwilligen Leistungen übernehmen", so Beyer. "Für uns ist es aber wichtig, dass sich überhaupt ein Käufer gefunden hat. Und wenn die neuen Besitzer mit Pferden kommen, ist das auch für das Umfeld gut. Denn zum Waffenhammer gehören ja viele Wiesen", sagt der Bürgermeister.

Auch sein Stadtsteinacher Kollege Roland Wolfrum bedauert das Ende des Till-Eulenspiegel-Museums. "Natürlich geht uns etwas verloren. Denn die Eulenspiegel-Ausstellung war natürlich äußerst sehenswert", sagte er.
"Es geht jetzt alles sehr schnell. Bis 1. Juni müssen wir das Anwesen besenrein übergeben", erklärte Doris Richter beim Packen. Sie bestätigte, dass die neuen Besitzer schon im Juni übersiedeln wollen.


Flohmarkt am 21. Mai


Aus diesem Grund wollen Gerhard Marek und Doris Richter am Sonntag von 13 bis 18 Uhr bei einem Flohmarkt auch ihren gesamten Hausrat verkaufen. "Wir hoffen, dass alles weggeht. Die Bronzefiguren und die Museumsgegenstände wollen wir einlagern", so Gerhard Marek.

Für ihn war Eulenspiegel ein Lebenswerk. Er ließ Figuren in Indien anfertigen oder aus Bronze gießen, brachte ein Buch heraus, das er sogar ins Englische, Griechische und Chinesische übersetzen ließ. "Wir sind beide gesundheitlich angeschlagen, deshalb haben wir uns zu dem Verkauf entschlossen", so Doris Richter.

"Wir steigen einfach ins Auto und fahren drauf los - wahrscheinlich Richtung Freiburg oder Bodensee", sagte Marek. Mindestens drei Monate lang wollen die beiden frei und ungebunden leben. Erst dann werden sie entscheiden, wo sie sich niederlassen wollen. Eines ist klar: Gerhard Marek fällt der Abschied vom wildromantischen Steinachtal nicht leicht.
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