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Urteil

Bewährungsstrafe nach Hitlergruß auf der Bierwoche

Drei Monate auf Bwährung bekam ein 27-jähriger Dresdner für seine verbotene Parole auf der Kulmbacher Bierwoche.
 
von STEPHAN-HERBERT FUCHS
Weil er am Rande der Bierwoche lautstark "Heil Hitler" durch die Gegend gegrölt hatte, ist ein 27-jähriger Dresdner vor dem Amtsgericht zu vier Monaten auf Bewährung verurteilt worden. Der angetrunkene Mann hatte sich mit einem Döner-Verkäufer um fünf Euro gestritten, deshalb griffen Beamte der Bereitschaftspolizei ein. Als die Sache schon fast wieder geschlichtet war, rief der 27-Jährige die verbotene Parole. Eine Geldstrafe kam für Richterin Sieglinde Tettmann nicht mehr in Betracht, denn der Angeklagte war bereits vielfach vorbestraft.
"Ja, das stimmt, ich war sehr betrunken", entschuldigte sich der Angeklagte. Eine rechte Gesinnung stritt er entschieden ab. Er sei sehr grob von den Sicherheitskräften angefasst worden, als dann auch noch die Bereitschaftspolizisten kamen, habe er eben provozieren wollen. Worum es bei dem Streit mit gegangen war, wusste der 27-Jährige nicht einmal mehr.
Ganz genau konnte sich dagegen einer der beiden Polizisten erinnern. Der Angeklagte habe sich tierisch aufgeregt, weil er der Meinung gewesen sei, er habe dem Dönerverkäufer bereits fünf Euro gegeben. Zusammen mit den Sicherheitskräften sei es aber gelungen, den Streit zu schlichten. Beim Weggehen drehte er sich noch einmal um und rief lautstark "Heil Hitler".
Für Aufsehen sorgte das Vorstrafenregister des Angeklagten. Zehn Eintragungen gab es da seit 2005. Darunter mehrfach Eigentums-, Vermögens- und Gewaltdelikte. Mehrere Bewährungsstrafen mussten widerrufen werden, weil der Angeklagte den Auflagen nicht nachgekommen war, zuletzt saß er bis Ende 2014 in Haft. Tettmann blieb daher mit drei Monaten Bewährungsstrafe auch nur geringfügig unter der Forderung der Staatsanwaltschaft (vier Monate). shf
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